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	<title>gallerytalk.net &#187; Hamburg Review</title>
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	<description>Zeitgenössische Kunst in Berlin, Hamburg, München und Nürnberg</description>
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		<title>Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 23:37:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reiner Allgeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg Review]]></category>
		<category><![CDATA[Alma Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[Hank Schmidt in der Beek]]></category>
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		<description><![CDATA[Der in Berlin lebende Hank Schmidt in der Beek versteht es mit spielerischen Mitteln in Tiefen vorzudringen, die sich nicht auf den ersten Blick er&#246;ffnen. Ganz besonders hat er sich bei Niklas Schechinger Fine Art in einem rot-gelb-gr&#252;nen Reigen dem Reggae &#8230; <a href="http://www.gallerytalk.net/2013/05/ein-bisschen-friede-in-da-concrete-jungle-hank-schmidt-in-der-beek-macht-altes-rot-gelb-gruen-und-ein-sattes-reggae-album.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify" lang="de-DE"><strong>Der in Berlin lebende Hank Schmidt in der Beek versteht es mit spielerischen Mitteln in Tiefen vorzudringen, die sich nicht auf den ersten Blick er&ouml;ffnen. Ganz besonders hat er sich bei <a href="http://schechinger-fine-art.com/">Niklas Schechinger Fine Art</a> in einem rot-gelb-gr&uuml;nen Reigen dem Reggae verschrieben. Dabei zitiert, kommentiert und collagiert er Werke anderer K&uuml;nstler mit scheinbar sorgloser Leichtigkeit und l&auml;sst den Betrachter zun&auml;chst &uuml;ber die Werke gr&uuml;beln. Die Ausstellung, mit welcher er die Galerie nebenbei in einen Reaggae-Tempel verwandelt hat, kn&uuml;pft bei n&auml;herem Hinsehen an Themen an, die sich durch das gesamte Werk Hank Schmidt in der Beeks ziehen und hier eine neue und durchaus komplexe Spielart gewinnen.</strong></p>
<div id="attachment_10222" class="wp-caption aligncenter" style="width: 438px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/05/Hank_EBF_NSFA_VORN-428x600.jpg"><img class="size-full wp-image-10222" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/05/Hank_EBF_NSFA_VORN-428x600.jpg" alt="Hank EBF NSFA VORN 428x600 Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art" width="428" height="600" title="Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art" /></a><p class="wp-caption-text">Flyer zur Ausstellung; Quelle: Niklas Schechinger</p></div>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE">Was springt einem zuerst ins Auge: Rot, Gelb, Gr&uuml;n. Diese drei Farben, gepaart mit schwarzen Elementen, bilden die gesamte Farbpalette der Werke, die bei Niklas Schechinger zu sehen sind. Als Betrachter wird man direkt dahin verfrachtet, wo Hank Schmidt in der Beek einen haben will: zum Reggae. Warum?</p>
<div id="attachment_10219" class="wp-caption aligncenter" style="width: 468px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/05/Collage-Nr.496-458x600.png"><img class="size-full wp-image-10219 " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/05/Collage-Nr.496-458x600.png" alt="Collage Nr.496 458x600 Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art" width="458" height="600" title="Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art" /></a><p class="wp-caption-text">Hank Schmidt in der Beek, untitled (CVzNr. 496, Doof/Edvard Munch) collage, 24 cm x 18 cm 2012; Quelle: Niklas Schechinger</p></div>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE">Eins nach dem anderen. Hank Schmidt in der Beek besch&auml;ftigt sich schon seit l&auml;ngerem mit den Werken anderer und vor allem bedeutender K&uuml;nstler vergangener Jahre. In seiner Einzelausstellung im <a href="http://www.art-magazin.de/kunst/32549/hank_schmidt_in_der_beek_kunstverein_hamburg">Kunstverein in Hamburg im Jahre 2010</a> setzt er sich in Collagen mit altehrw&uuml;rdigen Meistern wie Marcel Duchamp oder Edvard Munch (s.o.) auseinander, versieht diese jedoch mit Abbildungen von Dick und Doof, Gilbert und George, Andy Warhol oder Woody Allen. Diese sind gepaart mit derben bayerischen Gedichten und anderen Texten (Er ist geb&uuml;rtiger M&uuml;nchner). Die Erg&auml;nzungen zu den Werken verunglimpfen oder verballhornen das zugrundeliegende Werk jedoch keineswegs. Der K&uuml;nstler gibt den Werken damit vielmehr eine neue vielleicht sogar frische und humoristische Ausrichtung und spitzt sie in manchen F&auml;llen weiter zu. Auff&auml;llig ist dabei vor allem, dass durch die immer wiederkehrenden hinzugef&uuml;gten Figuren und Themen die zun&auml;chst zusammenhanglos aus Kunstkatalogen entnommenen Werke zu einer visuellen Serie verkn&uuml;pft werden. Somit ist das Zitieren und das Aufnehmen von Themen schon da gewesener Bildwelten fester Bestandteil des Werks von Hank Schmidt in der Beek.</p>
<div id="attachment_10220" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/05/P1110151web-600x380.jpg"><img class="size-full wp-image-10220" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/05/P1110151web-600x380.jpg" alt="P1110151web 600x380 Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art" width="600" height="380" title="Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art" /></a><p class="wp-caption-text">Teilansicht der Ausstellung, Quelle: Niklas Schechinger</p></div>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE">Einen sehr &auml;hnlichen Prozess findet Hank Schmidt in der Beek im Reggae. Wie kaum eine andere Musikrichtung bedient sich Reggae anderer Melodien, wandelt diese ab und macht sie sich doch letztlich durch ihre eigenen Rhythmen zu eigen. K&uuml;nstler und Anh&auml;nger des Reggae sehen dies gerade nicht als Plagiieren. Oft enthalten alte Reggaeplatten auf der R&uuml;ckseite sogar eine Dub-Version der Songs, um anderen K&uuml;nstlern die Weiterverwendung zu erm&ouml;glichen. Indem er auch in dieser Ausstellung bestehende Werke aufgreift f&uuml;hrt Hank Schmidt in der Beek so den Prozess fort, den er bereits begonnen hat. Jedoch f&uuml;gt er nun eine weitere Ebene hinzu. Er beschr&auml;nkt sich also nicht mehr lediglich auf das blo&szlig;e Hinzuf&uuml;gen fremder Objekte, sondern enthebt die Werke ihrer urspr&uuml;nglichen Farbwahl und gibt ihnen eine neue Farbigkeit. &Auml;hnlich wie im Reggae wird somit das Urspr&uuml;ngliche aufgebrochen und dem neu entstandenen Werk eine eigene Pr&auml;gung verliehen. Die existierende Kunst dient als Fundus um Neues zu schaffen.</p>
<div id="attachment_10213" class="wp-caption aligncenter" style="width: 4006px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/05/P1110150b.jpg"><img class=" wp-image-10213 " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/05/P1110150b.jpg" alt="P1110150b Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art" width="3996" height="1899" title="Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art" /></a><p class="wp-caption-text">Teilansicht der Ausstellung, zentral: Walk and Talk Like A Chicken And A Bear, Acryl auf Leinwand, 165cm x 165cm, 2013; Quelle: Niklas Schechinger</p></div>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE">Damit werden die verschiedenen Werke, die in der Ausstellung aufgegriffen wurden, trotz ihrer offensichtlich unterschiedlichen Herkunft zu einer Einheit, die Gleichfarbigkeit verleiht ihnen den Anschein einer Gruppe. Immer wieder tauchen dabei die selben „Kommentatoren“ in Form naiver, ja tumber, Comicfiguren wie dem kleinen Maulwurf oder H&auml;schen mit Gie&szlig;kannen auf. Auch diese in Rot-Gelb-Gr&uuml;n gehaltenen Figuren verleihen den Werken insgesamt eine Art System. N&auml;hert man sich den Bildern jedoch inhaltlich, wird deutlich, dass die Zitate unterschiedlicher nicht sein k&ouml;nnten.</p>
<div id="attachment_10221" class="wp-caption aligncenter" style="width: 620px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/05/sidebyside.jpg"><img class=" wp-image-10221 " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/05/sidebyside.jpg" alt="sidebyside Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art" width="610" height="318" title="Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art" /></a><p class="wp-caption-text">Henri Matisse, L&#039;escargot, 1953 und Alma Thomas, Watusi, 1963; Quelle: http://i35.tinypic.com/2u76ptd.jpg</p></div>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE">Besonders das gro&szlig;formatige Werk <em>Walk and Talk Like A Chicken And A Bear </em>(s.o. das zentrale Gem&auml;lde) zeigt die Herangehensweise Hank Schmidt in der Beeks deutlich. Das Werk selbst lehnt sich an das Werk <em>Watusi</em> der afro-amerikanischen K&uuml;nstlerin Alma Thomas an, welche wiederum die Scherenschnitte des Werkes <em>L&#8217;escargot</em> von Henri Matisse in einer anderen Farbgebung aufgenommen hat (s.o.). Die Anlehnung an den Sch&ouml;pfungsprozess des Reggae wird klar: Die Formsprache von Henri Matisse lebt in diesen Werken fort, sowohl Alma Thomas als auch Hank Schmidt in der Beek bedienen sich der Formen, verleihen diesen jedoch ihre eigene Interpretation und Farbigkeit, ihren eigenen Rhythmus.</p>
<div id="attachment_10216" class="wp-caption aligncenter" style="width: 594px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/05/beek.jpg"><img class=" wp-image-10216 " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/05/beek-1024x670.jpg" alt="beek 1024x670 Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art" width="584" height="382" title="Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art" /></a><p class="wp-caption-text">Hank Schmidt in der Beek, Ein Typ Wie Ich/Ein Girl Wie Du, Acryl auf Leinwand, 150cm x 100cm + Fahnen, 2013</p></div>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE"> Zugespitzt ist dies auch im Gem&auml;lde <em>Ein Typ Wie Ich/Ein Girl Wie Du</em>zu erkennen, welches eine gemalte Collage darstellt. So ist zentral eine Gestalt zu sehen, die den Oberk&ouml;rper und die Beine des „Peanuts“ Charlie Brown tr&auml;gt, deren vermeintlicher Kopf aber dem Werk einer Gouache aus der Serie &#8220;Konzentration der Farbe und Formen&#8221; von Alexander Rodtschenko (von 1918) entnommen wurde. Eingerahmt wird dies von zwei Flaggen, die dem Gem&auml;lde eine sakrale Aura verleihen und einem Altar gleichen. Man ist unwillk&uuml;rlich an die Rastafarikultur und sogar an Kirchenkunst erinnert. Eine Vielzahl an Assoziationen dr&auml;ngen sich somit dem Betrachten auf, die ein rot-gr&uuml;n-gelbes Eigenleben entwickeln.</p>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE">&Auml;hnliches geschieht mit einem Wollkn&auml;uel von Roy Lichtenstein (<em>Crown! Crown! Crown!</em> Acryl auf Leinwand, 138 cm x 150 cm, 2013). Mit Nicole, welcher die Ausstellung durch ihren Hit beim Eurovision-Contest 1982 ihren Namen zu verdanken hat, und Paul und Linda McCartney dringen auch Musiker in die Bilderwelt mit ein. Die filigrane Holzskulptur <em>Reggae-Mate</em>, die in Zusammenarbeit mit der K&uuml;nstlerinnen Lisa Herfeldt, Sarah Bohn und Anne-Katrin Ahrens entstanden ist, f&uuml;gt der Ausstellung eine plastische Komponente hinzu.</p>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE">Letztlich stellt sich nach diesem wilden Rundumschlag durch alle m&ouml;glichen Kunstrichtungen die Frage: Passiert hier etwas Neues oder wird nur Altes wiederholt? Wo ist der Gewinn, macht der K&uuml;nstler hier Boden gut? Die Antwort: Ja, es passiert etwas Neues. Hank Schmidt in der Beek gelingt &#8211; zwar auch in Fortsetzung seines bisherigen Werks &#8211; die Schaffung einer weiteren neuen Facette. Hier wird nichts plagiiert oder wiederholt. In diesem Kontext, in dieser konsequenten Auspr&auml;gung ist eine Gruppe an Werken entstanden, die ihre eigene von den Bildinhalten losgel&ouml;ste Aussage enth&auml;lt. Hank Schmidt in der Beek greift Themen, &auml;hnlich wie in der Musik, auf und ordnet sie neu an, setzt andere Schwerpunkte und schafft damit eine Art stimmiges Album. Ob es sich dabei um eine Spielart der Appropriation-Art handelt, sei dahin gestellt, wo doch der K&uuml;nstler selbst diesen Begriff als &uuml;berfl&uuml;ssig erachtet. Abgesehen von solch statischen Einordnungen gewinnt man viel eher einen Eindruck davon, was in der Malerei doch alles m&ouml;glich ist. So wird man durch die Virtuosit&auml;t des K&uuml;nstlers zu der Frage gedr&auml;ngt, warum nicht in der oft eitlen Malerei das m&ouml;glich sein sollte, was in der Musik bereits Normalit&auml;t ist?</p>
<div id="attachment_10218" class="wp-caption aligncenter" style="width: 473px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/05/HankSidBeek2-463x600.jpg"><img class="size-full wp-image-10218 " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/05/HankSidBeek2-463x600.jpg" alt="HankSidBeek2 463x600 Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art" width="463" height="600" title="Ein bisschen Frieden in da Concrete Jungle – Hank Schmidt in der Beek bei Niklas Schechinger Fine Art" /></a><p class="wp-caption-text">Foto von Hank Schmidt in der Beek, In den Zillertaler Alpen photo of plain air painting by Fabian Schubert, 50 cm x 40 cm, 2009; Quelle: Niklas Schechinger</p></div>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE">Die Ausstellung erh&auml;lt damit einen durchaus ambivalenten Charakter, eine tiefere Ebene, losgel&ouml;st vom blo&szlig;en Wiederholen und Zitieren. Die Werke sind eben nicht nur eine Laune eines K&uuml;nstlers mal eben alles Rot-Gelb-Gr&uuml;n anzupinseln. Die scheinbare wahllose Mischung an Werken l&ouml;st sich mit der n&auml;heren Besch&auml;ftigung in eine ausbalancierte Gruppe auf und erlaubt dem Betrachter somit, die Ausstellung gleich zwei Mal zu erleben. Der erste Ein<em>druck</em> und der mit dem n&auml;heren Hinsehen einhergehende Ein<em>blick</em> k&ouml;nnten kaum unterschiedlicher aber auch kaum lohnender sein. Hank Schmidt in der Beek hebt mit diesen Werken die Spannung darauf, was wir in Zukunft von ihm zu sehen bekommen werden!</p>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE"><strong>WANN</strong>: bis zum 8.Juni 2013; &Ouml;ffnungszeiten: Mi. &#8211; Fr. 12-19 Uhr, Sa. 12-17 Uhr.</p>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE"><strong>WO</strong>: <a href="http://schechinger-fine-art.com/about/contact/">Niklas Schechinger Fine Art</a>, Trommelstra&szlig;e 7, 20359 Hamburg</p>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE">

