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Der wöchentliche Gallerytalk – Kunstgriff (21.5. – 26.05.2013)

Nach einem langen und hoffentlich bewegten Wochenende empfiehlt es sich, die Kunstwoche erst einmal langsam angehen zu lassen, um dann ab Donnerstag voll durchzustarten. Der Gallerytalk-Kunstgriff verrät euch, wo die Neugierigen ihr wöchentliches Kunstbedürfnis stillen können.

Mehr Künstler, weniger Platz, steigende Mieten. Das kreative Klima der Stadt befindet sich in permanentem Wandel. Vor etwa einem Jahr zeigten die Kuratoren Sven Drühl und Christoph Tannert bereits einen Querschnitt des jungen künstlerischen Schaffens in Berlin, eine Momentaufnahme. Am Donnerstag, den 23. Mai, eröffnet im Künstlerhaus Bethanien nun die Fortsetzung: “Berlin.Status (2)”. Man kann davon ausgehen, dass sich die Lage im letzten Jahr noch etwas verschärft hat. Das hat laut Drühl und Tannert zur Hervorbringung “einer künstlerischen Stadtguerilla” geführt, “die sich mal aufgeregt, mal betulich und kompromissbereit gibt, die sich entweder mit unterschwelliger Aggressivität gegen die Politik auflehnt oder die Welt, die nicht in Ordnung ist, in eben dieser Unordnung ästhetisch thematisiert”. Unter den insgesamt 50 beteiligten Künstlern, alle Jahrgang 1978-1984, befinden sich u.a. Julius von Bismarck, Clemens Krauss, Sophia Pompéry, Robert Seidel und Despina Stokou.

Julius von Bismarck Punishment 3 Der wöchentliche Gallerytalk   Kunstgriff (21.5.   26.05.2013)

Julius von Bismarck, Punishment #3, 2011, Inkjet Print, 50 × 75 cm, Courtesy of Alexander Levy

Ein Porträt von Simone de Beauvoir, als Schwarzweißfotografie in einem Medaillon auf einem Dekoltee, das durch die es kontrastierende Häckeljacke nur noch aufreizender wirkt, das alles in Öl auf Leinwand. Zu sehen gibt es diese Akkumulation an Symbolen der Weiblichkeit und deren Dekonstruktion durch den Feminismus in der Einzelausstellung “Drop the thought” von Sabine Dehnel in der LSD Galerie. Dehnel spannt mittels einer Rauminstallation aus alten Häckeldecken, der just beschriebenen Malerei und einer Fotografie ein Feld auf, in dem über, ja, Weiblichkeit und Feminismus, aber auch über das Verhältnis von Subjekt und Gesellschaft, über Erinnerung und Wahrnehmung reflektiert werden kann. „Drop the thought“ eröffnet am Freitag, den 24. Mai.

Mona12 Diane 1024x760 Der wöchentliche Gallerytalk   Kunstgriff (21.5.   26.05.2013)

Sabine Dehnel: Mona XII, (Diane Arbus) 2013, C-Print, 80 x 105 cm, courtesy of LSD Gallery

Am Samstag, de 25. Mai, legen wir Euch gleich zwei Veranstaltungen ans Herz, die man auf keinen Fall verpassen sollte. In den KW – Institute for Contemporary Art eröffnet an diesem Abend die Einzelausstellung “Reparatur. 5 Akte” von Kader Attia. Dieses Schmuckstück sei hier nur kurz erwähnt, um es sich schon einmal fett in den Terminkalender zu kritzeln. Am Freitag gibt es dann mehr Details hierzu auf gallerytalk.net.

Nach einem Besuch in der Auguststraße sollte man dann gleich weiter zum Hamburger Bahnhof flitzen. Dort werden nämlich die Tore geöffnet, um eine Neupräsentation der Sammlung vorzustellen. Unter dem Titel “Body Pressure” wird der Werdegang der Gattung Skulptur und ihres Sujets ,des menschlichen Körpers, seit den 60er Jahren nachgezeichnet. Die mediale Öffnung und die Erweiterung des Materialiendepos führten zu einer widersprüchlichen und ästhetisch brüchigen Inszenierung des Körpers. Unterlegt wird diese These unter anderem durch Arbeiten von Bruce Nauman, Hans-Peter Feldmann, Paul McCarthy und Franz Erhard Walther.

