Hamburger Kunstgriff
21.06. – 27.06.18

21. Juni 2018 • Text von

Grenzüberschreitungen ziehen sich diese Woche wie ein roter Faden durch das Ausstellungsprogramm der Hansestadt. Bei Bridget Stern werden die Grenzen von Malerei und Performance überschritten, im Atelierhaus 23 wird fotografisch nach Japan geblickt und in der Barlach Halle K werden Naturalismus und Abstraktion eins.

Nicole Wendel: The Circle, Performance: Nicole Wendel, Sound: Yohei Yamakado, Espace d’Art Contemporain André Malraux, Colmar 2017, Filmstill: Jérôme Bollack

Dass Malerei und Performance gut zusammenpassen wussten schon Jackson Pollock und Niki de St. Phalle. In der Ausstellung „on painting #2 – Performance“ dreht sich alles ums Maleen – vom Standpunkt des Performativen aus betrachtet. Bei Bridget Stern im Künstlerhaus Faktor kommen 16 Künstlerinnen und Künstler zusammen, die transdisziplinär mit dem Medium der Malerei arbeiten. Die gezeigten Arbeiten stellen verschiedene Aspekte und aktuelle Positionen der Verbindung von Malerei und Performance vor.

WANN: Eröffnet wird am Freitag, den 22. Juni, ab 19 Uhr. Zur Eröffnung, am Sonntag, den 24. Juni, Freitag, den 29.Juni und am 1. Juli findet jeweils ein Performanceprogramm statt.
WO: Galerie Bridget Stern, Künstlerhaus Faktor, Max-Brauer-Allee 229, 22769 Hamburg

Tatsuo Suzuki

Im Atelierhaus 23 kommen 13 Straßenfotografen zusammen, die die Liebe und Faszination für Tokio verbindet. Dabei handelt es sich um Arbeiten der japanischen Street-Photography Community „VoidTokyo“, ergänzt um die europäischen Perspektiven von Chris Schirrmacher und Damon Jah. Die Fotografen blicken in der Ausstellung „Perceiving the void“ kritisch auf Probleme wie Einsamkeit, Überarbeitung und dem Widerspruch zwischen alten Konventionen und Innovationszwang in der Metropole. Sie lassen sich aber auch von ihrer Vitalität und Verheißungen verzaubern.

WANN: Zur Eröffnung am Freitag, den 22. Juni um 19:30 Uhr sind Tatsuo Suzuki, Christian Schirrmacher und Damon Jah anwesend.
WO:
Atelierhaus 23, Am Veringhof 23, 21107 Hamburg

Lois Anvidalfarei: Großer weiblicher Kopf, 2016/17, © Watzek Photografie

In die Barlach Halle K hat sich eine Münchner Galerie eingemietet: der Zott Artspace präsentiert Skulpturen von Lois Anvidalfarei. Den Südtiroler Bildhauer interessiert der menschliche Körper in all seinen Ausdrucksformen. Dabei geht es um das Verhältnis von Naturalismus und Abstraktion – das Eine kann in seinen Arbeiten nicht ohne das Andere sein. In der Ausstellung „Dieser Körper, der nicht aufhört“ werden neben den überlebensgroßen Bronzen auch Zeichnungen zu sehen sein.

WANN: Die Ausstellung läuft von Samstag, den 23. Juni bis zum 7. Juli.
WO: Barlach Halle K, Klosterwall 13, Hamburg

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