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		<title>Antennen schwimmen Kopf-&#252;ber auf M&#228;rkten bis zur Villa</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Apr 2013 03:53:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Justus Duhnkrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg Review]]></category>
		<category><![CDATA[dirk brömmel]]></category>
		<category><![CDATA[galeriehaus]]></category>
		<category><![CDATA[hengevos-dürkop]]></category>

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		<description><![CDATA[Urspr&#252;nglich war die Fotografie ein realit&#228;tsgebundenes Dokumentationsmedium. In der Galerie Hengevos-D&#252;rkop im Galeriehaus Hamburg h&#228;ngt aktuell eine Ausstellung des Fotografen Dirk Br&#246;mmel. Die erfindet das Medium der Fotografie nicht neu, spielt aber mit dessen Parametern. Die Abweichungen von perspektivischer Gewohnheit, &#252;blichen &#8230; <a href="http://www.gallerytalk.net/2013/04/dirk-broemmel-andere-massstaebe.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Urspr&uuml;nglich war die Fotografie ein realit&auml;tsgebundenes Dokumentationsmedium. In der <a href="http://hengevossduerkop.de/" target="_blank">Galerie Hengevos-D&uuml;rkop</a> im Galeriehaus Hamburg h&auml;ngt aktuell eine Ausstellung des Fotografen <a href="http://www.dirk-broemmel.de/" target="_blank">Dirk Br&ouml;mmel</a>. Die erfindet das Medium der Fotografie nicht neu, spielt aber mit dessen Parametern. Die Abweichungen von perspektivischer Gewohnheit, &uuml;blichen Gr&ouml;&szlig;en-Ma&szlig;st&auml;ben, zeitlicher Einheit und farblicher Realit&auml;t zeichnen eine kleine Reise durch das Portfolio des K&uuml;nstlers nach. Eine erste Retrospektive, die viel &uuml;ber die verschiedenen Arbeitsfelder eines Fotok&uuml;nstlers berichtet, der sich Themen annimmt und sie bearbeitet.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Br&ouml;mmel wurde 1968 geboren. Nach einer Ausbildung zum Fotografen fand er &uuml;ber Umwege zur k&uuml;nstlerischen Fotografie, bevor er in der Klasse von Prof. Dr. Vladimir Spacek 2006 seinen Akademiebrief an der Akademie f&uuml;r Bildende K&uuml;nste in Mainz erhielt. Zu den ausgestellten Serien geh&ouml;ren Ausz&uuml;ge der „Kopf-&uuml;ber-Serie“, die Br&ouml;mmels k&uuml;nstlerischen Durchbruch markiert, ebenso, wie die „Antennen“ als eines der ersten Projekte des K&uuml;nstlers. Daneben finden sich als j&uuml;ngste Werkgruppe noch die „Schwimmenden M&auml;rkte“ und die viel beachtete „Villa Tugenthat“. Der Reihe nach.</p>
<div id="attachment_9252" class="wp-caption aligncenter" style="width: 1023px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/04/Ar_Ant_3.jpg"><img class=" wp-image-9252 " title="Ar_Ant_3" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/04/Ar_Ant_3.jpg" alt="Ar Ant 3 Antennen schwimmen Kopf über auf Märkten bis zur Villa" width="1013" height="1013" /></a><p class="wp-caption-text">Dirk Br&ouml;mmel, Antenne, 2001, 100 x 100 cm, Diasec/Aludibond, Quelle: Galerie Hengevos-D&uuml;rkop</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die <strong>Antennen</strong> sind das am l&auml;ngsten andauernde Projekt Br&ouml;mmels. Das Motiv beschr&auml;nkt sich im Regelfall auf die funktionale Metall-Konstruktion. Die erh&auml;lt in seiner Arbeit skulpturalen Charakter. Perspektivisch bewegt sich der Fotograf mit den Objekten auf einer H&ouml;he, sodass der Blick auf das Konstrukt eine ungewohnte N&auml;he bekommt. Wahrscheinlich hat noch nie jemand der Antennenkultur derart viel Aufmerksamkeit geschenkt. M&ouml;glicherweise handelt es sich um eins der wenigen Objekte, an dem jeglicher &auml;sthetischer Einfluss vorbeigegangen ist. Im Vordergrund steht ausschlie&szlig;lich dessen Zweckm&auml;&szlig;igkeit. Bewusst verzichtet Br&ouml;mmel auf St&ouml;rfeuer durch nat&uuml;rliche Umwelteinfl&uuml;sse. Damit gen&uuml;gt ein Pfl&auml;nzchen am Fu&szlig;e der Antenne, um gedankliche Assoziationen auszul&ouml;sen, die irgendwo zwischen Natur und von Menschenhand geschaffener Industrie liegen. &Auml;hnliche assoziativ-intuitive Impulse verarbeitet Br&ouml;mmel in Linienf&uuml;hrungen, die wie Leitungen oder in der Zuordnung zu Antennen wie Kommunikationsverbindungen wirken. Die Antennen begleiten Br&ouml;mmel schon eine lange Zeit. In Folge dessen finden sich in dieser Werkreihe auch seine vielen Reisen verewigt, die ihn schon in weite Teile Europas und nach Amerika (New York), Armenien, China, Thailand, T&uuml;rkei, &Auml;gypten, Marokko und S&uuml;dafrika (Kapstadt) gef&uuml;hrt haben.</p>
<div id="attachment_9251" class="wp-caption aligncenter" style="width: 2038px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/04/Ar_RheinEnergie.jpg"><img class="size-full wp-image-9251" title="Ar_RheinEnergie" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/04/Ar_RheinEnergie.jpg" alt="Ar RheinEnergie Antennen schwimmen Kopf über auf Märkten bis zur Villa" width="2028" height="695" /></a><p class="wp-caption-text">Dirk Br&ouml;mmel, Rheinenergie, 2004, 210 x 70 cm, Diasec/Aludibond; Quelle: Galerie Hengevoss-Duerkop</p></div>
<p style="text-align: justify;">Etabliert hat sich Br&ouml;mmel mit dem ihm eigenen Stil der <strong>Kopf-&Uuml;ber</strong> Fotografien. Von den Rheinbr&uuml;cken herunter, fotografiert er ein Vielzahl von Schiffen, die zwischen Nordsee und Alpen verkehren. In der Postproduktion entnimmt Br&ouml;mmel die Objekte ihrer Umgebung und konstruiert sie auf eine einfarbige Farbfl&auml;che. Auf Diasec aufgezogen verkehren die Schiffe in einem unbegrenzten Raum und funktionieren nicht mehr in ihrer stereotypen Rolle des schwimmenden Kolosses. Auf diese Weise geht jegliches Gef&uuml;hl f&uuml;r Ma&szlig;st&auml;be und Gr&ouml;&szlig;en verloren &#8211; selbst die „dicken P&ouml;tte“ verlieren an Masse und wirken wie Spielzeuge, w&auml;hrend die Decklandschaft f&uuml;r den Betrachter zum Suchr&auml;tsel wird.</p>
<div id="attachment_9253" class="wp-caption aligncenter" style="width: 1191px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/04/Dirk-Br&ouml;mmel-S.-M.-1-St.-2012-Ed.-5C-40-x-40-cm.jpg"><img class="size-full wp-image-9253" title="Dirk Br&ouml;mmel, S. M. 1 St., 2012, Ed. 5C, 40 x 40 cm" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/04/Dirk-Br&ouml;mmel-S.-M.-1-St.-2012-Ed.-5C-40-x-40-cm.jpg" alt="Dirk Br&ouml;mmel S. M. 1 St. 2012 Ed. 5C 40 x 40 cm Antennen schwimmen Kopf über auf Märkten bis zur Villa" width="1181" height="1181" /></a><p class="wp-caption-text">Dirk Br&ouml;mmel aus der Serie &quot;Schwimmende M&auml;rkte&quot;, 2012, 40 x 40 cm, Quelle: Galerie Hengevoss-D&uuml;rkop</p></div>
<p style="text-align: justify;">Viel reisen und dabei arbeiten &#8211; das kann man nicht in jedem Beruf. In der Serie der <strong>schwimmenden M&auml;rkte </strong>konnte Br&ouml;mmel beides verbinden. Die schwimmenden M&auml;rkte sind allesamt im Ausland entstanden und das &#8211; um der Perfektion willen &#8211; in zwei Anl&auml;ufen. Das Farbspektrum der (fern&ouml;stlichen) Pracht grenzt die M&auml;rkte &auml;sthetisch so sehr von den rheinischen Kolossen ab, dass lediglich der Kopf-&uuml;ber Stil die beiden Serien verbindet. Zudem hat Br&ouml;mmel das Motiv weiter seiner realen farblichen Umgebung entr&uuml;ckt. Die Farben der aufwendig eingezogenen Horizontallinien haben im Motiv jeweils einen Bezugspunkt, sodass die Wahl des Hintergrundes sich letztlich konsequent aus dem Motiv selbst ergibt. Ungeachtet des &auml;hnlichen Stils unterscheidet sich diese Serie wesentlich von den Containerschiffen &#8211; auch in ihrer Wirkung auf den Betrachter. Trotz des vielschichtigen Farbrasters werden die schwimmenden M&auml;rkte von einer Unaufgeregtheit und Ruhe begleitet.</p>
<div id="attachment_9254" class="wp-caption aligncenter" style="width: 837px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/04/VT_15.jpg"><img class="size-full wp-image-9254" title="VT_15" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/04/VT_15.jpg" alt="VT 15 Antennen schwimmen Kopf über auf Märkten bis zur Villa" width="827" height="827" /></a><p class="wp-caption-text">Dirk Br&ouml;mmel, Villa Tugenthat 15, 2002, 100 x 100 cm, Diasec/Aludibond, Quelle: Galerie Hengevoss-D&uuml;rkop</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die <strong><a href="http://www.tugendhat.eu/de/">Villa Tugenthat</a></strong> ist eine der wohl bedeutendsten Bauten des Bauhaus Architekten Mies Van der Rohe. Sie entstand 1929 zeitgleich zum Barcelona Pavillon in Br&uuml;nn. Seine architektonische Bedeutung wurde schon vielfach besprochen und auch fotografisch wurde das Geb&auml;ude schon festgehalten. Anders als in der Architekturfotografie n&auml;hert sich Br&ouml;mmel diesem Meilenstein des Bauhaus ma&szlig;geblich &uuml;ber einen historischen Ansatz. Ein Sprung in der zeitlichen Einheit, der zeitliche Ma&szlig;st&auml;be au&szlig;er Kraft setzt. Anhand von Aufnahmen des Hausherrn Fritz Tugenthat kombiniert Br&ouml;mmel historische Aufnahmen mit gegenw&auml;rtigen Eindr&uuml;cken. Mit den schwarz-wei&szlig;en Aufnahmen aus der Vergangenheit vor Augen w&auml;hlt Br&ouml;mmel f&uuml;r die gleichen Orte des Hauses einen anderen Bildausschnitt und f&uuml;gt beide Ansichten schlie&szlig;lich &uuml;bereinander. Zu seinen Vorlagen geh&ouml;ren sowohl stilisierte Architekturfotografien wie auch Szenen des Familienlebens. Durch die Kombination er&ouml;ffnet Br&ouml;mmel innerhalb seiner Bilder einen Raum f&uuml;r Zeit in dem Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen und sich erg&auml;nzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Ausstellung im Galeriehaus Hamburg hat von Mittwoch bis Freitag von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr sowie Samstags von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr ge&ouml;ffnet. Neben den erw&auml;hnten Serien sind weitere Werke aus dem Portfolio zu sehen. Weiterhin sind einige <a href="http://dirk-broemmel.de/literatur.php?aktiv=pos3&amp;werk=sub1">Publikationen zu Br&ouml;mmels Arbeit</a> erschienen.</p>

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		<title>Gute Aussichten f&#252;r die junge deutsche Fotografie</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 04:42:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Justus Duhnkrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg Review]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Ausstellung „gute aussichten – junge deutsche Fotografie 2012/2013“ zeigt Positionen junger deutscher Fotografen. Die Macher der „guten aussichten“ wollen auf besondere Art hervorstechende Nachwuchsk&#252;nstler pr&#228;sentieren, die alle Absolventen eines Fotografie Studienganges sind. Die sieben ausstellenden K&#252;nstler sind aus &#252;ber &#8230; <a href="http://www.gallerytalk.net/2013/02/gute-aussichten-fuer-junge-deutsche-fotografie.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die <a title="Gute Aussichten in den Deichtorhallen" href="http://www.gallerytalk.net/2013/01/gute-aussichten-in-den-deichtorhallen.html">Ausstellung „gute aussichten – junge deutsche Fotografie 2012/2013“</a> zeigt Positionen junger deutscher Fotografen. Die Macher der <a href="http://www.guteaussichten.org" target="_blank">„guten aussichten“</a> wollen auf besondere Art hervorstechende Nachwuchsk&uuml;nstler pr&auml;sentieren, die alle Absolventen eines Fotografie Studienganges sind. Die sieben ausstellenden K&uuml;nstler sind aus &uuml;ber 100 Bewerbern von mehr als 40 Hochschulen von der Jury (u.a. Josefine Raab, Ingo Taubhorn, Thomas Struth, Luminita Sabau) ausgew&auml;hlt wurden. Den Besucher im <a href="http://www.deichtorhallen.de" target="_blank">Haus der Photographie</a> erwartet ein vielf&auml;ltiges Spektrum „von bis“. Von einem Extrem bis zum anderen. Sieben auf einen Streich. Und &#8211; das sei vorweggenommen &#8211; es gelingt ein hervorragendes Ergebnis. Die Pr&auml;sentation zerf&auml;llt keinesfalls in sieben Einzelausstellungen, sondern spannt einen Bogen &uuml;ber s&auml;mtliche ausgestellte Werke.</p>
<p style="text-align: justify;">Von alt bis neu. Die Werke der jungen K&uuml;nstler der „guten aussichten“ in der zentralen Fl&auml;che der Halle sind in die verbliebenen Arbeiten eines Pioniers der Fotografie &#8211; Albert Watson &#8211; integriert. Am Eingang holen den Besucher die Werke der K&uuml;nstler ab und f&uuml;hren &uuml;bergangslos in die &uuml;ppige Ausstellungsfl&auml;che ein.</p>
<div id="attachment_7861" class="wp-caption alignleft" style="width: 274px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/nicolai-rapp.png"><img class="size-medium wp-image-7861" title="nicolai rapp" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/nicolai-rapp-264x300.png" alt="nicolai rapp 264x300 Gute Aussichten für die junge deutsche Fotografie" width="264" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Foto Nicolai Rapp - Dead White Men&#39;s Clothes, www.guteaussichten.org</p></div>