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Der wöchentliche Gallerytalk-Kunstgriff (30.4. – 05.05.2013)

Natürlich gönnt sich die Berliner Kunstwelt selbst nach einem Wochenende voller Eröffnungen und sonstiger Spektakel wie dem vergangenen keine Pause. Wir von Gallerytalk ebenso wenig. Wer jedoch nach der Kunstbeschau am Wochenende erst mal ein wenig die müden Augen ausruhen möchte, kann dies gerne tun. Vorerst. Denn die neue Kunstwoche beginnt dieses Mal mit wärmster musikalischer Empfehlung.

Im Kammermusiksaal der Philharmonie wird sich am heutigen Dienstag, den 30. April, alles um Virtuosität drehen. Denkt man an den Begriff, kommt unter anderem der Name Niccolò Paganini in den Sinn. In seiner Figur als die Verkörperung von Virtuosität schlechthin bündeln sich die Charakteristika des Phänomens: die meisterhafte Beherrschung seines Metiers, das er durch permanente Überbietung und Transgression, ganz zum schaurigen Entzücken des Publikums, auszudehnen wusste. Für die Veranstaltung “VIRTUOSITY” hat Augustin Maurs nun namhafte Künstlerkollegen eingeladen, sich mit dem Konzertsaal und dem darin Erlebten auseinanderzusetzen. Mitgestaltet haben den Abend Saâdane Afif, Bethan Huws, Christoph Keller, Annika Larsson, Klara Lidén, Olaf Nicolai (feat. Elliot Sharp), Tracey Rose und Tino Sehgal. Die Veranstaltung ist unter anderem in Zusammenarbeit mit dem KW Institute for Contemporary Art und dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD entstanden. Für die Musik sorgt das Kammerensemble Neue Musik Berlin, Truike van der Poel und der Chor der Kulturen der Welt. Zur Veranstaltung geht’s hier entlang.

Berlinische Galerie Treppengalerie Nina Strassguetl Der wöchentliche Gallerytalk Kunstgriff (30.4. – 05.05.2013)

Berlinische Galerie, Treppenhalle © Foto: Nina Straßgütl

Am Donnerstag, den 02. Mai, wird die Talkreihe “Demonstrate!” in der Berlinischen Galerie fortgesetzt. Hierzu werden Künstler und Kulturschaffende aus Berlin eingeladen, ihre Arbeiten vorzustellen und über ihre Projekte zu sprechen. Diesmal spricht Thomas Eller mit Nina Pohl, ihrerseits Künstlerin, Gründerin und Kuratorin des Schinkel Pavillons über das Konzept und die Praktiken des Ausstellungsortes. Hier geht es zu “Demonstrate”.

Über die Funktionen und Möglichkeiten von Kunst im öffentlichen Raum wird gerne und viel debattiert. Fortgesetzt werden können die Diskussionen am Freitag, den 03. Mai, im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Dort eröffnet an diesem Abend die Ausstellung “Open Monument – vergängliche Denkmäler im öffentlichen Raum”. Die Hauptaufgaben von Denkmälern, nämlich die der Bedeutungsstiftung bestimmter historischer Ereignisse und des anhaltenden Erinnerns durch ihre vermeintliche Unvergänglichkeit, werden bei den Entwürfen und Projekten, die in der Ausstellung vorgestellt werden, grundsätzlich unterwandert. Es sind hierfür zehn vergängliche Interventionen und Architekturen an historisch belegten Orten in Berlin entstanden, die im Begleitprogramm zur Ausstellung mit den Künstlern selbst begangen werden können. So gibt es gleich am Samstag, den 4. Mai, eine Führung zu den einzelnen Orten. Weiter zu Open Monument geht’s hier.

Harun Farocki, Die Schulung, 1987

Eröffnung: Gruppenausstellung “Die Irregulären” in der n.g.b.k. am 19. April

Die Abweichung vom konventionellen Denken ist zum Modus Operandi der zeitgenössischen Arbeitswelt geworden. Zumindest in jenen sich stetig ausweitenden Sektoren, deren Produkte in erster Linie aus immateriellen Gütern und Dienstleistungen bestehen. Kreativität, Flexibilität und Öffentlichkeit werden in diesem Kontext zu unverzichtbaren Faktoren, die Menschen zu Performern.

