Münchner Kunstgriff
17.02. – 23.02.2016

17. Februar 2016 • Text von

„PLANET PRO“ im Kunstraum Spreez und ein temporäres Labor für digitale Kunst im MMA. Bilder zwischen Grafik, Design und Kunst in der Heitsch Galerie und Arbeiten von barocken Wissenspalästen zu technischen Machtsystemen in der Galerie Schöttle. München präsentiert sich diese Woche als Digital-analog-Wandler.

Candida Höfers neueste Aufnahmen von spätbarocken Klosterbibliotheken und Anders Clausens Reflektionen über Evolutionstechnologie und Phänomenen der Globalisierung. Die Galerie Schöttle eröffnet am Donnerstag gleich zwei hochkarätige Ausstellungen in der Amalienstraße.

Bild: Benediktinerstift Admont III 2014, © Candida Höfer, Köln / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Bild: Benediktinerstift Admont III 2014, © Candida Höfer, Köln / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Die Idee, Klosterbibliotheken in ihre Arbeit aufzunehmen, kam Höfer bei einem Projekt in Linz. Ihre zentralperspektivischen Bilder der prachtvollbarocken Innenräume zeigen repräsentative Säle säkularen Wissens und klerikaler Macht. Mit Systemen der Macht und der Struktur von Wissen setzt sich auch der dänische Künstler Anders Clausen auseinander. In zwei neuen Werkgruppen analysiert er die die Prinzipien der Konsumgesellschaft und Massenproduktion und untersucht die Veränderungen unser alltäglichen Verhaltensweisen in einer digitalen Umwelt.

WANN: Die Eröffnung ist am 18. Februar ab 19 Uhr, zu sehen sind beide Ausstellungen bis 16. April.
WO: GALERIE SCHÖTTLE, Amalienstraße 41, 80799 München.

Bild: Aabbc

Bild: Aabbc

Aabbc ist ein Toolkit. Ein Satz von unabhängigen Elementen, die immer neu, quasi modular, angeordnet werden können. Sie fügen sich zusammen, aus einem bestimmten Anlass, und verlieren sich als Einzelteile im Ganzen – Das Zusammenspiel ergibt den Sinn. Aabbc ist eine Werkschau. In der Heitsch Galerie wird ab Donnerstag eine Auswahl an angewandten und freien Arbeiten von unterschiedlichen Grafik Designern präsentiert. Local Heroes und internationale Talente bewegen sich im weiten Spektrum zwischen Kunst und Grafik Design. Zur Eröffnung spielen Public Possession ein Live Set.

WANN: Eröffnung am 18. Februar ab 19 Uhr, zu sehen bis zum 20. Februar 2016.
WO: Heitsch Galerie, Reichenbachstraße 14, 80469 München.

Bild: Theodore Darst, The Tourist, 2015, Unpainted lab 3.0

Bild: Theodore Darst, The Tourist, 2015, Unpainted lab 3.0

Medienkunst, Net-Art, Web-Art, Virtual Reality oder doch dieses Buzzwort „Post-Internet“, das seit geraumer Zeit durch die Kunstwelt geistert? Kunstformen in den Sphären des Digitalen und Immateriellen bleiben auch im Jahre 2016 eine Herausforderung, sowohl in der Präsentation als auch in der Kommunikation für den Kunstmarkt. Und wie reagieren Künstler überhaupt auf die zunehmende Digitalisierung der Welt? Auf diese Fragen versucht das UNPAINTED lab 3.0 als  eigenständiges Format Antworten zu finden, mit Präsentationen, Performances, Talks und Workshops. Ab Donnerstag wird das MMA zu einer international besetzten Plattform zum Thema digitale Kunst.

WANN: Die Vernissage findet am 18. Februar 2016 zwischen 17 und 22 Uhr statt, zu sehen bis 21. Februar.
WO: UNPAINTED lab 3.0, MMA – MIXED MUNICH ARTS, Katharina-von-Bora-Straße 8,  50333 München.

Bild: Planet Pro, Lennart Schweder, Spreez

Bild: Planet Pro, Lennart Schweder, Spreez

Es gibt Neues aus der Schwanthalerstraße. Der unabhängige Kunstraum Spreez zeigt ab Samstag  eine neue Ausstellung: Unter dem Titel „PLANET PRO“ werden Arbeiten des jungen Künstlers Lennart Schweder präsentiert. Und wer sich mit dem Programm des jungen Raumes beschäftigt hat, wird sich auf diese Ausstellung freuen!

WANN: Die Eröffnung findet am 20. Februar 2016 ab 19.00 Uhr statt, zu sehen bis 19. März.
WO: Spreez, Schwanthalerstraße 147, 80339 München.

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