Münchner Kunstgriff
23.03.-29.03.2016

23. März 2016 • Text von

Eine griechische Dystopie im super+CENTERCOURT, eine Reise auf den Spuren zeitgenössischer Kunst von Paris nach München im Haus der Kunst und die Vorstellung eines Kunstbuchs mit historisch-kulinarischem Touch im Kunstraum. Eine abwechslungsreiche Osterwoche in München steht bevor.

60 Euro beträgt der Höchstbetrag, den die Griechen am Bankautomaten abheben können. Auch heute noch. Grexit, Finanzkrise, Verarmung – alles scheint hierzulande vergessen, die Welt dreht sich weiter. Evangelos Papamatthäou-Matschke und Benjamin Busch holen ab Donnerstag die griechische Realität in die Münchner Maxvorstadt. Im super+Centercourt weihen sie ihr fiktives Bauprojekt ein, das die Folgen der Eurokrise auf Gesellschaft, Infrastruktur und Alltagsleben beleuchtet.

WANN: Die Eröffnung findet am 24. März ab 18.00 Uhr statt, zu sehen ist die Ausstellung bis zum 24. April 2016.
WO: super+ CENTERCOURT GALLERY, Adalbertstr. 44, 80799 München.

Bild: Ausstellungsplakat POINT BLACK, Evangelos Papamatthäou-Matschke und Benjamin Busch/ super+CENTERCOURT

Bild: Ausstellungsplakat POINT BLACK, Evangelos Papamatthäou-Matschke und Benjamin Busch/ super+CENTERCOURT

Das Haus der Kunst kooperiert mit einem der wichtigsten europäischen Kulturhäuser und zeigt ab Donnerstag in „Eine Geschichte: Zeitgenössische Kunst aus dem Centre Pompidou“ Arbeiten von über hundert Künstler*Innen seit den 1980er-Jahren. Erweitert wird hier der gewöhnliche, rein eurozentristische Blick auf Kunst und Kunstschaffende zugunsten eines transnationalen Kanons. Im Zentrum steht das Ausloten diluierender Identitätskonstruktionen und die Auseinandersetzung mit der Vielfalt aktueller künstlerischer Positionen.

WANN: Die Eröffnung findet am 24. März ab 19.00 Uhr statt. Die Ausstellung dauert bis 04. September 2016.
WO: Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, 80538 München.

Bild: Wolfgang Tillmans Suzanne & Lutz, white dress, army skirt, 1993, © Centre Pompidou, MNAM-CCI/Philippe Migeat/Dist. RMN-GP”

Bild: Wolfgang Tillmans, Suzanne & Lutz, white dress, army skirt, 1993,      ©Centre Pompidou, MNAM-CCI/Philippe Migeat/Dist. RMN-GP”

Im Kunstraum München präsentiert der Italiener Leone Contini am Donnerstag sein Buch „Caporetto – Imagined Menu“ und lädt ein zu einem Abend, der neben Kunst auch Kulinarik zu bieten hat. Das Buch basiert auf dem gleichnamigen Projekt, das sich mit künstlerischen Mitteln dem Schicksal italienischer Kriegsgefangener im Jahr 1917 nähert. Als die Gefangenschaft ausweglos und erschütternd schien, schrieben die Inhaftierten gemeinsam die Gerichte ihrer Vergangenheit nieder. Essen als Widerstand, Erinnerung als Ausweg. Zwei der notierten Originalrezepte untermalen die Book Release.

WANN: Die Präsentation des Künstlerbuchs findet am 24. März um 20.00 Uhr statt.
WO: Kunstraum, Holzstraße 10 Rgb, 80469 München.

Bild: Ausschnitte aus dem Buch "Caporetto" von Leone Contini, Foto: Thomas Splett

Bild: Ausschnitte aus dem Buch „Caporetto“ von Leone Contini, Foto: Thomas Splett

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