Die Gruppenausstellung “Die Irregulären. Ökonomie des Abweichens”, die am heutigen Freitag, 19. April, in der n.g.b.k. eröffnet, beschäftigt sich mit der beschriebenen neuen Durchdringung von künstlerischen Strategien und anderen Bereichen des Lebens, in denen nun ebenfalls Virtuosität erwartet wird.

Irregulären Farocki 300x225 Eröffnung: Gruppenausstellung Die Irregulären in der n.g.b.k. am 19. April

Harun Farocki, Die Schulung, 1987, Quelle: http://tinyurl.com/dxxf7cx

Dabei sollen unterschiedliche Strategien des Abweichens – virtuose, dilettantische und nerdige – nebeneinandergestellt werden.

Um die Ausstellung herum wurde ein umfangreiches Begleitprogramm konzipiert. So gab es zu Beginn des Jahres eine wöchentlich Lesegruppe, die Beiträge zum Thema erarbeitete und diese zum Teil im Symposium “doing nerd. dilettantisch handeln, virtuos abweichen, stoisch heimsuchen!” am Sonntag, den 28. April, in der Heinrich-Böll-Stiftung vorgestellt.

Zudem erscheint ein Begleitbuch zur Ausstellung mit Beiträgen von Mercedes Bunz, Alice Creischer, Judith Siegmund, Christine Sun Kim, Kai van Eikels, Uwe Wirth u.a.

In “Die Irregulären. Ökonomie des Abweichens” werden Arbeiten von Arturo Hernández Alcázar, Anna Bromley, Bill Dietz, Marcelo Expósito, Harun Farocki, Michael Fesca, Karin Harrasser/Alexander Martos, Fabian Hesse, Klara Hobza, Folke Köbberling/Martin Kaltwasser, Wolfgang Müller, Prinz Gholam und Nasan Tur zu sehen sein.

Die Irregulären. Ökonomie des Abweichens
n.g.b.k.
Laufzeit: 20. April – 02.Juni 2013

WANN: Die Vernissage startet am Freitag, den 19. April, um 19 Uhr. Vom Samstag, den 20. April, bis zum Sonntag, den 2. Juni könnt ihr euch “Die Irregulären” dann zu den üblichen Öffnungszeiten angucken gehen – immer So-Mi 12-19 Uhr und Do-Sa 12-20 Uhr.
WO: Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. (n.b.g.k.), Oranienstr. 25, 10999 Berlin

 

Ming Wong, Still from Life of Imitation, (2009), Dual-channel video installation, colour, sound, Duration of Loop: 13 minutes, Courtesy: Carlier Gebauer, Berlin

Eröffnung: Ausstellung “Between the Lines” am Montag, 15. April

Zwei Fliegen mit einer Klappe klatschen, ist in der Regel ein feines Ding. So auch hier: Das Projekt „Between the lines“ will Forum sein für einen künstlerischen wie akademischen Dialog zwischen Nord und Süd, Europa und Afrika, Deutschland und Südafrika.

In Zwischenräumen ist oftmals das Wesentliche, Aufschlussreiche zu finden. Hier wird übersetzt, übertragen, weitergegeben, manipuliert und kodiert. Räume zwischen den Zeilen, den Geschlechtern, den Kulturen.

Sich jenen interkulturellen Räumen wie Leerstellen widmend, eröffnet die Ausstellung „Between the Lines“ am Montag, 15. April im ehemaligen Gebäude des Tagesspiegels in der Potsdamer Str. 77–87. In der Gruppenausstellung werden Arbeiten von 10 internationalen Künstlern, unter anderem Candice Breitz, Asta Gröting und Ming Wong zu sehen sein.

Ming Wong 300x167 Eröffnung: Ausstellung Between the Lines am Montag, 15. April

Ming Wong, Still from Life of Imitation, (2009), Dual-channel video installation, colour, sound, Duration of Loop: 13 minutes, Courtesy: Carlier Gebauer, Berlin

Anlässlich des laufenden Deutsch-Südafrikanischen Jahres der Wissenschaft wurde das Projekt „Between the Lines“, bestehend aus zwei Symposien in Kapstadt und Braunschweig, sowie der Ausstellung in Berlin konzipiert.

