Hamburger Kunstgriff
01.02. – 07.02.18

1. Februar 2018 • Text von

Die Stadt gilt als „Tor zur Welt“ und so taucht auch die Kunstwelt in ferne Welten ein. Außerdem ergründet sie Fragen der Identität in der komplexen Gegenwart. Der Blick mit fremden Augen auf ägyptische Mythen, Palästina und das Werden der Kunst lädt zum Perspektivwechsel ein.

Basel Abbas und Ruanne Abou-Rahme: And yet my mask is powerful 1, 2016
Courtesy of the artists and Carroll / Fletcher, London

Der Kunstverein präsentiert eine Gemeinschaftsarbeit von Basel Abbas und Ruanne Abou-Rahme. Der Titel ihrer Installation „And yet my mask is powerful“ bezieht sich auf das Gedicht „Diving into the Wreck“ von Adrienne Rich, in dem ein Taucher sich selbst ein Bild vom Zustand eines Schiffswracks macht, statt auf Erzählungen zu vertrauen. Dieser Idee folgend ist das Künstlerduo zu den Ruinen palästinensischer Dörfer in Israel gereist. Ihre Fundstücke bilden den Start einer poetischen Erzählung über eine andere Zukunft.

WANN: Eröffnet wird am Samstag, den 03. Februar, ab 19.00 Uhr.
WO: Kunstverein in Hamburg, Klosterwall 23, 20095 Hamburg

Wael Shawky: Al Araba al Madfuna III, 2016, Video, color, sound, 27:02 min, film still
Courtesy the artist and Sfeir-Semler Gallery Hamburg / Beirut

Mit Wael Shawky ist ein absoluter Lieblingskünstler in der Stadt. Bei Sfeir-Semler zeigt er den dritten Teil seiner Videoreihe „Al Araba Al Madfuna“ zusammen mit Skulpturen und Zeichnungen. Die Stadt darf sich auf einen zauberhaften, detailverliebten Perspektivwechsel freuen. Der ägyptische Künstler mit Weltruf ist für seine liebevollen Inszenierungen bekannt, die die Besucher aus arabischen Augen auf Ereignisse der Weltgeschichte schauen lassen. Zum Interview geht es hier.

WANN: Vernissage ist am Donnerstag, den 01. Februar, um 19.00 Uhr.
WO: Galerie Sfeir-Semler, Admiralitätsstraße 71, 20459 Hamburg

Regine Wolff: Wasserzeit, 2017

Zuguterletzt noch ein Blick in die Zukunft: In der Xpon kommen 12 Künstlerinnen und Künstler zusammen, um sich mit dem Werden beziehungsweise der Frage „Wer denn?“ zu beschäftigen. Die Arbeiten kreisen um Fragen der Identität, des Werkprozesses, Entwicklung und Bildung.

WANN: Vernissage ist am Mittwoch, den 07. Februar um 20 Uhr.
WO: Xpon-art Gallery, Repsoldstraße 45, 20097 Hamburg

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