Hamburger Kunstgriff
03.11. – 09.11.16

3. November 2016 • Text von

Wie heißt eigentlich das Gegenteil von Sommerloch? Herbstkulturflut? Egal, es ist viel los und in jedem Fall kommen hier ein paar besonders handverlesene Kulturperlen für die Hansestadt.

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Das Veranstaltungshochwasser spült interessierte Kulturmatrosen erst mal ins Kunstzimmer Eppendorf. Dass das Leben anderswo sein soll, wie der Ausstellungstitel nahelegt, ist kaum zu glauben. Die Kunst der argentinisch-deutschen Cora de Lang und des chinesischen Frankie Gao kommt dermaßen lebensfroh, bunt und wuselig daher, energetischer geht’s gar nicht.

Wann: Eröffnung wird am Donnerstag, den 3. November ab 18 Uhr gefeiert. Die Ausstellung läuft bis zum 26. November.
Wo: Kunstzimmer Eppendorf, Schrammsweg 17, 20249 Hamburg

Das Narrenschiff

Das Narrenschiff

Die Reise geht auf dem Narrenschiff im MOM art space weiter. Dahinter verbirgt sich eine Art Kunst-Spiel-Theater-Installation, bei der die Besucher mitmachen dürfen. Die Spielregeln gelten für alle und ermöglichen es, Utopien zu erproben.

Wann: Gespielt wird zum ersten Mal ebenfalls am Donnerstag, den 3. November zwischen 16 und 21 Uhr. Das Narrenschiff ist eine Kooperation mit dem PLAY16 Creative Gaming Festival. Bis zum 13. November gibt es regelmäßig Aufführungen.
Wo: MOM art space, Fabrique im Gängeviertel, Valentinskamp 34a. Eingang über die Brache Speckstrasse

Annette Hollywood “The Power of Art”

Annette Hollywood “The Power of Art”

Sind die Hamburger erst mal eingespielt, wird es auch gerne mal musikalisch, zum Beispiel in der noroomgallery. Der dieswöchige KunstHasserStammtisch trägt den Titel „Music was my first Art“. Annette Hollywood nimmt Liebeslieder und dichtet sie zu Kunstsongs um. Auf den ersten Höreindruck witzig und ironisch, verspricht der Perspektivwechsel doch auch neue Impulse über „The Power of Art“. Klingt nach Spaß!

Wann: Annette Hollywood singt am Donnerstag, den 3. November, und zwar ab 20:30 Uhr.
Wo: Der KunstHasserStammtisch ist diesmal zu Gast im FAKTOR, Max Brauerallee 229

Into gentle Yellow

Into gentle Yellow

Nach der Musik folgt, logischerweise, der Tanz. Die „kompanie“ zeigt „Into gentle yellow“, eine rituelle Tanzinstallation, in der außergewöhnliche Zustände des Körpers erkundet werden. Welche Bewegungssprache kommt mit so einem kontrollierten Kontrollverlust? In Gebeten und Ritualen des Alltags folgen Menschen Choreografien, bei denen sie nicht an Tanz denken. „Into gentle Yellow“ untersucht, was passiert, wenn diese Bewegungsformen aus verschiedenen Kulturen auf der Bühne nebeneinander gestellt werden.

Wann: Getanzt wird ebenfalls am Donnerstag, den 3. November, um 21 Uhr, im Rahmen des Tanzfestivals Dance in Response.
Wo: Kleiner Michel, Michaelisstr. 5, Hamburg

Kirsa Andreasen: She who loves

Kirsa Andreasen: She who loves

Alle, die vor lauter Veranstaltungen gar nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht, sind bei „Mist of Madness“ sicherlich gut aufgehoben. Bei Heliumcowboy ist eine erstklassige, wild zusammengestellte Mischung aus dem heißen Scheiß der Gegenwartskunst versammelt.

Wann: Eröffnung ist am Freitag, den 4. November zwischen 18 und 22 Uhr. Die Ausstellung läuft bis zum 26. November.
Wo: Heliumcowboy, Bäckerbreitergang 75, 20355 Hamburg

Das reicht immer noch nicht? Dann sei außerdem noch der Altonale Kunstherbst  empfohlen!

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