Die beteiligten Künstler sind Ulf Aminde, Yael Bartana, Candice Breitz, Gabrielle Goliath, Asta Gröting, Nandipha Mntambo, Athi-Patra Ruga, Penny Siopis, James Webb und Ming Wong. Kuratiert wird das Ganze von Eva Scharrer. Und weil ihr genauso kleine Geier seid, wie wir es sind: Streicht euch auch noch Samstag, den 20. April, im Kalender an. Da heißt es: „Meet the Artist“.

Between the Lines
Laufzeit: 16. April – 19. May 2013

Wann: Eröffnung am Montag, 15. April, 18 – 21 Uhr
Wo: Ehemaliges Gebäude des Tagesspiegels
Potsdamer Straße 77–87
10785 Berlin

Bild: http://www.betweenlines.co.za/documents/BTL_Booklet_GER_web.pdf

BATTLEFIELD, 2010, Stove-enamelled aluminium plate with war toys, courtesy the artist

Der wöchentliche Gallerytalk-Kunstgriff (09.04. – 14.04. 2013)

Gerade noch erholt und beschenkt vom sonnigen Wochenende, hat die neue Kunstwoche längst begonnen. Wer sich gestern bereits bei „Macht Kunst“ aufgewärmt hat, kann die nächsten Tage gleich weitermachen. Der Gallerytalk Kunstgriff verrät, wo es hingehen kann.

Am heutigen Dienstag, 09. April wird bei Thomas Schulte der in der letzten Woche angelaufene Zyklus „Achtzehn Ausstellungen“ des Künstlers Michael Müller mit dem Titel „Prolog: Skizze einer Ausstellung. Vom Problem heute zeitgenössisch zu sein“ fortgesetzt. Die Reihe ist der Versuch Müllers sich 2013 an Musils Roman Der Mann ohne Eigenschaften auf mimetische Weise anzunähern. Der Zyklus wird sich bis 2014 ausdehnen, und man darf auf das Ergebnis des Prozesses gespannt sein.
Hier geht es zur Ausstellung

Am Mittwoch, 10. April eröffnet im Haus der Kulturen der Welt der Salon für ästhetische Experimente in Zusammenarbeit mit der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften an der Universität der Künste Berlin. Bis Oktober werden pro Monat zwei Stipendiaten ihre Projekte vorstellen, die sich mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten künstlerischer und wissenschaftlicher Arbeitsweisen auseinandersetzen. Den Beginn macht Tanja OstojiÄ mit „Lexicon of Tanja OstojiÄ“. Ostojic hat hierfür Frauen gesucht, die denselben Namen tragen und diskutiert mit ihnen deren Migrationsweg und die Arbeitsbedingungen, denen sie unterworfen sind, in Beziehung zu Identitäts- und Geschlechterfragen.
Weiter zum Salon

Carsten Nicolais Ausstellung „crt mgn“ eröffnet am Donnerstag, 11. April bei Eigen + Art. Nicolai baut auf eine Performance auf, die er 2007 zu Ehren des damals verstorbenen Nam June Paik erstmals aufführte. Er griff dabei Paiks berühmte Installation „Magnet TV“ auf. Nun hat Nicolai in eine Installation in den Galerieräumen in der Auguststraße (?)entworfen, die das Prinzip der magnetischen Verzerrung um die Elemente Licht und Klang erweitert.
Weiter zu Eigen + Art

gallerytalk 300x138 Der wöchentliche Gallerytalk Kunstgriff (09.04. – 14.04. 2013)

BATTLEFIELD, 2010, Stove-enamelled aluminium plate with war toys, courtesy the artist

„ALLES WIRD GUT.“ Wann? Am Samstag, 12. April in Nikolaus Eberstallers Einzelausstellung bei Whiteconcepts. In seiner Installation „Battlefield Love Memorial“ wird der Schritt vom „Menschen in seiner tiefsten Unkultur“ hin zum „Menschen in seinem tiefsten Urwunsch“, nämlich Liebe, begangen. Ob dabei tiefste Tiefen, höchste Höhen oder gerade der Moment der Transformation des einen ins andere im Zentrum stehen, liegt im Auge, bzw. der Perspektive des Betrachters.
Hier entlang zu Whiteconcepts

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Forschungsprojekt “Former West” im Haus der Kulturen

Bereits am Montag eröffnete im Haus der Kulturen der Welt die Präsentation des Projektes Former West mit Lectures von unter anderen Boris Groys und Hito Steyerl. Noch bis zum Sonntag werden dort zahlreiche Lesungen, Workshops und Performances zu sehen sein, die man dem Programm entnehmen kann.