<p style="text-align: justify;">Insbesondere <strong>Nicolai Rapps</strong> Arbeiten fungieren als verbindendes Element. Die Altkleiderb&uuml;ndel, die er ihrem Ursprungsort entr&uuml;ckt hat und isoliert vor wei&szlig;em Hintergrund pr&auml;sentiert, tauchen ebenso heimatlos wie ihr Inhalt an verschiedenen Stellen der Ausstellung auf. Ortswechsel liegen in der Natur der abgebildeten Kleidungsb&uuml;ndel. Hierzulande gesammelt haben sie eine Reise von Europa bis ins s&uuml;dliche Afrika hinter sich, um dort abermals Teil einer Sekund&auml;rindustrie zu werden.  Der Betrachter begibt sich augenblicklich auf Spurensuche nach Informationsfetzen, die hinter der immer gleichen Verh&uuml;llung verborgen bleiben. Das ein oder andere B&uuml;ndel bietet Indizien, die auf den Inhalt schlie&szlig;en lassen und so die Neugierde des Betrachters entfachen. Der Titel der Serie „Dead White Men&#8217;s Clothes“ zeigt die unterschiedliche Wahrnehmung des Inhalts. Er r&uuml;hrt aus einer einfachen Logik: Solche Kleidung kann nur von Toten stammen, wer w&uuml;rde sie sonst ablegen.</p>
<div id="attachment_7852" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Henning-Bode-11.png"><img class="size-large wp-image-7852" title="Henning Bode 1" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Henning-Bode-11-1024x687.png" alt="Henning Bode 11 1024x687 Gute Aussichten für die junge deutsche Fotografie" width="584" height="391" /></a><p class="wp-caption-text">Foto Henning Bode - Die Kinder des King Cotton, www.guteaussichten.org</p></div>
<p style="text-align: justify;">Von Mozambique bis zum Mississippi. Die Guten Aussichten bewegen sich interkontinental. Einen zweimonatiger Aufenthalt im Mississippi Delta nutzte <strong>Henning Bode</strong> um eine der &auml;rmsten Gegenden der Vereinigten Staaten aufzusuchen. Ebenso wie Nicolai Rapp folgt Henning Bode einer sozialen F&auml;hrte. In der Art der Aufbereitung befindet er sich mit seiner dokumentarischen Serie „Die Kinder des King Cotton“ allerdings am anderen Ende des Spektrums.</p>
<div id="attachment_7851" class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Henning-Bode-2.png"><img class=" wp-image-7851 " title="Henning Bode 2" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Henning-Bode-2-300x287.png" alt="Henning Bode 2 300x287 Gute Aussichten für die junge deutsche Fotografie" width="180" height="172" /></a><p class="wp-caption-text">Foto Henning Bode - Die Kinder des King Cotton, www.guteaussichten.org</p></div>
<p style="text-align: justify;">Er selbst beschreibt die Serie als einen Essay der ohne Erkl&auml;rung und Text auskommt und dennoch Zeugnis einer ganzen Bev&ouml;lkerungsgruppe gibt. Zum einen nutzt er das Medium Fotografie in seiner urspr&uuml;nglichsten Verwendung, n&auml;mlich dem Festhalten von situativen, realit&auml;tsgebundenen Momentaufnahmen. Auf diese Weise entstehen Eindr&uuml;cke von fr&ouml;hlich und ausgelassen bis verst&ouml;rend und bedenklich. Zum anderen sucht er in seinen intensiven Portraits die N&auml;he seiner neuen Bekanntschaften.</p>
<div id="attachment_7853" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Fabian-Rook-1.png"><img class="size-large wp-image-7853" title="Fabian Rook 1" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Fabian-Rook-1-1024x706.png" alt="Fabian Rook 1 1024x706 Gute Aussichten für die junge deutsche Fotografie" width="584" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Foto Fabian Rook, Desktop Evidence www.guteaussichten.org</p></div>
<p style="text-align: justify;">Von vor Ort bis weit weg. Orte zeigt auch <strong>Fabian Rook</strong>, der am heimischen Computer Screenshots von Google Streetview in Szene setzt („Desktop Evidence“). Ist das &uuml;berhaupt Fotografie, wird manch einer fragen. Sicherlich ein Grenzgang, aber auch er arbeitet mit realit&auml;tsgebundenen Momentaufnahmen und realistischer Darstellung. Gerade diese Merkmale der Fotografie unterl&auml;uft er jedoch dadurch, dass er die Bilder in entscheidender Weise bearbeitet und damit nicht nur Sinne t&auml;uscht, sondern auch Informationen manipuliert. Er spielt mit dem kollektiven Ged&auml;chtnis einer Internetgeneration, indem er Orte einem g&auml;nzlich anderen Kontext zuordnet. Das Einf&uuml;gen und Ver&auml;ndern einzelner Ausschnitte sowie die spezifische Auswahl des Bildausschnitts erm&ouml;glicht es die pr&auml;genden Merkmale des Ortes entscheidend zu ver&auml;ndern. So kann aus einer kargen Landschaft durch das Einf&uuml;gen toter Talibank&auml;mpfer ein Kriegsschauplatz des mittleren Osten werden sowie aus dem Bildausschnitt einer Kirche nach Einf&uuml;gen von Soldaten eine befestigte Grenze.</p>
<div id="attachment_7855" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Foto-121.jpg"><img class="size-large wp-image-7855" title="Foto-12" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Foto-121-e1359671537324-1024x764.jpg" alt="Foto 121 e1359671537324 1024x764 Gute Aussichten für die junge deutsche Fotografie" width="584" height="435" /></a><p class="wp-caption-text">Installationsansicht Saskia Groneberg &quot;B&uuml;ropflanze&quot;</p></div>
<p style="text-align: justify;">Von Manipulation bis Recherche. Fotografie hat viele Formen. In deutlichem Kontrast zu Rooks Umgangsweise mit fotografischen Elementen, nutzt <strong>Saskia Groneberg</strong> die Fotografie zur Untersuchung, Recherche und Forschung. In ihrer Serie „B&uuml;ropflanzen“ beobachtet, katalogisiert und inszeniert sie das gr&uuml;ne Gew&auml;chs, das so viele Tische, Nischen und Ecken deutscher Arbeitspl&auml;tze befallen hat. Neben der fotografischen Ann&auml;herung lies sie von Verfechtern deutscher B&uuml;ropflanzenkultur dar&uuml;ber hinaus Aufs&auml;tze &uuml;ber ihre Beziehung zu der jeweiligen Pflanze anfertigen. Ganz erstaunliche Details deutscher B&uuml;rokultur werden dabei zu Tage gef&ouml;rdert, manch einer wird sich psychoanalytische Schl&uuml;sse nicht verkneifen k&ouml;nnen. &Uuml;berzeugend ist die Arbeit vor allem auf Grund ihrer Konsequenz ein Objekt zum Thema zu machen, das wahrscheinlich in seiner bisherigen Existenz noch nie eine solche Aufmerksamkeit erfahren hat. Mutig und klug ein solches Detail in der Masse/im Brei der t&auml;glichen Umgebung zu entdecken. Auf humorvolle Weise erz&auml;hlen die Arbeiten viele Geschichten aus dem Alltag von Millionen von Arbeitnehmern.</p>
<p style="text-align: justify;">Von Botanik bis Erinnerung. Das archivarische Element findet sich auch bei <strong>Susann Dietrich</strong> wieder. Eine Sammlung von Objekten hat Susann Dietrich w&auml;hrend eines Auslandaufenthalts in Istanbul (2011) zusammengetragen, die sie auf dechiffrierte Weise in ihrer Serie „Das Singen der Perlmutt-Zirpe“ zeigt.</p>
<div id="attachment_7858" class="wp-caption alignright" style="width: 224px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Susann-Dietrich2.png"><img class="size-medium wp-image-7858" title="Susann Dietrich" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Susann-Dietrich2-214x300.png" alt="Susann Dietrich2 214x300 Gute Aussichten für die junge deutsche Fotografie" width="214" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Foto Susann Dietrich, Das Singen der Perlmutt-Zirpe www.guteaussichten.org</p></div>
<p style="text-align: justify;">Gemeinsam bilden die Gegenst&auml;nde eine Fundgrube f&uuml;r pers&ouml;nliche Erinnerungen und gleichzeitig ein Archiv einer vergangenen Zeit, das Eindr&uuml;cke, Erlebnisse und Gef&uuml;hle verwahrt. Diese Objekte spiegelt die K&uuml;nstlerin in einem kleinen Kristall auf einem Sockel wider, der durch seine geschliffenen Kanten lediglich ein gebrochenes Bild des Archivs zeigt. Das unterschiedliche Farbenspiel l&auml;sst keinen konkreten Gegenstand erahnen, sondern kann lediglich Ansto&szlig; f&uuml;r Fantasie sein, denn einzig die K&uuml;nstlerin wei&szlig; welcher Gegenstand im jeweiligen Bild der Kristallkugel kondensiert ist und welche Erinnerung dieser verwahrt. Gleiches gilt f&uuml;r die Objekte die als Installationen das Erinnerungsarchiv begleiten.</p>
<div id="attachment_7859" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Svetlana-Mychkine-1.png"><img class="size-large wp-image-7859" title="Svetlana Mychkine 1" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Svetlana-Mychkine-1-1024x698.png" alt="Svetlana Mychkine 1 1024x698 Gute Aussichten für die junge deutsche Fotografie" width="584" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Foto Svetlana Mychkine, Zuckerblau, www.guteaussichten.org</p></div>
<p style="text-align: justify;">Von Erinnerung bis Zukunft. <strong>Svetlana Mychkine</strong> zeigt in ihrer Serie „Zuckerblau“ russische Waisenkinder, die im Rahmen der Adoptionsgesetze j&uuml;ngst unfreiwillig Thema in der Politik geworden sind. Die K&uuml;nstlerin ist zeitweilige Bewohnerin der Waisenh&auml;user geworden, um eine Beziehung zu den Kindern aufzubauen. Anders h&auml;tten derart authentische und intime Aufnahmen wohl nie entstehen k&ouml;nnen. Lichtblick in einer unangenehmen Umgebung sind einzig die Kinder selbst.</p>
<div id="attachment_7860" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Svetlana-Mychkine-2.png"><img class=" wp-image-7860 " title="Svetlana Mychkine 2" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Svetlana-Mychkine-2-300x199.png" alt="Svetlana Mychkine 2 300x199 Gute Aussichten für die junge deutsche Fotografie" width="270" height="179" /></a><p class="wp-caption-text">Foto Svetlana Mychkine, Zuckerblau, www.guteaussichten.org</p></div>
<p style="text-align: justify;">Momente kindlicher Freude und Wohlbefinden stehen im v&ouml;lligen Kontrast zu einer funktionalen und kalten Einrichtung. Wenige Bilder und etwas Farbe sind h&ouml;chstens ein schlechter Versuch gewesen eine farbenfrohe Kinderwelt zu suggerieren. Lichtblicke in der Zukunft der Kinder? Fehlanzeige.</p>
<p style="text-align: justify;">Von Einsamkeit bis Loveparade. <strong>Jakob Weber</strong> reflektiert in seinen Bildern den eigenen Aufenthaltsort zum Zeitpunkt eines gesellschaftlichen Einschnitts durch eine Katastrophe und w&auml;hlt damit eine andere Art der zeitgeschichtlichen Dokumentation („In Gegenwart“). Seinen unaufgeregten Farbfotografien von verschiedenen Orten stellt er kleinformatige schwarz-wei&szlig; Bilder gegen&uuml;ber, die jeweils ein historisches Ereignis zeigen. Wem selber das Erleben von Katastrophen erspart geblieben ist, wird regelm&auml;&szlig;ig den eigenen Aufenthaltsort zur B&uuml;hne der Erinnerung machen. Dem spitzfindigen Beobachter fallen diverse Parallelen auf: W&auml;hrend 2002 in Erfurt am Gutenberg-Gymnasium durch die Sch&uuml;sse eines Sch&uuml;lers 17 Menschen zu Tode kommen, sitzt Jakob Weber selber in einem Schulzimmer. W&auml;hrend in Japan die gigantischen Wellen eines Tsunamis ein Atomkraftwerk &uuml;berrollen verweilt Jakob Weber an einer Promenade in Wien.</p>
<div id="attachment_7848" class="wp-caption aligncenter" style="width: 631px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Jakob-Weber-1.png"><img class="size-full wp-image-7848" title="Jakob Weber 1" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Jakob-Weber-1.png" alt="Jakob Weber 1 Gute Aussichten für die junge deutsche Fotografie" width="621" height="467" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Jakob Weber, In Gegenwart, www.guteaussichten.org</p></div>
<div id="attachment_7849" class="wp-caption aligncenter" style="width: 171px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Jakob-Weber-2.png"><img class="size-full wp-image-7849" title="Jakob Weber 2" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2013/01/Jakob-Weber-2.png" alt="Jakob Weber 2 Gute Aussichten für die junge deutsche Fotografie" width="161" height="121" /></a><p class="wp-caption-text">Japan, 11. M&auml;rz 2011</p></div>
<p style="text-align: justify;">Von Stuttgart bis Hannover. Von Nordamerika bis Mozambique. Von der B&uuml;ropflanze bis Google Streetview.  Von schwarz-wei&szlig; bis bunt. Von klassischem Stil bis Grenzg&auml;ngen fotografischer Technik. Von einem Spiegel aktueller Themen bis zu einem Querschnitt junger deutscher Fotografie. Das sind gute Aussichten f&uuml;r die &#8220;guten aussichten&#8221;.</p>

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		<title>Das ist keine Gruppenausstellung</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Dec 2012 05:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna Meinecke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Nat&#252;rlich, Kunst ist zeitlos und Kunst ist ortsungebunden und Kunst ist so frei wie nur irgendwas, aber das Jahr ist zu Ende und alle denken dr&#252;ber nach: Was war das hier eigentlich?“ J&#246;rg Heikhaus, Chef der heliumcowboy-Ranch, hat das nicht &#8230; <a href="http://www.gallerytalk.net/2012/12/das-ist-keine-gruppenausstellung.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">„Nat&uuml;rlich, Kunst ist zeitlos und Kunst ist ortsungebunden und Kunst ist so frei wie nur irgendwas, aber das Jahr ist zu Ende und alle denken dr&uuml;ber nach: Was war das hier eigentlich?“ J&ouml;rg Heikhaus, Chef der <a href="http://heliumcowboy.squarespace.com">heliumcowboy</a>-Ranch, hat das nicht nur sich und seine K&uuml;nstler gefragt, er hat es allen gezeigt. Mit PSYCHONOISEDESIRE endet das Kunstjahr der Neust&auml;dter Galerie. Jo Fischer, ADAMEVA und Alex Diamond &#8211; eine Standortbestimmung:</p>
