Berliner Kunstgriff
28.05. - 03.06.19

28. Mai 2019 • Text von

Diese Woche dreht sich alles um das Thema Positionierung: Bei Manuel Stehli geht es um Zwischenräume, Colin Self spielt mit Ambivalenzen, Marilia Furmans Kunst verbindet Politik und Poesie und Isabelle Schad versteht Körper in ständiger Metamorphose.

Manuel Stehli, „some kind of change“, Studio Picknick, 2019.

Am 31. Mai eröffnet im Studio Picknick die Einzelausstellung „some kind of change“ des Schweizers Manuel Stehli. Die Landschaften des Malers wirken kulissenhaft – klar und einfach in Form und Farbe; die Figurenkonstellation dagegen scheinen aus dem Moment heraus gegriffen – voll Spannung und Intimität. Stehli verzichtet auch hier auf zu viele Details; nur die Körpersprache seiner Figuren lässt den Raum offen für das Spiel menschlicher Interaktionen – zwischen den Figuren selbst ebenso wie zwischen den Betrachtern und den Werken.

WANN: Am Freitag, 31. Mai von 18 bis 21 Uhr.
WO: STUDIO PICKNICK, Potsdamer Straße 118 (Hinterhof), 10785 Berlin.

Colin Self, Siblings (Elation VI), 2018, Live-Performance MoMA PS1, New York. Foto: Maria Barranova © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Courtesy of the artist

„Subtext“ ist der erste Teil einer neuen Performance-Reihe des Künstlers und Komponisten Colin Self. Ausgehend von zusammengetragenen Schriften und Zitaten, die Selfs Album Siblings (2018) inspirierten, führt „Subtext“ Texte, Gesang und Bewegungen zu einer Abfolge wandernder Übungen oder „Spiele“ zusammen, die von einer Gruppe performt werden. Die Teilnehmerzahl pro Veranstaltung ist begrenzt. 

WANN: Am Freitag, 31. Mai und Samstag, 1. Juni. Einlass je ab 21 Uhr, Performance um 22 Uhr. Eintrittskarten können an der Kasse der JSC Berlin erworben werden.  Restkarten sind am Abend der Performance an der Abendkasse erhältlich. Eintritt: 10 Euro / 7 Euro.
WO: Julia Stoschek Collection, Leipziger Straße 60, 10117 Berlin.

Bei PSM eröffnet Marilia Furman ihre Ausstellung „wrong position“. In der Tradition südamerikanischer Konzeptkunst hinterfragt die brasilianische Künstlerin die Funktionsweise von Bildern innerhalb unserer gesellschaftlichen und politischen Strukturen und verbindet dabei nüchterne Beobachtung mit Ästhetik und Poesie.

Isabelle Schad, Reflection © Dieter Hartwig.

Die Vielen, die Entstehung von Gemeinschaft, die Treibkraft des Einzelnen innerhalb eines solchen Gebildes – all das drückt die Tänzerin und Choreographin Isabelle Schad in ihren Arbeiten aus. In „Reflection“, dem letzten Teil einer Trilogie über kollektive Körper, thematisiert und praktiziert eine Gruppe von Performer*innen das Wechselspiel zwischen individueller Freiheit und formgebender Gemeinschaft. Das Stück ist an vier Abenden im HAU 1 zu sehen.

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