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Hito Steyerl, I Dreamed a Dream: Politics in the Age of Mass Art Production, Lecture‐Performance, © Marcus Lieberenz / Haus der Kulturen der Welt

Um was es dabei geht verrät die Ankündigung:

„Obwohl die Ereignisse von 1989 die Welt in ihren Grundfesten erschütterten, hielt der Westen hartnäckig an der Fiktion seiner eigenen Überlegenheit fest. FORMER WEST untersucht, wie die zeitgenössische Kunst diese Fiktion aus den Angeln zu heben vermag und zugleich die Zukunft neu denken kann.

FORMER WEST ist ein transdiziplinäres Forschungsprojekt (2008-2014) mit dem Ziel einer kritischen Neuinterpretation unserer Geschichten seit dem Ende des Kalten Krieges. Grundlage sind künstlerische Vorstellungen der „Formerness“, die sich den selbstgewissen Hegemonien des so genannten „Westens“ auf globaler Ebene widersetzen. Im Bestreben Einfluss auf das Selbstverständnis der Gegenwart zu nehmen und die Zukunft als Möglichkeitsraum zurückzuerobern, initiiert FORMER WEST fortlaufende Gespräche zwischen Künstlern, Theoretikern, Studierenden, Aktivisten und anderen Interessierten. Dabei versucht das Projekt ein neues Licht auf die zeitgenössische Kunst im Kontext aktueller Entwicklungen in Gesellschaft und Politik zu werfen.“

Quelle: Haus der Kulturen der Welt

Sarah Schönfeldt,"LSD", 2012, aus der Reihe "All you can Feel", Bildquelle: http://ngbk.de/development/index.php?option=com_content&view=article&id=272:it-is-only-a-state-of-mind&catid=130&Itemid=331&lang=de

Der wöchentliche Gallerytalk Kunstgriff (26.2. – 3.3.)

Auch in dieser Woche sind die Veranstaltungskalender dieser Stadt wieder voller Events. Damit die Auswahl etwas leichter fällt, hier einige Highlights.

Die Kunstwoche beginnt am Mittwoch, 27. Feburuar mit der Präsentation des von Ute Meta Bauer herausgegebenen n.b.k.-Bandes Kuratorische Praxis, einer Sammlung von Gesprächen und Interviews, die Bauer begleitend zu ihrer Tätigkeit als Professorin, Kuratorin und Künstlerin zusammengetragen hat. In der Buchhandlung Walther König an der Museumsinsel wird es eine Einführung durch den Leiter des n.b.k. Marius Babias, sowie ein Podiumsgespräch mit Bauer und Sabeth Buchmann mit anschließender Diskussion geben.
Zur Veranstaltung

Am Donnerstag, 28. Februar eröffnet die District Kunst- und Kulturförderung den zweiten Teil ihrer Reihe (Dis)playing paper, hours and constellations. Dabei handelt es sich um Ausstellungsexperimente, die ihren Ausgangspunkt in künstlerischen Schrift- und Bilddokumenten haben. Inwieweit jene Dokumente als Skripte, Skizzen oder Partituren für räumliche Situationen und Handlungsmotivationen funktionieren, wird im Rahmen der Ausstellungen durchexerziert. Der Titel VOLUME as a score bezieht sich auf das französische Magazin VOLUME. What You See Is What You Hear, das sich mit dem Verhältnis zwischen Formen des Sichtbaren und Formen des Klangs in der zeitgenössischen Kunst beschäftigt. Die bisherigen Ausgaben des Magazins dienen den Kuratoren Anne-Lou Vicente und Raphaël Brunel als Fundus, aus dem Arbeiten ausgewählt und in eine räumlich-dingliche Partitur überführt werden. Los geht es um 19 Uhr.
Zu District

b 350 250 16777215 00   images stories Ausstellungen Archiv 2013 it is only 300x243 Der wöchentliche Gallerytalk Kunstgriff (26.2.   3.3.)