<div id="attachment_7266" class="wp-caption aligncenter" style="width: 630px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/121128_psychonoisedesire_exhibition-views_img_2509.jpg"><img class="size-full wp-image-7266" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/121128_psychonoisedesire_exhibition-views_img_2509.jpg" alt="121128 psychonoisedesire exhibition views img 2509 Das ist keine Gruppenausstellung" width="620" height="931" title="Das ist keine Gruppenausstellung" /></a><p class="wp-caption-text">Jo Fischer #02 der Serie &#039;Psycho&#039; (2012) im selbstgefertigten Holzrahmen, Quelle: heliumcowboy</p></div>
<p style="text-align: justify">Jo Fischer ist PSYCHO</p>
<p style="text-align: justify"><a href="http://jofischer.com">Jo Fischer</a> setzt zum vermehrten Mal auf Serie. Mit seinen Fotografien hat er Eindr&uuml;cke aus der Psycobillyszene gesammelt. Fischer ist oldschool, ein waschechter Stra&szlig;enfotograf wie aus der ersten H&auml;lfte des 20. Jahrhunderts &#8211; und ein Geschichtenerz&auml;hler: Er h&auml;lt f&uuml;r diejenigen etwas fest, die nicht dabei sind. In einer Zeit in der jeder &uuml;berall auf den Ausl&ouml;ser dr&uuml;ckt, ist f&uuml;r ihn eine Verortung vielleicht besonders wichtig. St&auml;rker denn je hat Fischer bewiesen, dass es ihm gelingt, einen Rahmen f&uuml;r seine Arbeiten zu schaffen: er hat ihnen ein Haus gebaut, einen eigenen kleinen Rocabilly-Club. Der Kasten ist recycelt. Er war j&uuml;ngst Schauplatz eines weiteren Geniestreichs der Galerie: <a href="http://www.gallerytalk.net/tag/heliumcowboy-artspace">GEORGEHEARTSMARIA</a>. Fischer hat ihn mit Holz verkleidet und mit Samt ausgeh&auml;ngt. Seinen kleinformatigen Fotografien hat er Holzk&auml;sten gebaut &#8211; mit ordentlich Glitzer. Das kann man toll finden oder nicht. Wer sich darauf einl&auml;sst, erkennt jedenfalls den Zauber seiner Arbeiten: Jo ist dabei. &#8220;Damit n&auml;hrt er sich als K&uuml;nstler der Pr&auml;sentation seiner Arbeiten an&#8221;, sagt Heikhaus und blickt mit Spannung dem n&auml;chsten gro&szlig;en Projekt seines Sch&uuml;tzlings nach <a href="http://jofischer.com/herr-fischer-bittet-zu-tisch">&#8220;Herr Fischer bittet zu Tisch&#8221;</a> entgegen: Der &#8220;German Feierlichkeit&#8221;.</p>
<div id="attachment_7265" class="wp-caption aligncenter" style="width: 950px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/121122_noise_adameva_004img_2335.jpg"><img class=" wp-image-7265 " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/121122_noise_adameva_004img_2335.jpg" alt="121122 noise adameva 004img 2335 Das ist keine Gruppenausstellung" width="940" height="923" title="Das ist keine Gruppenausstellung" /></a><p class="wp-caption-text">ADAMEVA Disco zu Disco (2012), Acrylfarbe und Tape auf Fotopapier, Quelle: heliumcowboy</p></div>
<p style="text-align: justify">ADAMEVA sind Noise</p>
<p style="text-align: justify">Beim K&uuml;nstlerduo<a href="http://www.adamliebteva.de"> ADAMEVA</a> sei es weniger darum gegangen, eine starke Entwicklung zu zeigen, so Heikhaus. Vielmehr sei die Frage: &#8220;K&ouml;nnen sie den Spannungsbogen aufrecht erhalten?&#8221; Im April dieses Jahres erst deb&uuml;tierten die beiden Freundinnen, Marie Suberg und Larissa Kerner, mit ihren gro&szlig;formatigen Arbeiten in der Galerie. Zum Jahresende sind es wieder Selbstportraits. Genau vier an der Zahl, jede der beiden hat zwei davon gemalt. Wieder sind die Bilder poppig-knallig, alles gl&auml;nzt, wieder ist eine geh&ouml;rige Portion Gaffa-Tape im Spiel. Mit dem machen sie am Rand ihrer Malereien nicht halt. Wie gewohnt nehmen sie damit ihren gesamten Raum in Beschlag. Neu ist das Medium auf dem ihre Kunst stattfindet. Die Leinw&auml;nde sind Fotopapier gewichen. Das robuste Material ist f&uuml;r die Ewigkeit gemacht und bietet mit seiner hohen Haftung eine hervorragende Grundlage f&uuml;r die Arbeit mit Tape. Zwei Ausstellungen in einem Jahr &#8211; Heikhaus bezeichnet die Zusammenarbeit mit ADAMEVA als Crashkurs. &#8220;Die brauchen gar keine Zeit, weil da so viel Feuer dahinter ist&#8221;, sagt er. Diese Frauen haben den Mut, laut zu sein.</p>
<div id="attachment_7267" class="wp-caption aligncenter" style="width: 950px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/121115_repro_desire_sw-012_brit-01_img_2218.jpg"><img class="size-full wp-image-7267" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/121115_repro_desire_sw-012_brit-01_img_2218.jpg" alt="121115 repro desire sw 012 brit 01 img 2218 Das ist keine Gruppenausstellung" width="940" height="1504" title="Das ist keine Gruppenausstellung" /></a><p class="wp-caption-text">ALEX DIAMOND Trooper 4 (2012), Acryl auf Lambda-Druck, Quelle: heliumcowboy</p></div>
<p style="text-align: justify">Alex Diamond ist DESIRE</p>
<p style="text-align: justify">Von <a href="http://demoncatcher.com">Alex Diamond</a> gab es 2012 einiges zu sehen. Mit der <a href="http://tadmc.tumblr.com">Alex Diamond Mining Company</a> hat er seine Kunst der festgelegten Pers&ouml;nlichkeit dahinter beraubt und eine Marke an ihre Stelle gesetzt, seine <a href="http://demoncatcher.com/paint-draw/magazine-drawings-part-2-since-2012/">Magazine Drawings</a> wurden ihm aus der Hand gerissen, in die <a href="http://www.vivaconagua.org/index.htm?post&amp;id=1929">Millerntor Gallery</a> hat er einen <a href="http://demoncatcher.com/paint-draw/the-throne-2012/">Thron</a> gebaut. Dabei ging es handwerklich meist hoch her. &#8220;Ich hatte einfach Bock auf Ruhe&#8221;, sagt Heikhaus. Dies ist seit vielen Jahren die erste Ausstellung, f&uuml;r die er sich wieder hinter seinem Pseudonym hervor gewagt hat. &#8220;Ich hatte auch mal Lust, eine Zeit lang nicht zu schnitzen.&#8221; Deswegen zeigt er hinter wei&szlig;em Vorhang Schwarzwei&szlig;aufnahmen von attraktiven, leicht bekleideten Frauen mit Stormtrooper-Helm, diamond-typisch &uuml;berzeichnet mit den schwarze M&auml;nnchen mit den schlaksigen Armen. Er selbst hat sich auch unter die Maskentr&auml;ger geschmuggelt. Das sei aber mehr Zufall gewesen, sagt der K&uuml;nstler. Das Masken-Motiv zieht sich schon lange durch die Arbeiten Alex Diamonds. &#8220;Man kann eine Maske nehmen, um etwas zu verstecken, oder man kann eine Maske nehmen, um etwas zu verst&auml;rken oder es in einen komplett neuen Kontext zu bringen oder aber um zu uniformieren&#8221;, all diese Aspekte wolle er in seinen Werken vereinen, sagt der K&uuml;nstler.  Mit dem Stormtrooperhelm schafft er abermals eine Marke. Er bedient sich der Assoziationen, die diese bereits weckt, St&auml;rke, Macht, und setzt sie in einen neuen Kontext: Der abstruse Bann wundersch&ouml;ner Frauen, bei denen man nicht wei&szlig;, ob sie von der andersartig sch&ouml;nen Maske entstellt oder veredelt werden.</p>
<p style="text-align: justify">PSYCHONOISEDESIRE ist keine Gruppenausstellung. Es sind drei kleine Ausstellungen auf einer Fl&auml;che. Hier hat jeder sein Ding gemacht, aber das ging nur, weil alle zusammen gehalten haben. „Das ist hier nicht nur meine Ranch, das ist auch deren Ranch“, sagt Heikhaus. Alle Beteiligten sind eng befreundet. Niemand musste vorher wissen, wie die einzelnen Teile der Ausstellung am Ende aussehen w&uuml;rden. Heikhaus hat die Arbeiten von ADAMEVA selbst erst gesehen, als die K&uuml;nstlerinnen zum H&auml;ngen in die Galerie kamen.  Vertrauen ist das Stichwort, was es hier erm&ouml;glicht hat, vier K&uuml;nstlern ihren ganz eigenen Raum zu geben. &#8220;Oft fehlt uns K&uuml;nstlern ein gewisser Teil&#8221;, findet Heikhaus. &#8220;Das zu Ende Denken&#8221;. Man arbeite sich sein Leben lang an &#8220;der Sache&#8221; ab. Er ist hingegangen und hat gesagt: &#8220;Da setze ich mal ein Ausrufungszeichen hinter das Jahr.&#8221; Sch&ouml;n sieht das aus.</p>
<p style="text-align: justify">Samstag, den 15. Dezember ist leider auch schon Schluss. Von 13 -19 Uhr ist die <a href="https://www.facebook.com/events/312496218859174/">Finissage</a>. Es gibt Gl&uuml;hwein und vier der liebenswertesten K&uuml;nstler Hamburgs.</p>
<div id="attachment_7269" class="wp-caption aligncenter" style="width: 630px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/121212_PND_FINISSAGE_XMAS_FLYER-flat1.jpg"><img class="size-full wp-image-7269" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/121212_PND_FINISSAGE_XMAS_FLYER-flat1.jpg" alt="121212 PND FINISSAGE XMAS FLYER flat1 Das ist keine Gruppenausstellung" width="620" height="797" title="Das ist keine Gruppenausstellung" /></a><p class="wp-caption-text">Flyer f&uuml;r die Vernissage, Quelle: heliumcowboy</p></div>

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		<title>Das kann l&#228;ngst nicht jeder!</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Dec 2012 08:13:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Justus Duhnkrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg Review]]></category>
		<category><![CDATA[anselm reyle]]></category>
		<category><![CDATA[das kann ich auch]]></category>
		<category><![CDATA[deichtorhallen]]></category>
		<category><![CDATA[dirk luckow]]></category>

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		<description><![CDATA[„Das kann ich auch“, wie h&#228;ufig ist dieser Satz schon im Zusammenhang mit bildender Kunst gefallen und wie viel Aufwand kostet es jedes Mal den Beweis zu f&#252;hren, dass Kunst nicht durch Willk&#252;r, sondern Konzeption bestimmt wird. Malen nach Zahlen? &#8230; <a href="http://www.gallerytalk.net/2012/12/das-kann-laengst-nicht-jeder.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">„Das kann ich auch“, wie h&auml;ufig ist dieser Satz schon im Zusammenhang mit bildender Kunst gefallen und wie viel Aufwand kostet es jedes Mal den Beweis zu f&uuml;hren, dass Kunst nicht durch Willk&uuml;r, sondern Konzeption bestimmt wird. Malen nach Zahlen? „Das kann ich auch“. Mit Farbe eine Leinwand begie&szlig;en? „Das kann ich auch“. Heuballen mit Silberlack einspr&uuml;hen? „Das kann ich auch“. Porzellan zerbrechen? „Das kann ich auch“.</p>
<div id="attachment_6950" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/Anselm_Reyle__Ohne_Titel__6___2012-001.jpg"><img class=" wp-image-6950  " title="Anselm Reyle" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/Anselm_Reyle__Ohne_Titel__6___2012-001-150x150.jpg" alt="Anselm Reyle  Ohne Titel  6   2012 001 150x150 Das kann längst nicht jeder!" width="250" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Sch&uuml;ttbilder&quot; Anselm Reyle, Ohne Titel, 2012, Mischtechnik auf Leinwand,242 x 191 x 5,5 cm, Quelle: Deichtorhallen</p></div>
<div id="attachment_6951" class="wp-caption alignnone" style="width: 260px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/Reyle_ID11542.jpg"><img class=" wp-image-6951  " title="Reyle_ID11542" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/Reyle_ID11542-150x150.jpg" alt="Reyle ID11542 150x150 Das kann längst nicht jeder!" width="250" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Mei&szlig;enporzellan&quot;, Anselm Reyle, Ohne Titel, 2012, Porzellan in Glasvitrineca 33 x 77 x 37 cm, Vitrine 146 x 86 x 55 cm</p></div>
<p style="text-align: justify;">Mit der Ausstellung „Mystic Silver“ von Anselm Reyle unter dem kuratorischen Einfluss von Dirk Luckow, Intendant der <a href="http://www.deichtohallen.de" target="_blank">Deichtorhallen</a>, ist in der Halle f&uuml;r Aktuelle Kunst ein Vorbild f&uuml;r eben jenen Beweis entstanden, dass hochklassige zeitgen&ouml;ssische Kunst nicht ausschlie&szlig;lich auf technischen Fertigkeiten, sondern im Wesentlichen auf ausgereifter Konzeption basiert. Damit ist gemeint, dass unabh&auml;ngig von k&uuml;nstlerischen Fertigkeiten – die Reyle keinesfalls abgesprochen werden sollen, im Gegenteil – sich eine hervorragende Ausstellung durch ein stimmiges koh&auml;rentes Erlebnis auszeichnen kann. „Mystic Silver“ ist keine klassische Ausstellung in einem White Cube-Kontext, sondern nimmt den Besucher mit auf eine Reise der Sinneserfahrungen und schlie&szlig;t sich damit hervorragend an das interaktive Erlebnis des <a title="Horizon Field, Antony Gormley" href="http://www.gallerytalk.net/2012/04/horizon-field-antony-gormley.html">Horizon Field von Antony Gormley</a> an, das ungeahnte Besucherrekorde verzeichnete.</p>
<p style="text-align: justify;">Einerseits Reyles offener Arbeitsprozess (Mei&szlig;enporzellan, &#8220;Sch&uuml;ttbilder&#8221;) und andererseits der unterschwellige Formalismus der Ausstellung sind ausbalanciert. Letzteres beginnt mit der mathematischen Werkgruppe &#8220;Malen nach Zahlen&#8221; und gipfelt in der Raumkonzeption der 3200 qm Halle. Die Halle ist durch einen gigantischen Vorhang aus Silberfolie in zwei geteilt. Die vordere lichtdurchflutete Hallenh&auml;lfte („Lichthalle“) hat in der zweiten H&auml;lfte ihr durch Dunkelheit gepr&auml;gtes Pendent („Dunkelhalle“), in der Lichtquellen in die Werke integriert sind bzw. vornehmlich Schwarzlicht verwendet wird.</p>
<div id="attachment_6947" class="wp-caption alignnone" style="width: 1210px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/ReyleRogge_1570.jpg"><img class=" wp-image-6947   " title="ReyleRogge_1570" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/ReyleRogge_1570.jpg" alt="ReyleRogge 1570 Das kann längst nicht jeder!" width="1200" height="789" /></a><p class="wp-caption-text">Anselm Reyle: (v.l.) &quot;Streifenbild&quot;, Untitled, 2010. Eternity, 2009. &quot;Streifenbild&quot;, Ohne Titel, 2008/2009. Installationsansicht aus der Ausstellung MYSTIC SILVER, Foto: Henning Rogge / Deichtorhallen Hamburg</p></div>
