Hamburger Kunstgriff
16.06 – 23.06.16

16. Juni 2016 • Text von

Alle guten Dinge sind drei – oder sind es doch vier? Keine Scheu vor dem Sommerregen und stattdessen im Gängeviertel, dem Kunstverein Harburger Bahnhof, dem Only Art Club oder der Galerie Melike Bilir vorbeigeschaut! Es erwarten euch explodierte Feuerwerksskulpturen, körperpolitische Tanzperformance, die doppelte Ladung Street Art und eine mysteriöse Rauminstallation auf der Suche nach dem Unsichtbaren in den Dingen.

Splash Teppich / Acryl auf Textil / Greta Brix / 2015 / 450 cm

Splash Teppich, Acryl auf Textil @Greta Brix 2015.

Gleich heute Abend am Donnerstag, den 16. Juni, schicken wir euch wieder einmal ins Gängeviertel – diesmal zur Ausstellung „DYNAMIC RULEZ“ von Greta Brix aus Flensburg und Nicolás Osorno aus Kolumbien. Die beiden Künstler eint, dass sie gemeinsam an der HbK studierten. Nachdem sie 2007 und 2008 bereits zusammen ausstellten und für Performances kooperierten, sind jetzt alle guten Dinge drei. Im Gängeviertel beschäftigen sich Greta Brix und Nicolás Osorno auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Energieentladungen. Während Greta Brix die Kraft eines Elektromotors nutzt, um bunte Farbformen zu kreieren, lässt Nicolás Osorno Tonkugeln mithilfe von Feuerwerkskörpern explodieren und erschafft daraus Skulpturen.

Wer nach der Ausstellungsbesichtigung noch Energie übrig hat, kann im Veranstaltunsgraum WOW der Fabrik noch ein bisschen feiern. Ab 22 Uhr steigt dort eine Party mit Musik von AKAAK und Paul Gregor.

WANN: Die Vernissage ist am Donnerstag, 16.06. um 19 Uhr. Die Ausstellung läuft danach noch bis zum 26. Juni.
WO: MOM Art Space in der Fabrique im Gängeviertel. Valentinskamp 34a – Eingang über die Brache Speckstrasse, 20355 Hamburg.

Kunstverein Harburger Bahnhof: RESISTING BODIES body – activism – dance

Kunstverein Harburger Bahnhof: RESISTING BODIES.

Wer sich über den Fluss traut und auch jenseits der Elbinsel nicht Halt macht, auf den wartet am Donnerstagabend noch ein Event beim Kunstverein Harburger Bahnhof. „Resisting Bodies: body – activism – dance“ heißt die von Ursina Tossi choreografierte Performance, im Zuge derer sie mit den Tänzerinnen Nora Elberfeld, Angela Kecinski und Silvana Suarez Cedeno den Körper als politischen Ort präsentiert, an dem Widerstand seinen Anfang nimmt. Für die Performance im Harburger Bahnhof arbeitet sie mit der Projektionskünstlerin Katrin Bethge und dem Sounddesigner Johannes Miehlke zusammen.

WANN: Die Premiere findet am Donnerstag, den 6. Juni, um 20 Uhr statt. Weitere Aufführungen gibt es am 17.,18. und 19. Juni jeweils um 20 Uhr.
WO: Kunstverein Harburger Bahnhof e.V. Bahnhof Harburg über Gleis 3/4.

“My dear lollipop“ © Robert Hoffmann

“My dear lollipop“ © Robert Hoffmann.

Am Freitag, den 17. Juni, gibt es dann noch eine doppelte Ladung Street Art im Only Art Club. Robert Hoffmann aus Hamburg und Patrick Hart aus Müchen zeigen unter dem Titel “Stories from the Layer Collection“ einen Querschnitt durch die ganze Bandbreite der Street und Urban Art. Ihre Arbeiten setzen sich dabei aus mehreren Schichten zusammen Neontape, Wellpappe, Fineliner, Lacke, Zeitungsausschnitte, Kalligrafie und Schleifgeräte werden übereinandergeschichtet, wieder abgerissen und farblich bearbeitet.Das Ergebnis könnt ihr am Freitagabend bei der Hoheluftchaussee bewundern.

WANN: Eröffnung ist am Freitag, den 17. Juni, von 19 bis 24 Uhr. Die Ausstellung läuft danach bis zum 16. Juli.
WO: Only Art Club, Eppendorfer Weg 235,20251 Hamburg.

 

Lily Wittenburg, (2015), Fotografie

Lily Wittenburg, 2015, Fotografie.

Und nächste Woche geht es dann zum Abschluss noch einmal in die Galerie Melike Bilir. Am 23. Juni eröffnet dort „Stay Romantic“, mit Arbeiten von Lily Wittenburg. Die in Hamburg und Berlin lebende Künstlerin hat in der abgedunkelten Galerie mit Lichtinstallationen und Glasplatten voller Flüssigkeit eine raumfüllende Arbeit geschaffen. Hier soll der Betrachter zwischen verwinkelten Schatten, auf Zeichnungen und Spuren auf Papier und inmitetn der selbst gebastelten optischen Versuchsanordnungen der Künstlerin nach „der nicht sichtbaren Seite der Dinge“ suchen.

Wenn ihr eh schon auf der Fleetinsel vorbeischaut, ist das natürlich die Chance, zu gucken, was die anderen Galerien dort im Rahmen der Gemeinschaftseröffnungen von Galerien auf der Fleetinsel auf die Beine gestellt haben. Aber dazu verraten wir euch dann nächste Woche mehr…

WANN: Eröffnung ist am Donnerstag, den 23. Juni, ab 18 Uhr. Danach könnt ihr die Ausstellung noch bis zum 31. Juli in Augenschein nehmen.
WO: Galerie Melike Bilir, Admiralitätstrasse 71, 20459 Hamburg.

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