Sarah Schönfeldt,"LSD", 2012, aus der Reihe "All you can Feel", Bildquelle: http://ngbk.de/development/index.php?option=com_content&view=article&id=272:it-is-only-a-state-of-mind&catid=130&Itemid=331&lang=de

Wer sich am Freitag, 1. März an die Grenzen des vermeintlich Erklärbaren und darüber hinaus begeben möchte, sollte bei der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst vorbeischauen. Dort eröffnet ab 19 Uhr die Gruppenausstellung It’s only a state of mind. Ausgehend von der These, dass es sich bei unseren Wahrnehmungen, Perspektiven und Beurteilungen darüber, was real ist, um unseren jeweiligen „state of mind“ handelt, untersuchen die zwölf ausgewählten Künstler das Subjektive und Unbewusste. Beteiligte KünstlerInnen sind unter anderen: Annie Goh, João Maria Gusmão & Pedro Paiva, Michal Heiman, Joachim Koester, Ofri Lapid und Ute Waldhausen.
Zur NGBK

Nur noch wenige Tage bis es für das C/O endgültig Bye bye Mitte heißt. Um sich den Umzug etwas zu erleichtern, wird am Samstag, 2. und Sonntag, 3. März ein Book Bazaar im Alten Postfuhramt stattfinden, bei dem man sich auf so manchen Schatz aus den Archiven freuen darf.
Zum C/O

Bildquelle: Ausstellungsankündigung It’s only a state of mind des nbk

Shahar Marcus, Leap of faith (Filmstill), 2010, Courtesy: Shahar Marcus, Braverman gallery, Bildquelle: http://www.hausamwaldsee.de/index.php?lang=de

Der wöchentliche Gallerytalk Kunstgriff (7.2. – 11.2.)

Auch in dieser Woche gibt es neben der 63. Ausgabe der Berlinale einige Kunsthighlights, die man nicht verpassen sollte.
Wer am heutigen Donnerstag den Weg zum Haus am Waldsee auf sich nimmt, hat dort zum einen die Gelegenheit sich Ina Webers Ausstellung Hier anzusehen, in der sich die Künstlerin mittels ihrer architektonischen Plastiken mit gesellschaftlichen Utopien des 19. und 20. Jahrhunderts und deren Zusammentreffen mit heutigen Metropolen auseinandersetzt.
Zum anderen werden die Werke Webers an diesem Abend in Dialog gesetzt mit Videoarbeiten des aus Israel stammenden Künstlers Shahar Marcus. Der Künstler wird bei dem Gastscreening im Haus am Waldsee selbst anwesend sein, und einige seiner Arbeiten kommentieren. Das Screening beginnt um 19:30, Eintritt 7 Euro.
Hier geht es zur Veranstaltung

shahar Marcus1 300x168 Der wöchentliche Gallerytalk Kunstgriff (7.2.   11.2.)

Shahar Marcus, Leap of faith (Filmstill), 2010, Courtesy: Shahar Marcus, Braverman gallery, Bildquelle: http://www.hausamwaldsee.de/index.php?lang=de

Am Freitag, 08. Februar eröffnen in der Galerie Buchmann zwei erstklassige Ausstellungen. Zum einen wird eine Präsentation des renommierten Künstlers Tony Cragg, seinerseits Rektor der Kunstakademie Düsseldorf, gezeigt. Waldzimmer wird in der Buchmann Box in der Charlottenstraße 75 zu sehen sein.
In den Galerieräumen selbst wird Tatsuo Miyajima seine transmedialen Installationen im Rahmen der Ausstellung Life (Rhizome) zeigen.
Zur Galerie Buchmann

Ebenfalls am Freitag gibt es Fünf oder sechs einfache Sachen und Schule für Unsichtbarkeit bei Aanant & Zoo. Bei diesem wunderbaren Titel handelt es sich um die Einzelausstellung von Jochen Dehn, die von wöchentlichen Performances begleitet wird. In diesem Rahmen bezieht Dehn mit Vorliebe Objekte mit ein, die er vor Ort findet und die dann Gegenstand für multiple Transformationen werden, wie die Ausstellungsankündigung verrät.
Zu Aanant & Zoo

