Nürnberger Kunstgriff
16.09. - 22.09.16

16. September 2016 • Text von

Zwischen Schein und Welt, zwischen Schwarz und Weiß, zwischen Birner und Wittmann, zwischen Raum und Raum – in dieser Woche geht es um Entscheidungen, die wir euch nicht abnehmen können. Aber bitte, seht selbst:

Rainer Kallhardt: Shanghai 11 pm 7, 2016 © Rainer Kallhardt

Reiner Kallhardt: Shanghai 11 pm 7, 2016 © Reiner Kallhardt

Zwischen schwarz und weiß liegen viele Farben, die Reiner Kallhardt alle nutzt. Der Künstler komponiert Quadrate aneinander, die mit ihrer wohlgeordneten Farbigkeit anziehen. Er schafft es, seine Werke zwischen Farben und Formen auszubalancieren. Nicht psychedelisch, aber spielerisch klassisch und konstruktivistisch. „Ohne Zweifel können Reiner Kallhardts neuesten Gemälde selbst ohne kunsthistorische Vorkenntnisse bereits intuitiv begeistern,“ sagt Dr. Schikowski aus Berlin im Vorwort des Ausstellungskatalogs. Wer genau hinsieht, entdeckt noch die Spuren von Malewitschs „Schwarzem Quadrat auf weißem Grund“.

WANN: Zur Vernissage lädt der Kunstkontor am Freitag, den 16. September, um 19 Uhr.
WO:  Das Kunstkontor liegt im Herzen der Altstadt, hinter dem Weinmarkt, Füll 12.

Titelbild zur Ausstellung »Fotografie in der Sammlung Birner+Wittmann« © Sammlung Birner und Wittmann

Titelbild zur Ausstellung »Fotografie in der Sammlung Birner+Wittmann« © Candida Höfer

Eine seltene und besondere Veranstaltung bietet euch der Kunstverein Kohlenhof. Das Sammlerpaar Birner und Wittmann gibt einen Einblick in seine Sammlung mit Werken, die „von den Sammlern spontan und im Dialog mit den Räumen des Kunstvereins“ kuratiert wurde. Im Fokus der beiden standen zeitweise Zeichnungen, Videokunst, Druckgrafik und Malerei, aber auch afrikanischer Skulpturen und asiatischer Kunst. Diese Ausstellung konzentriert sich auf die Beschäftigung mit fotografischen Positionen. „Besucher und Gäste werden sich auf eine Überraschung einlassen müssen“ – wir freuen uns darauf!

WANN: Die Wundertüte wird am Samstag, den 17. September, um 19 Uhr geöffnet.
WO: Zwischen Opernhaus und Germanischem Nationalmuseum liegt der Kunstverein Kohlenhof  in der Grasersgasse 15/21.

Jürgen Durner: Auffächerung © Jürgen Durner

Jürgen Durner: Auffächerung © Jürgen Durner

Man könnte sagen, Jürgen Durner malt Nachtstücke, aber das greift zu kurz. Der Maler flaniert durch die Nacht. Er beobachtet, dass sich die Stadt ohne Menschen nachts mit Dingen füllt, die tagsüber weniger wirken. „Die Räume und Flächen der Architektur inszenieren sich bühnengleich und lassen ganz andere Sichtweisen und Deutungen zu, als es tagsüber in einem neutralen Licht möglich wäre.“
Fotografien sind für ihn nur Erinnerungshilfen, um die „fließenden Bilder“ einzufangen. Es entstehen Werke zwischen „Schein und Welt“.

WANN: Die Pforten zu Schein und Welt öffnen sich ab Samstag, den 17. September, um 13 Uhr.
WO: Die Galerie Atzenhofer residiert am Maxplatz 46a.

Blick in die Präsentation von "Raum um Raum" © Neues Museum (Annette Kradisch)

Blick in die Präsentation von „Raum um Raum“ © Neues Museum (Annette Kradisch)

Am Ende der Party gibt es ein großes Feuerwerk. Zu seinem 90. Geburtstag schenkt Hans Friedrich Defet, auch im Namen seiner verstorbenen Frau, dem Neuen Museum fünfzig Kunstwerke.  „Damit krönt der Nürnberger Pinselfabrikant, ehemalige Galerist und Kunstsammler sein mäzenatisches Lebenswerk,“ schreibt das Neue Museum und dankt seinem Gönner mit einer Ausstellung der gestifteten Werke in neun Sammlungsräumen.

WANN: „Raum um Raum“ wird am Dienstag, den 20. September, um 18 Uhr eröffnet.
WO: Die spiegelnde Fassade führt Besucher vom Hauptbahnhof direkt in das Neue Museum am Klarissenplatz.

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