<p style="text-align: justify;">Der Reihe nach. Am Eingang stimmt nicht nur die Ticketbox, sondern auch die vielen Bau-, Licht- und Arbeitsmaterialien auf die verwendete Materialvielfalt in Reyles Schaffensprozess ein. Im vorderen Teil der „Lichthalle“ steht Reflektion und Spiegelung im Vordergrund. Durch die Spiegelfolie geht von den „Streifenbildern“ eine besondere Ambivalenz aus, die durch die Bewegung des Betrachters vor dem Werk deutlich wird. Gleichzeitig wird man durch Ausschnitte seines eigenen verzerrten Spiegelbilds in das Kunstwerk mit einbezogen. Das gleiche gilt f&uuml;r die spiegelnden Skulpturen (bspw. Eternity), in denen das eigene Abbild vielfach wiedergespiegelt wird und auf diese Weise K&ouml;rperformen und Raumproportion verloren gehen. Ein &auml;hnliches Ph&auml;nomen zeigen die dahinter liegenden Arbeiten (ohne Titel), deren Oberfl&auml;che hinter dem Acrylglas durch seine unbestimmte Struktur und die daran gebrochenen Spiegelungen kaum wahrnehmbar ist. Auch ein Betrachten aus k&uuml;rzester Distanz bringt kaum einen Erkenntnisgewinn, so dass Formen und Farben unwirklich verborgen bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Umso mehr von Farbe gepr&auml;gt ist der &Uuml;bergang in die dunkle H&auml;lfte. Umgeben von gro&szlig;en neongelben Farbfl&auml;chen in deren Unendlichkeit man geneigt ist eintauchen zu wollen, zeigt sich hinter dem silbernen Vorhang der mit Spannung erwartete zweite Teil &#8211; die „Dunkelhalle“. Auch hier setzt sich zun&auml;chst die scheinbar allumgebende Farbfl&auml;che fort, allerdings mit Schwarzlicht in Szene gesetzt, so dass sp&auml;testens hier das Gef&uuml;hl einer mystischer Umgebung im Besucher aufsteigt. Insgesamt ist die Lichtstimmung bestimmendes Thema der zweiten Hallenh&auml;lfte.</p>
<div id="attachment_6948" class="wp-caption alignnone" style="width: 970px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/ReyleRogge_1511.jpg"><img class=" wp-image-6948 " title="ReyleRogge_1511" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/ReyleRogge_1511.jpg" alt="ReyleRogge 1511 Das kann längst nicht jeder!" width="960" height="718" /></a><p class="wp-caption-text">Anselm Reyle: Ohne Titel, 2008. Installationsansicht aus der Ausstellung MYSTIC SILVER, Foto: Henning Rogge / Deichtorhallen</p></div>
<p style="text-align: justify;">In die meisten Skulpturen sind Lichtquellen integriert, teilweise changierendes farbiges Licht oder auch kaltes Neonlicht. Wie hier zu sehen von Neonr&ouml;hren, die eine komplexes Puzzle aus Formen, Buchstaben und Symbolen bilden. Man mag an dieser Stelle den Vorwurf &auml;u&szlig;ern, dass auch die Neonr&ouml;hren einem schon vergangen Ready-made Charakter anh&auml;ngen, aber die kleinteilige filigrane H&auml;ngung und die je nach Blickwinkel variierende Formenvielfalt ist &uuml;ber solche Kritik l&auml;ngst erhaben. &Uuml;berhaupt wei&szlig; Reyle Ready-mades geschickt zu inszenieren, wie der leuchtend gr&uuml;ne Heuwagen und sein Pendent die silbernen Strohballen (Straw Bales) in der „Lichthalle“ zeigen.</p>
<div id="attachment_6949" class="wp-caption alignnone" style="width: 970px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/Anselm_Reyle__Heuwagen__2001_2008-001.jpg"><img class=" wp-image-6949 " title="Anselm Reyle" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/12/Anselm_Reyle__Heuwagen__2001_2008-001.jpg" alt="Anselm Reyle  Heuwagen  2001 2008 001 Das kann längst nicht jeder!" width="960" height="719" /></a><p class="wp-caption-text">Anselm Reyle, Heuwagen, 2001/2008, Fundst&uuml;ck 500 x 140 x 160 cm, Quelle: Deichtorhallen</p></div>
<p style="text-align: justify;">Ausgehend vom Material genauso wie von der origin&auml;ren Verwendung (i.S.d. Agrarwirtschaft) stehen beide Werke in einem krassen Kontrast zu den derben Stahltr&auml;gern und dem h&auml;ufig verwendeten Industrieschrott (Mystic Silver). Trotzdem st&ouml;rt sich die Wahrnehmung daran nicht, weil Licht und Umgebung diesen Kontrast wunderbar auffangen.</p>
<p style="text-align: justify;">Einmal mehr zeigt sich daran die gro&szlig;artige Vielfalt, was Material, Farben, Licht, Pr&auml;sentation, Konzept und Arbeitsweise angeht und diese Ausstellung einen Besuch absolut wert machen. Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Januar 2013 in der Halle f&uuml;r aktuelle Kunst (Deichtorhallen) zu sehen. Zur Ausstellung ist ein Katalog (deutsch/engl./franz.) mit zahlreichen Installationsaufnahmen sowie Texten von Friedrich von Borries, David Ebony und Dirk Luckow im DISTANZ Verlag erschienen.</p>

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		<title>Die Affordable Art Fair 2012 in Hamburg – Versprochen ist versprochen</title>
		<link>http://www.gallerytalk.net/2012/11/die-affordable-art-fair-2012-in-hamburg-versprochen-ist-versprochen.html</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Nov 2012 01:45:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Justus Duhnkrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg Review]]></category>
		<category><![CDATA[Affordable Art Fair]]></category>
		<category><![CDATA[emerging artists]]></category>
		<category><![CDATA[gudberg]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[kunstmesse]]></category>
		<category><![CDATA[late view]]></category>
		<category><![CDATA[oaf]]></category>
		<category><![CDATA[rebate hammer]]></category>
		<category><![CDATA[Vernissage]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Spannung war gro&#223; im Vorfeld der Messe. Zum ersten mal ist die Affordable Art Fair (AAF) in Deutschland zu sehen. Seit ihrer Gr&#252;ndung durch Will Ramsay 1999, hat sich die Messe f&#252;r erschwingliche Kunst zwischen 100 € und 5000 &#8230; <a href="http://www.gallerytalk.net/2012/11/die-affordable-art-fair-2012-in-hamburg-versprochen-ist-versprochen.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Spannung war gro&szlig; im Vorfeld der Messe. Zum ersten mal ist die <a href="http://www.affordableartfair.com" target="_blank">Affordable Art Fair (AAF)</a> in Deutschland zu sehen. Seit ihrer Gr&uuml;ndung durch Will Ramsay 1999, hat sich die Messe f&uuml;r erschwingliche Kunst zwischen 100 € und 5000 €, zu einem weitverbreiteten Netz &uuml;ber verschiedene Kontinente verkn&uuml;pft. In mittlerweile 15 St&auml;dten weltweit, wie u.a. in Los Angeles, New York, Mexico City, Hong Kong, Singapur, Amsterdam, Rom, Stockholm ist die Messe vertreten und erfreute sich seitdem &uuml;ber insgesamt ca. 1 Million Besucher.  In ihrer „Heimatstadt“ London wurde die AAF wiederholt mit dem „Cool Brand Award“ ausgezeichnet und ist im Begriff ihre F&uuml;hler auch noch in kaum erschlossene M&auml;rkte wie Neu Delhi (Indien) auszustrecken. Der unaufhaltsame Aufstieg kommt nicht von ungef&auml;hr, wenn man die AAF mit konventionellen Messekonzepten vergleicht. Nimmt man die Art Cologne erkennt man unschwer wie m&uuml;hselig sie sich zur&uuml;ck auf die Landkarte der bejubelten Kunstmessen gek&auml;mpft hat. Nicht zuletzt dank der New York Art Dealer Alliance (Nada) wurde 2012 die Art Cologne als Erfolg gefeiert. Mit der autonomen Ausstellung der Nada sollte das verblasste Flair einer internationalen und zukunftstr&auml;chtigen  Kunstmesse wiederhergestellt werden. Parallelen zur AAF? Internationalit&auml;t und Zukunftsorientierung geh&ouml;ren bei der AAF von vornherein zum Konzept. Allein die preisliche Obergrenze erlaubt es den Ausstellern weitestgehend nur junge, aufstrebende K&uuml;nstler auszustellen. Im pinken Gewand und mit gro&szlig;er Offenheit gegen&uuml;ber Jedermann braucht sich die AAF zuletzt Sorgen um ein verstaubtes Image zu machen. Aber reicht das um sich auf einen Vergleich mit den Gro&szlig;en einzulassen? Schlie&szlig;lich sollten die vielen positiven Worte auch durch qualitativ gute Kunst und interessante kuratorische Standpunkte gest&uuml;tzt werden.</p>
<div id="attachment_6711" class="wp-caption alignnone" style="width: 1034px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/11/AAF_Hamburg_0-1024x693.jpg"><img class="size-full wp-image-6711" title="AAF_Hamburg_0-1024x693" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/11/AAF_Hamburg_0-1024x693.jpg" alt="AAF Hamburg 0 1024x693 Die Affordable Art Fair 2012 in Hamburg – Versprochen ist versprochen" width="1024" height="693" /></a><p class="wp-caption-text">Impressionen einer Affordable Art Fair</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die ersten Eindr&uuml;cke und Kommentare auf der AAF waren durchaus gemischt. W&auml;hrend man bei 5000 Besuchern an nur zwei Tagen sicherlich davon sprechen kann, dass das Interesse in Hamburg gro&szlig; ist, war nicht jeder so hellauf begeistert, wie diejenigen, die mit gro&szlig;en pink eingewickelten Rahmen die Messe freudestrahlend verlie&szlig;en. Nat&uuml;rlich ist es die Jury, die &uuml;ber die Teilnahme der Galerien entscheidet, aber es sind die Galerien, die daf&uuml;r verantwortlich sind, was sie daraus machen. Es kommt also wie es kommen muss, einige Aussteller setzen mehr auf Quantit&auml;t als auf Qualit&auml;t. Anstatt sich f&uuml;r eine Linie oder ein klares Konzept einer Werkschau zu konzentrieren, bleibt bei dem ein oder anderen Messestand kein Quadratzentimeter wei&szlig;e Wand ungenutzt. Nicht ganz un&uuml;blich f&uuml;r eine Messe, die schlie&szlig;lich auch keine unwesentliche Standgeb&uuml;hr kostet und h&auml;ufig ein eher repr&auml;sentatives als ein ertragreiches Gesch&auml;ft ist, aber es bleibt ein Beigeschmack, wenn an einem Stand kein K&uuml;nstler mit mehr als einem Werk vertreten ist. Der Hang zur Publikumswirksamkeit &uuml;berwiegt dann auch schon mal den Anspruch der Aktualit&auml;t. Hyperrealistische Fotografien im Gro&szlig;format sind keine Entdeckungen des neuen Jahrzehnts. Und der Versuch eines Giacomettis in klein versucht vielleicht auch eher auf das aufzuspringen, was bei den Besuchern Wiedererkennungswert weckt. Nicht zuletzt deshalb ist von einigen Hamburger Galeristen mit Vorsicht auf die neue Messe reagiert worden, man m&uuml;sse erst einmal abwarten, was daraus wird. Namentlich &#8211; weil positiv &#8211;  hervorzuheben ist aus Hamburg insbesondere <a href="http://www.galerierenatekammer.de/" target="_blank">Renate Kammer</a>, die trotz vieler verschiedener Arbeiten eine ansprechende &auml;sthetische Gesamtkomposition vorstellt, in der  die einzelnen Werke mit einander harmonieren. Deutlich beliebter als bei den f&uuml;hrenden Hamburger Galerien, ist die AAF da schon in den Niederlanden und Spanien, in denen sie offenbar mit dem Standort Amsterdam auf ein offenes Publikum getroffen ist bzw. vom Niedergang des spanischen Kunstmarktes profitiert. Letzteres spannt den Bogen zu einem der Eckpfeiler des AAF Konzepts, dem angesprochenen Preisrahmen.</p>
<div id="attachment_6769" class="wp-caption alignnone" style="width: 810px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/11/Foto-3.jpg"><img class="size-full wp-image-6769" title="Foto-3" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/11/Foto-3.jpg" alt="Foto 3 Die Affordable Art Fair 2012 in Hamburg – Versprochen ist versprochen" width="800" height="479" /></a><p class="wp-caption-text">Verschiedene Arbeiten von Uwe Lewitzky, Galeria Gudberg</p></div>
<p style="text-align: justify;">Bei der Breite des Publikums st&ouml;&szlig;t der festgelegte Preisrahmen auf ebenso positive Resonanz wie das pinke Coporate Design, das gen&uuml;gend Besucher dazu veranlasst entsprechend aufzutragen. „Na, schon was gekauft“, ist wahrscheinlich der h&auml;ufigste Satz der f&uuml;r eine Begr&uuml;&szlig;ung oberfl&auml;chlicher Bekanntschaften ausnahmsweise ernster gemeint ist, als auf anderen Ausstellungser&ouml;ffnungen. Sich bei <a href="http://www.gudberg.de" target="_blank">Gudberg</a> eine Leinwand mit der Aufschrift „Niemand auf der Welt bekommt soviel dummes Zeug zu h&ouml;ren wie ein Bild in einer Ausstellung“, oder „Es gibt Seuche und Seuche und Sonne und Sonne“, ist sicherlich eine der g&uuml;nstigsten Variante, Worten Taten folgen zu lassen, aber auch die Seichteste.  Auf den zweiten Blick muss man leider noch mehr Fehler im System erkennen, wenn man bei einer Fotografie (!), die die obere Preisgrenze ber&uuml;hrt, eine Aufnahme aus einer Edition von 14 erwirbt, dann wei&szlig; man wie die Preisrechnung zu Stande gekommen ist.</p>
<div id="attachment_6702" class="wp-caption alignnone" style="width: 476px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/11/Foto-2-e1353078659945.jpg"><img class=" wp-image-6702 " title="Foto-2" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/11/Foto-2-e1353078721286.jpg" alt="Foto 2 e1353078721286 Die Affordable Art Fair 2012 in Hamburg – Versprochen ist versprochen" width="466" height="679" /></a><p class="wp-caption-text">Low Bros - State of Blind, 2011, Acryl und Spr&uuml;hfarbe auf Holz, 80 x 120 cm</p></div>
<p style="text-align: justify;">Alles also mehr Schein als Sein? Nein, dass sicherlich nicht. Es wird gehalten was versprochen wird. <a title="Interview mit Oliver L&auml;hndorf, Direktor Affordable Art Fair Hamburg" href="http://www.gallerytalk.net/2012/11/interview-mit-oliver-laehndorf-direktor-affordable-art-fair-hamburg.html" target="_blank">„Zeitgen&ouml;ssische Kunst bis 5.000 € in einem entspannten Rahmen zu genie&szlig;en“</a>, das kann man auf der AAF alle mal. Neben einer breiten Vielfalt an verschiedenen k&uuml;nstlerischen Medien, gekonnte musikalische Begleitung durch Lovegang und ein gut gelauntes Publikum ist auch die Ausstellung der Emerging Artists ein Highlight. Die Pr&auml;sentation der sechs Hamburger K&uuml;nstler Grit Richter, Stefan Sandrock, Martin Bronsema, Swen K&auml;hlert, Ki Yoon Ko im Duo mit Igor Maier und die Gebr&uuml;der Low Bros zeigt eine interessante Auswahl an Werken und bietet nebenbei bemerkt einen hervorragenden Katalog &#8211; klasse! So tr&auml;gt die AAF ihren Teil zum Diskurs &uuml;ber zeitgen&ouml;ssische Positionen lokaler K&uuml;nstler bei und schafft einen Mehrwert, der &uuml;ber die Freude am Entdecken, Kaufen und Diskutieren der Besucher hinausgeht. Ein Vergleich mit den &#8220;Gro&szlig;en&#8221; der Branche mag zu weit gehen, aber das was uns die AAF verspricht, h&auml;lt sie und bereichert den Hamburger Standort.</p>

