Nürnberger Kunstgriff
19.05. – 25.05.17

19. Mai 2017 • Text von

Wir sind der Kopf, ihr seid die Beine. Sprich: Wir behalten für euch den Überblick und wenn ihr ein bisschen Ausdauer mitbringt, könnt ihr diese Woche richtig viel erleben. Ein besonderes Highlight gibt´s für alle Filmfreunde.

Oliver Estavillo - HAI - SOCIETY

Oliver Estavillo, „HAI – SOCIETY“ © Bunsen Goetz Galerie

Ein bisschen wie im Gruselkabinett fühlt man sich wohl in einer Ausstellung von Oliver Estavillo, dessen Gemälde Figuren zeigen, die dort alle gut und gerne als Schausteller arbeiten könnten. Doch geht es ihm nicht ums fantasievolle Angst einjagen, sondern vielmehr um eine Gesellschaftskritik, die sich an der erschreckenden Realität orientiert. Schönheitswahnsinn, Fitnesssucht, Gier und Macht stellt er zwar auf aggressive und abschreckende Art dar, doch die funkelnden Farben und der comichafte Stil schaffen es dennoch unsere Augen ungebremst auf sich zu ziehen.

WANN: Die Ausstellung „Hautevolee voilà!“ eröffnet am Freitag, den 19. Mai, um 19 Uhr.
WO: Den Pool der zeitgenössischen Kunst in der Bunsen Goetz Galerie findet ihr in der Bucher Straße 83.

Internationaler Wettbewerb Julian Rosefeldt, „Manifesto“, 2015 © Julian Rosefeldt und VG Bild­Kunst, Bonn 2017

Filmstill aus „Manifesto“ von Julian Rosefeldt (Internationaler Wettbewerb), 2015 © Julian Rosefeldt und VG Bild­Kunst, Bonn 2017

Am gleichen Tag lädt auch das Neue Museum zum „Kino der Kunst“ ein. Ein besonderes Filmscreening, bei dem Highlights und Preisträger der Veranstaltung in München nun noch mal in Nürnberg gezeigt werden. Das „Kino der Kunst“ ist ein weltweit einmaliges Event für Vorführungen unterschiedlichster filmischer Ansätze bildender Künstler. Wir dürfen uns auf ein umfangreiches und buntes Programm von Kurz- und Spielfilmen in den Kategorien „Informations-Chaos“, „Wut“, „Die Zukunft der Vergangenheit“, „Kunst-Geschichten“, „Kopf-Gymnastik“ und „Flucht = Zuflucht“ freuen. Und supercool: Freier Eintritt!

WANN: Am Wochenende des 19. bis 21. Mai und die genauen Zeiten gibt’s hier.
WO: Im Neuen Museum, der Eingang ist am Klarissenplatz.

Johann Sturcz, "Chocolate with yellow stain", mixed media

Johann Sturcz, „Chocolate with yellow stain“, mixed media

An diesem Freitag stehen wir wirklich vor der Qual der Wahl! Oder wir schaffen es mit großem Durchhaltevermögen auch noch in das Galeriehaus Nord, um Arbeiten von Johann Sturcz und Dashdemed Sampil zu begutachten. Die Ausstellung „Licht, das auf die Dinge fällt“ ist der erste Part einer zweiteiligen Reihe über Arbeiten von vier Künstlern, die bei Peter Angermann an der Nürnberger Akademie der Bildenden Künste gelernt haben. Dashdemed Sampil ist dem Medium der Malerei treu geblieben, das er nutzt, um die Definition von Mensch und Raum aufzulösen. Wohingegen Johann Sturcz auch digital arbeitet und hiervon angeregt mit Größenverhältnissen experimentiert.

WANN: Auch am Freitag, den 19. Mai um 19 Uhr.
WO: Das Galeriehaus Nord ist in der Wurzelbauerstraße 29.

Einladungskarte zur ausstellung „Energie geht nicht verloren, sondern lagert sich in den ritzen ab“

Einladungskarte zur Ausstellung „Energie geht nicht verloren, sondern lagert sich in den Ritzen ab“

Alexandra Hojenski und Marina Budin interpretieren die Badstraße 8 als ehemaliges Badehaus. In diesem Sinne geht es hier um Körperenthüllung oder Enthüllungsgeschichten, Körperrückstände oder romantische Patina, um Gebrauchsspuren oder Verschleißerscheinungen und Schutzkleidung oder Schutzüberzüge. Ob das was für Warmduscher ist? Was uns genau unter dem Titel „Energie geht nicht verloren, sondern lagert sich in den Ritzen ab“ erwartet müssen wir uns definitiv selbst ansehen.

WANN: Am Donnerstag, den 25. Mai 2017, um 19 Uhr.
WO: In der Badstraße 8, 90762 Fürth.

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