Berliner Kunstgriff
22.05 - 29.05.18

22. Mai 2018 • Text von

Das 19. Poesiefestival bringt mit Kriwet und „Schreiben ist Zeigen“ zwei lyrische Ausstellungen in die Stadt. Abenteurer können sich zudem auf die Suche nach der verschollenen Wandmalerei von Eduardo Paolozzi machen, die gerade und nur für kurze Zeit auf der Straße zu sehen ist.

Kriwet

„Poem Painting 44“, 1964, Plastikbuchstaben, Acryl auf Leinwand, 202 x 302 x 3 cm, Courtesy BQ, Berlin

Bereits Kriwets erste literarische Arbeit 1961 Rotor untersuchte Sprache nicht nur auf ihre paradigmatischen Bedeutungszusammenhänge, sondern betrachtete sie vielmehr als konkretes visuelles und phonetisches Material. Als einer der ersten Multimedia-Künstler mischte er in den 60er und 70er Jahren Toncollagen, Filmmontagen und serielle Graphik. Sprache in ihrer Materialität war immer die Grundlage. Eine Woche lang ist Kriwet nun auch in Berlin Upstairs.

WANN: Die Eröffnung ist am Donnerstag, den 24. Mai ab 19 Uhr und die Ausstellung kann bis zum 31. Mai besichtigt werden.
WO: Galerie BQ, Weydingerstraße 10, 10178 Berlin.

Christiansen

Henning Christiansen. Die Freiheit ist um die Ecke, 2008.

Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung Schreiben ist Zeigen. Textbilder und -objekte aus der Edition Block widmen sich mit poetischen, politischen und konzeptuellen Strategien der Kunst, Worte sichtbar zu machen. Zu sehen sind unter anderem Joseph Beuys, Barbara Bloom, John Cage, Henning Christiansen und viele andere. 1964 eröffnet, realisierte die Edition Block ein umfassendes Grafik- und Multipleprogramm, bestehend aus Arbeiten mit Bezug zu Sprache.

WANN: Eröffnet wird ebenfalls am Donnerstag, den 24. Mai um 19 Uhr und die Ausstellung läuft bis zum 14. Juli. Am 28. Mai um 18 Uhr gibt es außerdem die Lesung Skip it if you can.
WO: Edition Block, Pragerstraße 5, 10779 Berlin

Paolozzi

Eduardo Paolozzi (c) Lynn Kühl

Längst verschollene Schätze tauchen auf, wenn in Berlin Bankgebäude abgerissen werden. Der Pop-Art-Künstler Eduardo Paolozzi malte im Januar 1977 das 990 Quadratmeter große Gemälde an die Fassade eines Hauses. 35 Jahre war das Kunstwerk versteckt und bald fällt es den Mauern des The Westlight-Berlin zum Opfer. Also nichts wie hin!

WANN: Seit kurzer Zeit und nur solange, bis das neue Gebäude steht.
WO: Kurfürstenstraße, Ecke Budapester Straße, 10787 Berlin.

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