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		<title>Meister des schnellen Strichs &#8211; Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Kr&#252;ger</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Oct 2012 04:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reiner Allgeier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Back in 7 Minutes – Unter diesem Titel ist dieser Tage bei Feinkunst Kr&#252;ger das moderne Gesicht der Zeichnung zu sehen. So der Anspruch der Ausstellung. In der Tat zeigt die Ausstellung eine Bandbreite an modernen Zeichnungen und ja, man &#8230; <a href="http://www.gallerytalk.net/2012/10/meister-des-schnellen-strichs-moderne-zeichnungen-bei-feinkunst-krueger.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6046" class="wp-caption aligncenter" style="width: 594px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/kr&uuml;gergal1.jpg"><img class="size-large wp-image-6046" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/kr&uuml;gergal1-1024x680.jpg" alt="kr&uuml;gergal1 1024x680 Meister des schnellen Strichs   Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Krüger" width="584" height="387" title="Meister des schnellen Strichs   Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Krüger" /></a><p class="wp-caption-text">Arbeiten von Patrick Farzar bei Feinkunst Kr&uuml;ger</p></div>
<p style="text-align: justify"><a href="http://www.feinkunst-krueger.de/index.php?id=27" target="_blank">Back in 7 Minutes </a>– Unter diesem Titel ist dieser Tage bei <a href="http://www.feinkunst-krueger.de/">Feinkunst Kr&uuml;ger</a> das moderne Gesicht der Zeichnung zu sehen. So der Anspruch der Ausstellung. In der Tat zeigt die Ausstellung eine Bandbreite an modernen Zeichnungen und ja, man trifft dabei auf wirklich interessante und abwechslungsreiche Arbeiten. Diese kommen frech, r&uuml;de oder humorvoll und farbig daher, aber auch feinsinnig und bisweilen mysteri&ouml;s. Es stellt sich dennoch die Frage: <strong>Kann uns diese Gruppenausstellung auch wirklich das moderne Gesicht der Zeichnung offenbaren?</strong></p>
<div id="attachment_5998" class="wp-caption aligncenter" style="width: 419px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/landsc1.jpg"><img class=" wp-image-5998 " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/landsc1-1024x899.jpg" alt="landsc1 1024x899 Meister des schnellen Strichs   Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Krüger" width="409" height="358" title="Meister des schnellen Strichs   Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Krüger" /></a><p class="wp-caption-text">Stefan Marx, Landscapes</p></div>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY"><strong>Daf&uuml;r spricht das spannende Wechselspiel zwischen den ausgestellten K&uuml;nstlern</strong>. Angefangen auf der langen ersten Wand zur Linken reihen sich die Arbeiten des Hamburger K&uuml;nstlers <a href="http://www.s-marx.de/" target="_blank">Stefan Marx.</a> Gewisserma&szlig;en bilden sie den Einstieg in die Ausstellung und lassen erahnen, was folgt: Schnelle Striche, spontane Umsetzung, die sich der Perfektion verweigert und auf den Moment konzentriert. Es handelt sich um direkte Kommunikation, die nicht umst&auml;ndlich sein muss. Dabei bedient sich Marx oft einer auf den ersten Blick kindlichen oder auch unbedarften Art des Zeichnens. Diese wird jedoch gepaart mit schwer zu entschl&uuml;sselnden Vagheiten, die den Betrachter zu einem zweiten Blick zwingen, so beispielsweise bei der geheimnisvoll anmutenden schwarz-wei&szlig;en Werkgruppe &#8220;Landscapes&#8221;.</p>
<div id="attachment_5989" class="wp-caption aligncenter" style="width: 360px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/DSC_0264.jpg"><img class=" wp-image-5989 " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/DSC_0264-680x1024.jpg" alt="DSC 0264 680x1024 Meister des schnellen Strichs   Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Krüger" width="350" height="527" title="Meister des schnellen Strichs   Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Krüger" /></a><p class="wp-caption-text">Patrick Farzar, Patrick Farzar Corner (verschiedene Arbeiten)</p></div>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY">Diesem ersten Abschnitt entgegengesetzt tritt die &#8220;<a href="http://www.patrickfarzar.com/" target="_blank">Patrick Farzar</a> Corner&#8221; in Erscheinung. Die Arbeiten des Hamburger K&uuml;nstlers  sind raffiniert in eine Ecke eingef&uuml;gt worden, die vom Eingang und von der ersten Wand nicht eingesehen werden kann. Dem nichts ahnenden Um-die-Ecke-Kommenden springen die Arbeiten somit unmittelbar und mit Wucht entgegen. Die &#8220;Farzar Corner&#8221; ist eine Ansammlung von Zeichnungen, unterschiedlich in Farbigkeit, Technik, Rahmung und Format. Hatte man sich gerade an das Schwarz-Wei&szlig; von Stefan Marx gew&ouml;hnt, so trifft dieses feingliedrige Gewirr einen v&ouml;llig anderen, lauten und st&uuml;rmischen Ton. &Auml;hnlich wie bei Stefan Marx sind viele der Zeichnungen von Spontanit&auml;t gepr&auml;gt, im Gegensatz jedoch von Ordnung und Einheitlichkeit befreit. Die Menge an kleinen Arbeiten und die Virtuosit&auml;t f&uuml;hren an den Rand zur &Uuml;berforderung, animieren aber gerade zum genauen Hinsehen.</p>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY">Wieder kommt es zu einem Wechsel: Die zarten Bleistiftzeichnungen des Newcomers <a href="http://antonengel.com/" target="_blank">Anton Engel</a> sind im Kontrast zu der Farzar Corner einheitlich angeordnet und in sich &auml;hnelnden Farben gehalten. Sie erinnern an Comics, derer typischen Stilmittel sich Engel konsequent bedient. Engel unterscheidet sich von den beiden K&uuml;nstlern zuvor durch eine sehr viel peniblere Zeichenweise. Die Zeichnungen sind durchformuliert und in ihren Kompositionen fest in der Bildfl&auml;che verankert. Man kann den Arbeiten damit sogar eine beruhigende Wirkung zuschreiben, man ist ja zuvor wachger&uuml;ttelt worden.</p>
<div id="attachment_5986" class="wp-caption aligncenter" style="width: 360px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/old-brother.jpg"><img class=" wp-image-5986 " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/old-brother-680x1024.jpg" alt="old brother 680x1024 Meister des schnellen Strichs   Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Krüger" width="350" height="527" title="Meister des schnellen Strichs   Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Krüger" /></a><p class="wp-caption-text">Patrick Farzar, Old Brother</p></div>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY">Dann kehrt Patrick Farzar mit Dynamik zur&uuml;ck: Das gro&szlig;formatige Werk „Old Brother“ zieht den Blick ohne M&uuml;he auf sich. Es handelt sich um eine Bleistiftzeichnung, die von der Ferne ein strenges M&auml;nnergesicht zeigt, welches sich von Nahem betrachtet als ein Gewirr aus Gesichtern, K&ouml;rpern, Grimassen und anderem herausstellt. Auch hier spielt Farzar mit dem Element der &Uuml;berfrachtung: Die unz&auml;hligen Details auf der gro&szlig;en Fl&auml;che lassen sich einerseits von Nahem kaum im Ganzen erfassen, von Weitem verschwimmen sie hingegen wieder zu einer grauen Masse, die Zeichnung ist schwer zu greifen.</p>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY">Die Arbeiten des K&uuml;nstlers <a href="http://www.puffandmagic.com/">Matt Lock</a> aus den USA sind in ihrer Technik wiederum sehr viel pr&auml;ziser und stellen skurrile und bisweilen bedr&uuml;ckende Szenen mit deformierten menschenartigen Gesch&ouml;pfen dar, die sich an ungew&ouml;hnlichen Schaupl&auml;tzen aufhalten. Das Ganze scheint in Surrealismus get&uuml;ncht, sieht jedoch nach Comic aus und vereint dabei auch Auschnitte aus Zeitschriften oder Zeitungen. Letztlich beschw&ouml;rt Matt Lock in seinen ausgestellten Arbeiten in bestechender Deutlichkeit eine unheimliche Welt herauf. Das angesprochene Wechselspiel macht sich deutlich bemerkbar und zieht sich weiter durch die gesamte Ausstellung.</p>
<div id="attachment_5993" class="wp-caption aligncenter" style="width: 419px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/4000.jpg"><img class=" wp-image-5993 " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/4000-680x1024.jpg" alt="4000 680x1024 Meister des schnellen Strichs   Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Krüger" width="409" height="615" title="Meister des schnellen Strichs   Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Krüger" /></a><p class="wp-caption-text">4000, verschiedene Arbeiten, Wand gestaltet von Stefan Vogel</p></div>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY"><strong>Daf&uuml;r sprechen auch die Variationen in der Pr&auml;sentation der Werke</strong>. Denn es liegt eine Aneinanderreihung von geordneten und ungeordneten aber ausdrucksstarken Arten der Pr&auml;sentation vor. So schon im Verh&auml;ltnis zwischen Marx und Farzar, aber vor allem bei den ausgestellten Arbeiten des K&uuml;nstlers <a href="http://www.viertausend.com/">4000</a> in einer Nische auf halber L&auml;nge des Raumes. Die Arbeiten von 4000 sind in einem Durcheinander mit Klebeband und Tackernadeln befestigt, eine Aldi-T&uuml;te verleiht dem ganzen eine plastische Komponente, in der Mitte prangen zwei neon-pinke Vogelwesen. Die Zusammenstellung wirkt impovisiert und spontan, sogar die Mappe, in der die Arbeiten aufbewahrt wurden, ist der H&auml;ngung einverleibt worden. Die Arbeiten selbst zeigen eine Bandbreite an Motiven, oft collagenartig zusammengesetzt mit malerischen Elementen, sehr kraftvoll und selbstbewusst. Durch die isolierte Position im Raum, einen die Nische &uuml;berspannenden Rundbogen aus Klebestreifen und die Akzentuierung durch eine einzelne Lichtquelle erh&auml;lt die zun&auml;chst wilde Ansammlung einen sakralen, ja altar-&auml;hnlichen Charakter. Dies steht im starken Kontrast zu den teilweise obsz&ouml;nen Inhalten,  wie zum Beispiel einer kleineren gerahmten Arbeit, mit der simplen Anweisung: &#8220;Drink, Paint, Fuck&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY">Die H&auml;ngung selbst stammt vom K&uuml;nstler Stefan Vogel, der bei den Vorbereitungen f&uuml;r die Ausstellung zugegen war und sich dazu berufen f&uuml;hlte, die Arbeiten von 4000 aufzuh&auml;ngen (<a href="http://www.feinkunst-krueger.de/index.php?id=25" target="_blank">Stefan Vogel wird mit Simon Hehemann</a> ab dem 04. November bei Feinkunst Kr&uuml;ger ausstellen). 4000 selber war zu diesem Zeitpunkt gar nicht anwesend, ist jedoch hellauf davon begeistert und kommentierte die H&auml;ngung beim ersten Anblick mit empor geworfenen Armen, so die Geschichte dahinter.</p>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY">Von Farzar wiederum stammt das Gewehr, welches sich mitten im Raum befindet (&#8220;1952&#8243;; s. Titelbild oben). Neben der eigentlichen Gestaltung durch eine feine Holzgravur, f&auml;llt auch hier die Pr&auml;sentation ins Auge. Es schwebt &uuml;ber einem etwas mehr als h&uuml;fthohen wei&szlig;en Sockel, an Nylon-Schn&uuml;ren befestigt. Auf den ersten Blick k&ouml;nnte man meinen der Sockel sei ein irgendwie geartetes tragendes Element. Aber nein, er stellt lediglich eine scheinbare Verbindung zwischen Boden und Ausstellungsst&uuml;ck. Dieser Effekt verleiht dem mit lachenden Gesichtern aber auch Totenk&ouml;pfen gravierten Gewehr gleichsam die Leichtigkeit und Spannung eines magischen Artefaktes, hier hat sich jemand Gedanken gemacht.</p>
<div id="attachment_5994" class="wp-caption aligncenter" style="width: 360px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/grrrrrr.jpg"><img class=" wp-image-5994 " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/grrrrrr-680x1024.jpg" alt="grrrrrr 680x1024 Meister des schnellen Strichs   Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Krüger" width="350" height="527" title="Meister des schnellen Strichs   Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Krüger" /></a><p class="wp-caption-text">Giezendanner, Paper Market Kairo</p></div>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY"><strong>Au&szlig;erdem ist die Ausstellung tats&auml;chlich international.</strong> Die Zeichungen <a href="http://www.grrrr.net/">Ingo Giezendanners</a> sind daf&uuml;r ein klares Beispiel. Er bewegt sich zwischen Vilnius, Kairo und Z&uuml;rich und zeichnet unscheinbare Orte und gibt damit sein eigenes urbanes Erlebnis wieder. Die Arbeiten sind mit solch ruhiger und pr&auml;ziser Hand gefertigt, dass sie von der Realit&auml;t losgel&ouml;st wirken und eine zweidimensionale F&auml;che aus schwarzen Linien und Farbfl&auml;chen bilden.</p>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY">Eine internationale Sprache spricht auch der Japaner <a href="http://www.kenkagami.com/" target="_blank">Ken Kagami</a>. Dieser reiht 24 bizarre Variationen von Snoopy in wei&szlig;en Rahmen aneinander, welche farblich mit den gegen&uuml;berliegenden Werken von Stefan Marx korrespondieren, man ist wieder bei Schwarz-Wei&szlig; angekommen. Snoopy fungiert hier als globalisiertes Wesen, eine Ikone bekannt zwischen Tokyo und Hamburg. Damit vollenden Kagamis Arbeiten die bereits angesprochene Internationalit&auml;t und verdeutlichen, dass Zeichnung nicht ortsgebunden ist, sie ist frei von geographischen Einschr&auml;nkungen und spricht den Betrachter auf einer direkten Eben an, kulturelle Barrieren werden spielerisch &uuml;berbr&uuml;ckt.</p>
