Hamburger Kunstgriff
30.05. – 12.06.19

30. Mai 2019 • Text von

„Reichtum“ ist das Motto der diesjährigen Altonale. Reichtum in all seinen Facetten. Was innere Stimmen, gehisste Flaggen, Papierschnipsel und Gruppendynamik damit zu tun haben? Die teilnehmenden Künstler zeigen es euch.

Rich & Richer: "Isst du das noch" ©Marleen Hahn

Rich & Richer: „Isst du das noch“ ©Marleen Hahn

Rich, richer, und dann? Nicht nur Lauren Greenfield, auch die Studierenden der University of Applied Sciences in Hamburg beschäftigen sich mit materiellem Reichtum und seinen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Sie untersuchen in ihren Fotografien die Gültigkeit der Definition von Reichtum und setzen ihn in Kontrast zu verschiedenen Arten der Armut in dieser Welt.

WANN: Die Ausstellung „Rich & Richer?!“ könnt ihr während des gesamten Veranstaltungszeitraums vom 31. Mai bis zum 16. Juni besuchen.    
WO: Festivalzentrum / Platz der Republik, 22765 Hamburg.

Selbstporträt ©Kamilla Jørgensen

Selbstporträt ©Kamilla Jørgensen

Die Dänin Kamilla Jørgensen, die diesjährige Residence-Künstlerin der Altonale, untersucht den Reichtum von Kunst, Literatur und Sprache und die unzähligen Möglichkeiten, die sich aus deren Kombination ergeben. Nachdem die Kunstwelt ihr bereits eine visualisierte Bestandsaufnahme der englischen Sprache verdankt (sprich: einen Haufen Papier, bestehend aus der Gesamtheit der aus einem Oxford-Englisch-Wörterbuch ausgeschnittenen Worte), bleibt spannend, womit sie sich bei der Altonale zeigt.

WANN: Donnerstag, den 6. Juni bis Sonntag, den 9. Juni, jeweils von 18 bis 20 Uhr.
WO: FRISE Künstlerhaus, Arnoldstraße 26–30, 22765 Hamburg.

Louise Vind Nielsen: "Stimmen im Kopf"

Louise Vind Nielsen: „Stimmen im Kopf“ ©promo altonale

Louise Vind Nielsen, ebenfalls gebürtige Dänin, nähert sich dem Thema der Altonale auf eine andere Weise. Die Sound-  und Performance-Künstlerin arbeitet in Workshops mit Personen zusammen, die Stimmen hören. Ihre Film-, Performance- und Tonarbeiten machen diese Stimmen auch für andere Teilnehmer wahrnehmbar. So bereichert sie die einen um eine neue Möglichkeit, ihr inneres Erleben mitzuteilen, und die anderen um Einblicke in eine Welt, die sie nicht kennen können.  

Die Künstlerin und die in ihrer Arbeit mitwirkenden stimmenhörenden Menschen werden anwesend sein.

WANN: Louise Vind Nielsen’s Beitrag zur Altonale, „Stimmen im Kopf“, könnt ihr am Dienstag, den 11. Juni um 19.30 Uhr besuchen.
WO: Alfred-Schnittke-Akademie, Max-Brauer-Allee 24, 22765 Hamburg.

Ateliergemeinschaft Achterhaus im Altonaer Museum: "Flagge zeigen"

Ateliergemeinschaft Achterhaus im Altonaer Museum: „Flagge zeigen“ ©promo altonale

Das Achterhaus zeigt Flagge: In einer Gruppenausstellung befasst sich die Altonaer Ateliergemeinschaft nebst Gästen mit der Bedeutung und der Symbolik der Flagge als traditionsreichem und unverändert omnipräsentem Kommunikationsmedium. Was fällt euch zuerst ein? Das Banner des heißgeliebten Fußballvereins, die Trikolore oder die Gipfelfahne aus dem letzten Sommerurlaub? Genug Stoff für die angekündigte raumgreifende Installation bietet dieses Thema allemal.  

WANN: „Flagge zeigen“ eröffnet am Freitag, den 31.Mai, um 20 Uhr mit einer Gruppenperformance; ab 22.30 Uhr ist eine Lichtinstallation von Katrin Bethge auf der Außenfassade des Altonaer Museums zu sehen.
WO: Altonaer Museum, Museumsstraße 23, 22765 Hamburg.

Intervisions ©Swanhild Kruckelmann

Intervisions ©Swanhild Kruckelmann

„Intervisions“ geht anlässlich der Altonale in eine neue Runde. Auch in Folge #6 verspricht das Kollektiv Mischpulk gemeinsam mit zwei Gast-Künstlern einen turbulenten und partizipativen Ritt durch die Genres. Eine Parcoursinstallation zwischen Theater, Performance und bildender Kunst mit Bezug zu tagesaktuellen Themen, entworfen in nur einer Woche. Auf das Resultat dieser außergewöhnlichen Mischung darf man auch dieses Mal gespannt sein.

WANN: Intervisions #6 findet am Donnerstag, den 6. Juni und Freitag, den 7. Juni, jeweils um 19 Uhr statt.
WO: Treffpunkt ist die Altonale Infobox am Spritzenplatz, 22765 Hamburg (Anmeldung erforderlich).

Patricia Mai: Hamonim – Was die Masse bewegt ©Hanna Naske

Patricia Mai: Hamonim – Was die Masse bewegt ©Hanna Naske

Last, aber ganz sicher not least, hinterfragt Patricia Mai im Rahmen des STAMP-Festivals mit ihrer Performance „Hamonim – Was die Masse bewegt“ zusammen mit 70 Hamburgern die Beziehung des Einzelnen zur Masse und die Beziehung der Masse zum Einzelnen. Grundlage des Miteinanders, vereinte Kraft, Schutz der Schwachen oder eher Unterdrückung, Hierarchie, Auslieferung? Gut oder schlecht? Die Bühnengemeinschaft begibt sich in eine kritische Untersuchung der komplexen Dynamiken von Gruppen.  

WANN: Samstag, den 15. Juni um 18.45 Uhr und Sonntag, den 16. Juni um 17.45 Uhr.
WO: Festivalort 3, Wiese am Platz der Republik, 22765 Hamburg.

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