<div id="attachment_5995" class="wp-caption aligncenter" style="width: 1554px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/kagami.jpg"><img class=" wp-image-5995  " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/kagami.jpg" alt="kagami Meister des schnellen Strichs   Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Krüger" width="1544" height="1025" title="Meister des schnellen Strichs   Moderne Zeichnungen bei Feinkunst Krüger" /></a><p class="wp-caption-text">Ken Kagami, o.T.</p></div>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY"><strong>Ein letzter jedoch essentieller Aspekt: Die Auswahl der K&uuml;nstler ist gelungen</strong>. Denn diese sind trotz einiger Gemeinsamkeiten alle Vertreter verschiedener Facetten der modernen Zeichnung. Damit spannt die Ausstellung einen Bogen von Stefan Marx bis hin zu Ken Kagami, mit zwei turbulenten Teilen, der &#8220;Farzar Corner&#8221; und der &#8220;4000-Nische&#8221;, dazwischen immer wieder Ruhigeres, weniger Hektisches. In diesem Raum solch verschiedene Eigenschaften ausgewogen nebeneinander zu bringen, ohne dass sie sich in Quere kommen, wird wohl die gr&ouml;&szlig;te Herausfornderung gewesen sein. Es hat funktioniert. Vor allem aber zeigt die Ausstellung die Rolle der modernen Zeichnung: Sie bietet ein Medium, welches unsere unmittelbare Umwelt in schnellen Strichen, ungehemmt und mit direkten Reaktionen aufnimmt und durch die Augen und Gedankenwelt der K&uuml;nstler widerspiegelt. Sie kann damit einerseits die Moderne dokumentieren und andererseits die Psyche einer ganzen Generation offenlegen.</p>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY"><strong>Somit ist die Antwort: Ja.</strong> Die Ausstellung kann zurecht den Anspruch erheben das moderne Gesicht der Zeichnung zu zeigen. Eine feine Auswahl an Arbeiten und eine ausbalancierte Abstimmung im Raum und in der Anordnung machen den Besuch von „Back in 7 Minutes“ zur Notwendigkeit f&uuml;r Liebhaber der modernen Zeichnung, und f&uuml;r alle anderen auch.</p>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY"><strong><a href="http://www.feinkunst-krueger.de/index.php?id=27" target="_blank">Back in 7 Minutes</a></strong></p>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY"><strong>Laufzeit</strong>: 07. &#8211; 27. Oktober 2012</p>
<p style="text-align: justify" lang="de-DE" align="JUSTIFY"><strong><a href="http://www.feinkunst-krueger.de/" target="_blank">Feinkunst Kr&uuml;ger</a></strong>, Kohlh&ouml;fen 8, 20355 Hamburg</p>

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		<title>Von Gestern und Heute</title>
		<link>http://www.gallerytalk.net/2012/10/von-gestern-und-heute.html</link>
		<comments>http://www.gallerytalk.net/2012/10/von-gestern-und-heute.html#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 06:56:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Justus Duhnkrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg Review]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[bucerius kunstforum]]></category>
		<category><![CDATA[fiktionen]]></category>
		<category><![CDATA[frieder burda]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[roberto matta]]></category>

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		<description><![CDATA[Die gro&#223;en K&#252;nstler verlieren nicht an Aktualit&#228;t? Jedenfalls nicht Roberto Matta. 10 Jahre nach dem Tod des chilenischen K&#252;nstlers (1911 – 2002), widmet das Bucerius Kunstforum  der Schaffenskraft Mattas die Ausstellung „Matta. Fitkionen“ und schreibt seinem Werk (zu recht) eine „verbl&#252;ffende Aktualit&#228;t“ &#8230; <a href="http://www.gallerytalk.net/2012/10/von-gestern-und-heute.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die gro&szlig;en K&uuml;nstler verlieren nicht an Aktualit&auml;t? Jedenfalls nicht Roberto Matta. 10 Jahre nach dem Tod des chilenischen K&uuml;nstlers (1911 – 2002), widmet das <a href="http://www.buceriuskunstforum.de/" target="_blank">Bucerius Kunstforum </a> der Schaffenskraft Mattas die Ausstellung „Matta. Fitkionen“ und schreibt seinem Werk (zu recht) eine „verbl&uuml;ffende Aktualit&auml;t“ zu. Wer es noch nicht getan hat, sollte sich also mit dem Œuvre Mattas n&auml;her befassen.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_5835" class="wp-caption aligncenter" style="width: 1034px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/MATTA_La_Commune_de_Paris_et_la_Revolution_francaise__um_1975-1024x5461.jpg"><img class="size-full wp-image-5835" title="MATTA_La_Commune_de_Paris_et_la_Revolution_francaise__um_1975-1024x546" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/MATTA_La_Commune_de_Paris_et_la_Revolution_francaise__um_1975-1024x5461.jpg" alt="MATTA La Commune de Paris et la Revolution francaise  um 1975 1024x5461 Von Gestern und Heute" width="1024" height="546" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Matta (1911-2002): La Commune de Paris et la Révolution française, um 1975, Fondazione Echaurren Salaris, Rom, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2012</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Roberto Matta, der trotz seiner engen Freundschaft zu Marcel Duchamp dem Pinsel treu blieb, wird &uuml;berwiegend den Surrealisten zugeordnet. Der hohe Grad an Abstraktion verlangt vom Betrachter einiges an Phantasie und ist nicht immer leicht zu erschlie&szlig;en. Dankenswerterweise helfen dem ein oder anderen Gedanken die Hinweise des Kunstforums auf die Spr&uuml;nge. Neben den thematischen Inhalten stellt Matta auch eine Beziehung seines Werks zum Raum her: Fiktionsr&auml;ume. Der Besucher versinkt in einem solchen Fiktionsraum, wie in Mattas f&uuml;nfteiligem Werk <em>Le Honni Aveunglant (1966)</em> oder in der absurden Atmosph&auml;re von Schwarzlicht und fluoreszierenden Farben <em>Les métaux fondus reviennent au feu de la teere (1988)</em>.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_5836" class="wp-caption aligncenter" style="width: 1034px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/ausstellung001-1024x6141.jpg"><img class="size-full wp-image-5836" title="ausstellung001-1024x614" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/ausstellung001-1024x6141.jpg" alt="ausstellung001 1024x6141 Von Gestern und Heute" width="1024" height="614" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Roberto Matta, Werkgruppe Le Honni Aveuglant; Foto: Ulrich Perrey</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Die Ausstellung, welche gemeinsam mit dem Frieder Burda Museum Baden-Baden entwickelt wurde, pr&auml;sentiert dem Besucher eine gro&szlig;z&uuml;gige H&auml;ngung vieler gro&szlig;fl&auml;chiger Gem&auml;lde. Die hohen dunklen W&auml;nde, die zuletzt noch das <a href="http://www.buceriuskunstforum.de/ausstellung/new-york-photography-1890-1950/?cHash=5067d96cb465c0b78c47fa4a5ce5caaa" target="_blank">New York des vergangenen Jahrhunderts</a> in d&uuml;sterer Atmosph&auml;re auferstehen lie&szlig;en, bringen die gewaltige Farbintensit&auml;t der Werke hervorragend zum Ausdruck. Farbe ist ein wichtiges Stilmittel in Mattas Werk, um verschiedene Bildzentren zu entwickeln. Gro&szlig;e verwischte Farbfl&auml;chen schaffen mehrere Bildmittelpunkte, w&auml;hrend sich eine klare Perspektive h&auml;ufig aufgrund &uuml;berspannender Liniennetze aufl&ouml;st. Mal versinkt das Motiv des Bildes in einem Chaos aus Farbfl&auml;chen, die von einem derartigen Zeichensystem &uuml;berlagert sind (<em>Locus Solus</em>, 1942/42), mal liegt der Fokus auf einer farbigen Inszenierung einer einzelnen zentralen Kraft (<em>L&#8217;ouverture de l&#8217;etre</em>, 1959). In diesem stilistischen Gegensatz ist der k&uuml;nstlerische Entwicklungsprozess Mattas Mitte des 20. Jahrhundert deutlich sichtbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Deutung liegt auf der Hand, dass Matta sich insbesondere in den 1940er Jahren mit den damals gegenw&auml;rtigen politischen Entwicklungen auseinandersetzte. Matta, der bereits seit 1938 im Exil in New York lebte, verfolgte die radikale F&uuml;hrung seines Heimatlandes, den spanischen B&uuml;rgerkrieg ebenso wie die Wehen des II. Weltkrieges. Angesichts dieser totalit&auml;ren Systeme ist es wenig verwunderlich, dass zunehmend Chaos und zentrale dekonstruktive M&auml;chte die Bildmotive Mattas beherrschen (<em>La Question 1960</em>, <em>L’Impecible 1957</em>).</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_5837" class="wp-caption aligncenter" style="width: 1034px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/Matta_L_Impencible._1957_01-1024x8661.jpg"><img class="size-full wp-image-5837" title="Matta_L_Impencible._1957_01-1024x866" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/Matta_L_Impencible._1957_01-1024x8661.jpg" alt="Matta L Impencible. 1957 01 1024x8661 Von Gestern und Heute" width="1024" height="866" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Matta (1911-2002): L´Impencible, 1957, Privatsammlung, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2012</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Zentrales Thema ist au&szlig;erdem Mattas Vision einer technisierten Zukunft und damit verbunden der Beziehung des Individuums zu seiner Umwelt. Zwischen den T&ouml;tungsmaschinen des zweiten Weltkriegs und den futuristischen Ufos der fr&uuml;hen Jahre seines Schaffens, werden in <em>Eros-océan</em> (1960) grunds&auml;tzliche philosophische Ans&auml;tze thematisiert. In &auml;hnlicher Weise inszenierten die Wachowski-Geschwister knapp 60 Jahre sp&auml;ter im Sciencefiction Epos &#8220;The Matrix&#8221; den Menschen in einer technisierten Umwelt. Der Mensch in einer technisierten Umgebung bzw. von Maschinen beherrscht, vermag nicht auszubrechen, um eine h&ouml;here (intelligible) Gedankenwelt im Sinne des platonischen H&ouml;hlengleichnis zu erreichen. Die Welt wie er sie sich selbst geschaffen hat, l&auml;sst keine geistige Entwicklung eines h&ouml;heren Bewusstseins zu. Schade.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_5838" class="wp-caption aligncenter" style="width: 1034px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/ausstellung010-1024x6021.jpg"><img class="size-full wp-image-5838" title="ausstellung010-1024x602" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/10/ausstellung010-1024x6021.jpg" alt="ausstellung010 1024x6021 Von Gestern und Heute" width="1024" height="602" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Ausstellungsansicht von Eros-océan (1960); Foto: Ulrich Perrey</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Die k&uuml;nstlerische Auseinandersetzung mit totalit&auml;ren Gesellschaftsformen, dem Individuum im Spannungsfeld von Machteinfluss und Technisierung werden wohl kaum an Aktualit&auml;t verlieren, so dass Roberto Mattas zeitlose Themen einen Besuch lohnen. Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Januar im Bucerius Kunstforum (Rathausmarkt 2) zu sehen. F&uuml;r weitere Veranstaltungen w&auml;hrend der Ausstellungsdauer siehe den <a title="Termine" href="http://www.gallerytalk.net/terminkalender.html" target="_blank">Terminkalender</a>. Der begleitende Katalog ist im Hirmer-Verlag erschienen und f&uuml;r 24,80 € im Handel erh&auml;ltlich.</p>

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		<title>Zeitgen&#246;ssisches h&#228;ngt auch in Frankfurt &#8211; Eine kleiner Ausflug</title>
		<link>http://www.gallerytalk.net/2012/07/zeitgenoessisches-haengt-auch-in-frankfurt-eine-kleiner-ausflug.html</link>
		<comments>http://www.gallerytalk.net/2012/07/zeitgenoessisches-haengt-auch-in-frankfurt-eine-kleiner-ausflug.html#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jul 2012 04:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna Meinecke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg Review]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[frankfurt am main]]></category>
		<category><![CDATA[Jeff Koons]]></category>
		<category><![CDATA[Liebeighaus]]></category>
		<category><![CDATA[MMK]]></category>
		<category><![CDATA[Museum für Moderne Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Schirn]]></category>
		<category><![CDATA[Skulpturen]]></category>
		<category><![CDATA[Städel Museum]]></category>

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		<description><![CDATA[Kunst kaufen kostet. Kunst ausstellen auch. Insbesondere wenn’s gut sein soll. Da hilft es nicht selten, dem Geld zu folgen. Das f&#252;hrt nach Frankfurt. Dort finden sich immer wieder gro&#223;artige Menschen, die ordentlich Kr&#246;ten investieren und damit tolle Ausstellungen erm&#246;glichen. &#8230; <a href="http://www.gallerytalk.net/2012/07/zeitgenoessisches-haengt-auch-in-frankfurt-eine-kleiner-ausflug.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Kunst kaufen kostet. Kunst ausstellen auch. Insbesondere wenn’s gut sein soll. Da hilft es nicht selten, dem Geld zu folgen. Das f&uuml;hrt nach Frankfurt. Dort finden sich immer wieder gro&szlig;artige Menschen, die ordentlich Kr&ouml;ten investieren und damit tolle Ausstellungen erm&ouml;glichen. Vier davon sollte man gesehen haben, eine kann man sich sparen. Ein kleiner Einblick:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Fotgrafie Total. Werke aus der Sammlung des MMK“ im Museum f&uuml;r Moderne Kunst</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Fotos-Gucken im MMK wird in diesem Sommer zum Besuch bei alten Freunden. Man kennt sich. Der Reiz des Neuen ist verpufft, der Glanz aber noch lange nicht ab. Thomas Demand, Jeff Wall, Thomas Ruff – der „Das-kenn-ich-doch“-Moment ist st&auml;ndiger Begleiter auf dem Weg durch die Ausstellung. F&uuml;hlt sich gut an.</p>
<p style="text-align: justify;">Nat&uuml;rlich zeigt das MMK seinen Besuchern auch Neues. Im Fokus steht konzeptionelle und Reportage-Fotografie. Einen besseren Kontext h&auml;tte man f&uuml;r die erstmalige Pr&auml;sentation der Serie „At War“ von Anja Niedringhaus nicht w&auml;hlen k&ouml;nnen. 60 Fotografien erz&auml;hlen auf best&uuml;rzende Art und Weise von den Menschen in Kriegsebieten.</p>
<div id="attachment_4303" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/07/niedringhaus_at_war1.jpg"><img class="size-medium wp-image-4303" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/07/niedringhaus_at_war1-300x196.jpg" alt="niedringhaus at war1 300x196 Zeitgenössisches hängt auch in Frankfurt   Eine kleiner Ausflug" width="300" height="196" title="Zeitgenössisches hängt auch in Frankfurt   Eine kleiner Ausflug" /></a><p class="wp-caption-text">Anja Niedringhaus, aus der Serie &quot;At War&quot;, 2009 mit freundlicher Leihgabe von Anja Niedringhaus</p></div>
<p style="text-align: justify;">„Fotografie Total“ setzt bekannte Werke neben Neuerwerbungen in einen frischen Kontext. Durch die Integration von Videoinstallationen, wie der Film „Commission“ des Niederl&auml;nders Erik van Lieshout, eine Analyse der Dynamik der M&auml;rkte angesiedelt zwischen sozialkritisch und humorvoll, er&ouml;ffnet die Ausstellung die Perspektive auf einen erweiterten Fotografiebegriff.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Jeff Koons“ – Statuen im Liebighaus, Gem&auml;lde in der Schirnkunsthalle</strong></p>
<p style="text-align: justify;">An einem Mann kommt man in Frankfurt dieser Tage nicht vorbei: der U.S. amerikanische K&uuml;nstler Jeff Koons hat Frankfurts Plakat-Fl&auml;chen seit Wochen fest in der Hand. Nicht ohne Grund. Koons ist mehr als der „&Uuml;-18“ Raum in der Schirn, in dem Gem&auml;lde h&auml;ngen, die ihn und seine damalige Partnerin, Porno-Darstellerin und sp&auml;ter Politikerin Ilona Staller, beim Sex zeigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Koons ist Spa&szlig;. Koons ist Mainstreem in Pop-Art verpackt ins Museum gestellt oder geh&auml;ngt. Koons glitzert, macht an oder st&ouml;&szlig;t ab – egal sein kann er einem irgendwie nicht. So einen &uuml;bergro&szlig;en, gl&auml;nzenden Seemann Popeye muss man sich nicht f&uuml;r’s heimische Wohnzimmer w&uuml;nschen. Koons Kunst ein entspannt physisches Erlebnis im Gegensatz zu abstrakter Konzeptkunst. Kann man genie&szlig;en.</p>
<div id="attachment_4252" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/07/lh_presse_koons_ausstellungsansicht_51.jpg"><img class="size-medium wp-image-4252 " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/07/lh_presse_koons_ausstellungsansicht_51-300x200.jpg" alt="lh presse koons ausstellungsansicht 51 300x200 Zeitgenössisches hängt auch in Frankfurt   Eine kleiner Ausflug" width="300" height="200" title="Zeitgenössisches hängt auch in Frankfurt   Eine kleiner Ausflug" /></a><p class="wp-caption-text">Jeff Koons The Sculptor Ausstellungsansicht © Liebieghaus Skulpturensammlung Frankfurt Foto: Norbert Miguletz</p></div>
<p style="text-align: justify;">Und wer mit kitschigen Zitaten an die Popkultur nichts anzufangen wei&szlig;, muss jedenfalls anerkennen, dass es ein hohes Ma&szlig; an Perfektion bedarf aus Zentner schwerem Stahl t&auml;uschend echte „Badetiere“ zu formen. Und er muss anerkennen, dass der intime Rahmen des Liebighauses eine spannende Kulisse f&uuml;r den Dialog zwischen antiken, mittelalterlichen oder barocken Exponaten und „Ikonen des Edelkitschs und der puren Oberfl&auml;chlichkeit“ (Danke, M. Hierholzer, FAZ) darstellt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Kunste zur Text“ in der Schirn Kunsthalle</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es kann nicht immer die Sonne scheinen. Michael Riedel hei&szlig;t der K&uuml;nstler, dessen Retrospektive in der Schirn zu sehen ist. Viel wei&szlig;, leer, bisschen schwarz und ein Applecomputer. Vorallem eine Menge Text. Damit erf&uuml;llen sich jedenfalls vom Ausstellungstitel geweckte Erwartungen. Das geschriebene Wort ist Ausgangspunkt f&uuml;r Riedles Kunst.</p>
<p style="text-align: justify;">Text wird zusammen gestrichen. Einzelne W&ouml;rter, die als Worte einmal Sinn stifteten werden auseinander gerissen, zum Beispiel alphabetisch geordnet, und dann auf Leinwand &amp; Co. neu sortiert. Das ist manchmal witzig, stets &auml;sthetisch und toll anzuschauen. Reproduktion hei&szlig;t die Riedelsche Guillotine, die &uuml;ber all den verschriftlichten Geistesblitzen h&auml;ngt, wenn die sich nicht bei drei auf irgendwelche B&auml;ume verkr&uuml;melt haben.</p>
<div id="attachment_4253" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/07/Schirn_Presse_Riedel_Ausstellungsansicht_3.jpg"><img class="size-medium wp-image-4253 " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/07/Schirn_Presse_Riedel_Ausstellungsansicht_3-300x152.jpg" alt="Schirn Presse Riedel Ausstellungsansicht 3 300x152 Zeitgenössisches hängt auch in Frankfurt   Eine kleiner Ausflug" width="300" height="152" title="Zeitgenössisches hängt auch in Frankfurt   Eine kleiner Ausflug" /></a><p class="wp-caption-text">Michael Riedel Kunste zur Text Ausstellungsansicht © Schirn Kunsthalle Frankfurt Foto: Norbert Miguletz</p></div>
<p style="text-align: justify;">Wiederholung kann man das nennen und vom St&ouml;ckchen geht es zum Steinchen und schlie&szlig;lich zum K&uuml;nstler gefangen im Kunstapparat. Oder man fragt sich, ob ein Text ins Unleserliche vom Inhalt befreit, vielleicht seinen Wert verliert. Riedel hat f&uuml;r seine Ausstellung auch die W&auml;nde der vorangegangenen Munch Ausstellung verwendet. &Uuml;berklebt. Sieht man auch noch. Ganz sch&ouml;n selbstbewusst so eine Reproduktion.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8220;Malerei in Fotografie. Strategien der Aneignung&#8221; im St&auml;del Museum</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Fotografie bezieht sich auf Fotografie und Malerei bezieht sich auf Malerei. Das ist Quatsch und das zweifelt auch schon lange keiner mehr an. Was der Fotoapparat den klassischen Kunstformen angetan hat, ist schon vieler Orts diskutiert worden. Im St&auml;del kann man jetzt bestens sehen, dass die Malerei auch schon &ouml;fters im Foto-Metier gew&uuml;tet hat. F&uuml;r diesen Aneignungsprozess gibt es ganz verschiedene Ans&auml;tze. Malerei kann wie bei Louise Lawler zum Gegenstand von Fotografie werden. Andere Foto-K&uuml;nstler bet&auml;tigen sich malerisch an ihren Werken. Oder ein Foto wird ein Zitat an die Malerei.</p>
<p style="text-align: justify;">Jeff Wall hat Manets <em>Bar in den Folies Bergère </em>nachgestellt. Doch sein Bild nach kunsthistorischem Vorbild ist Fiktion. Der Betrachter steht der &#8220;Barfrau&#8221; gegen&uuml;ber, doch er sieht, was die Kamera im Hintergrund des Bildes ihm gew&auml;hrt: ein Spiegelbild, doch nicht das eigene. Kein Mensch hat jemals wirklich gesehen, was diese Fotografie abbildet. Rechts im Bild dr&uuml;ckt Wall den Ausl&ouml;ser der mittig platzierten Kamera. Ein fotografischer Blick auf die Welt ist er&ouml;ffnet.</p>
<div id="attachment_4250" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/07/r_P_Wall_Women1.jpg"><img class="size-medium wp-image-4250 " src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/07/r_P_Wall_Women1-300x209.jpg" alt="r P Wall Women1 300x209 Zeitgenössisches hängt auch in Frankfurt   Eine kleiner Ausflug" width="300" height="209" title="Zeitgenössisches hängt auch in Frankfurt   Eine kleiner Ausflug" /></a><p class="wp-caption-text">Jeff Wall (*1946) Picture for Women, 1979 Gro&szlig;bilddia in Leuchtkasten, 142,5 x 204,5 cm Courtesy of the artist © Courtesy of the artist</p></div>
<p style="text-align: justify;">Das ist nur eine der vielen Schnitzereien die Hiroshi Sugimoto, John Baldessari, Otto Steinert, Wolfgang Tillmanns, Thomas Ruff und viele Weitere sich ausgedacht haben. Das St&auml;del hat sie auf gro&szlig;artige Art und Weise zusammen gebracht.</p>

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		<title>Innen- und Au&#223;enraumwahrnehmung im Kunstverein Hamburg</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jul 2012 04:07:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Justus Duhnkrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg Review]]></category>
		<category><![CDATA[Florian Baudrexel]]></category>
		<category><![CDATA[Kneeling Window]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstverein Hamburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Derzeit stellt Florian Baudrexel (*1968, lebt in Berlin) im Kunstverein Hamburg aus. Seine Rauminstallation nimmt im Erdgeschoss die hintere Halle ein. Neben einer Reliefarbeit an der Stirnseite des Raumes beansprucht vornehmlich die gro&#223;e in sich geschlossene Raumkonstruktion &#8220;Kneeling Window&#8221; die &#8230; <a href="http://www.gallerytalk.net/2012/07/innen-und-aussenraum-im-kunstverein.html">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Derzeit stellt Florian Baudrexel (*1968, lebt in Berlin) im Kunstverein Hamburg aus. Seine Rauminstallation nimmt im Erdgeschoss die hintere Halle ein. Neben einer Reliefarbeit an der Stirnseite des Raumes beansprucht vornehmlich die gro&szlig;e in sich geschlossene Raumkonstruktion &#8220;Kneeling Window&#8221; die Weitl&auml;ufigkeit der Halle und spielt mit den Gegens&auml;tzen von Innen- und Au&szlig;enraumwahrnehung. Die Installation ragt keilf&ouml;rmig in den Raum hinein und erinnert von au&szlig;en mit ihrer glatten wei&szlig;en Oberfl&auml;che an eine Festung, die jedoch in ihren Konturen teilweise nicht ganz von der (wei&szlig;en) W&uuml;rfelartigen Raum&auml;sthetik abzugrenzen ist und dennoch imposant und m&auml;chtig wirkt.</p>
<div id="attachment_3982" class="wp-caption alignright" style="width: 3380px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/06/Baudrexel_Install_4.jpg"><img class="size-full wp-image-3982" title="Ausstellung Florian Baudrexel im Kunstverein Hamburg" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/06/Baudrexel_Install_4.jpg" alt="Baudrexel Install 4 Innen  und Außenraumwahrnehmung im Kunstverein Hamburg" width="3370" height="2246" /></a><p class="wp-caption-text">Florian Baudrexel, Kneeling Window, 2012 Installationsansicht / installation view, Kunstverein Hamburg 2012 Foto / photo: Fred Dott / Kunstverein Courtesy Linn L&uuml;hn, D&uuml;sseldorf VG Bild-Kunst, Bonn 2012</p></div>
<p style="text-align: justify;">Im Gegensatz zu dieser &auml;u&szlig;eren Wahrnehmung erzeugt Baudrexel  durch seine Installation einen davon unabh&auml;ngigen Innenraum, bei dem ein ganz anderes Gef&uuml;hl entsteht, wenn man sich durch den S&auml;uleneingang ins Innere begibt. Die erste wahrnehmbare Ver&auml;nderung ist akustischer Natur. Durch die bis auf den schmalen Eingang geschlossene Installation verblasst der L&auml;rmpegel der st&auml;dtischen Infrastruktur und der Hall der Schritte ist mit einem Mal ged&auml;mpft. Durch die vorwiegend verwendeten Baumaterialien Pappe und Styropor stellt sich gleichzeitig eine ver&auml;nderte Geruchswahrnehmung ein, die auf die Raumwahrnehmung erheblichen Einfluss hat. Beide Komponenten tragen ma&szlig;geblich zum Gef&uuml;hl des Eintauchens in eine eigenst&auml;ndige Welt bei. In optischer Hinsicht f&auml;llt auf, dass wenn der Blick vom Eingang in den hinteren Raum der im Grundriss dreieckigen Konstruktion schweifet, die Farbvielfalt graduell zunimmt. Sind die Baumaterialien anfangs noch naturbelassen, sind sie anschlie&szlig;end wei&szlig; gef&auml;rbt und verwandeln  sich an der Stirnseite der Installation in zur&uuml;ckhaltende Farbfl&auml;chen. Durch die unterschiedliche Beleuchtung durch Raumlicht und Neonr&ouml;hre entsteht eine Abstufung von K&auml;lte zu W&auml;rme.</p>
<div id="attachment_3983" class="wp-caption alignright" style="width: 3380px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/06/Baudrexel_Install_10.jpg"><img class="size-full wp-image-3983" title="Ausstellung Florian Baudrexel im Kunstverein Hamburg" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/06/Baudrexel_Install_10.jpg" alt="Baudrexel Install 10 Innen  und Außenraumwahrnehmung im Kunstverein Hamburg" width="3370" height="2246" /></a><p class="wp-caption-text">Florian Baudrexel, Kneeling Window, 2012 Installationsansicht / installation view, Kunstverein Hamburg 2012 Foto / photo: Fred Dott / Kunstverein Courtesy Linn L&uuml;hn, D&uuml;sseldorf VG Bild-Kunst, Bonn 2012</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die von den W&auml;nden herausragenden Winkel und &uuml;berlappenden Elemente erzeugen Nischen und Winkel, die bei einer Begehung zu eigenen abgrenzbaren R&auml;umen werden. Die &uuml;berlappenden Wandelemente bilden teilweise schwer zug&auml;ngliche Nischen, in denen man Zuflucht und Geborgenheit finden kann. Die verspielte Konstruktion zeigt mit seinen Fl&auml;chen, Ecken, Kanten und Spitzen verschiedene geometrische Formen, die auch durch ihre H&ouml;he mitunter an h&ouml;hlenartige Gesteinsformationen erinnern.</p>
<div id="attachment_3984" class="wp-caption aligncenter" style="width: 3380px"><a href="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/06/Baudrexel_Install_1.jpg"><img class="size-full wp-image-3984" title="Ausstellung Florian Baudrexel im Kunstverein Hamburg" src="http://www.gallerytalk.net/wp-content/uploads/2012/06/Baudrexel_Install_1.jpg" alt="Baudrexel Install 1 Innen  und Außenraumwahrnehmung im Kunstverein Hamburg" width="3370" height="2246" /></a><p class="wp-caption-text">Florian Baudrexel, Kneeling Window, 2012 Installationsansicht / installation view, Kunstverein Hamburg 2012 Foto / photo: Fred Dott / Kunstverein Courtesy Linn L&uuml;hn, D&uuml;sseldorf VG Bild-Kunst, Bonn 2012</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die Ausstellung ist noch bis zum 2. September im Kunstverein Hamburg am Klosterwall 23 zu sehen.</p>

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