Wenn nach diesem Abend noch keine kulturellen Ermüdungserscheinungen zu spüren sind, kann es am Samstag, 09. Februar gleich weiter in die Potsdamer Str. 63 gehen. Dort eröffnet die Galerie Michael Janssen ihre neuen Räumlichkeiten mit der Ausstellung Every Corner of the Soul von Assaf Gruber. Der Ausstellungstitel bezeichnet gleichzeitig eine Installation Grubers. Er ist einer Vorlesung Foucaults entnommen, die sich mit der Generierung von Subjektivität in unserer Kultur beschäftigt. Ein Topos, dem sich auch Assaf Grubers skulpturale Arbeiten anzunähern versuchen.
Weiter zur Ausstellung

Zu erwähnen ist auch, dass Peres Projects am Samstag die Ausstellung GAY TOWN des allseits gehypten James Franco  präsentiert. Der Filmemacher / Künstler / Poet wird ebenso anwesend sein. Themen wie Adoleszenz, private und öffentliche Rollenkonstrukte wurden von Franco vielseitig bearbeitet. In der Ausstellung sind vor allem Werke aus den letzten beiden Jahren zu sehen.
Weiter zu Peres Projects

Am Sonntag, 10. Februar wird es sich lohnen, zwischen 11 und 13 Uhr Blain |Southern einen Besuch abzustatten, denn dort werden neue Arbeiten von Douglas Gordon gezeigt. Unter dem Titel Sharpening Fantasy wird die ehemalige Produktionshalle des Tagesspiegels in einen experimentellen, audiovisuellen Raum transformiert, innerhalb dessen das Werk Gordons die Kollisionen zwischen Europa und ‚Orient‘, Perzeption und Voreingenommenheit, Begehren und Befürchtungen aufzeigt.
Weiter zu Blain |Southern

The Feverish Library

Eröffnung: The Feverish Library (continued), Sa, 19.1. bei Capitain Petzel

Am heutigen Samstag, 19.1. ab 18 Uhr eröffnet bei Capitain Petzel die Gruppenausstellung The Feverish Library (continued). Die Künstlerliste setzt sich aus wohlbekannten Namen zusammen, deren ausgewählte Werke sich thematisch und konzeptuell mit dem Buch als Kulturgegenstand auseinandersetzen.
Die beteiligten Künstler sind: John Baldessari, Erica Baum, Barbara Bloom, Jonathan Callan, Clegg & Guttmann, Eli Cortiñas, Natalie Czech, Kajsa Dahlberg, Diango Hernández, Candida Höfer, Hervé Humbert, Margarete Jakschik, Martin Kippenberger, Rachel Khedoori, Anouk Kruithof, Oliver Laric, John Latham, Robert Longo, Sara MacKillop, Olaf Nicolai, Oehlen / Goetz, Michalis Pichler, Peter Piller, Stephen Prina, Amy Sillman,John Stezaker, Jeff Wall, Christopher Williams.

Feverish Library front image 182x300 Eröffnung: The Feverish Library (continued), Sa, 19.1. bei Capitain Petzel

The Feverish Library

Ein Auszug aus dem Text zur Ausstellung verrät:

„Ich muß Sie bitten, mit mir in die Unordnung aufgebrochener
Kisten, in die von Holzstaub erfüllte Luft, auf den zerrissenen Papieren
bedeckten Boden, unter die Stapel (. . .) sich zu versetzen . . .“

- Walter Benjamin, Ich packe meine Bibliothek aus

Die Gruppenausstellung The Feverish Library (continued) mit Werken von 28 Künstlern ist eine Weiterführung der von Matthew Higgs kuratierten Ausstellung The Feverish Library bei Petzel Gallery 2012 in New York.

Der Titel basiert auf Jorge Luis Borges Text Die Biblliothek von Babel. Die ausgewählten Werke teilen die Prämisse der Idee des Buches in seiner konzeptuellen, psychologischen und kulturellen Form. Zu den Künstlern aus New York, die neue Arbeiten präsentieren, wie Erica Baum und Robert Longo, sind Werke von zumeist in Berlin lebenden Künstlern wie Natalie Czech, Oliver Laric und Eli Cortiñas hinzugekommen.

Die Reichweite der unterschiedlichen Arbeiten entspricht der Komplexität des Themas. Einige Werke thematisieren das Medium des gedruckten Buches – sein Potenzial und zugleich seine Grenzen im digitalen Zeitalter und seinen Status als Artefakt oder als Vorbote des Wissens. Andere beschäftigen sich mit Bibliotheken als Räume in denen private und öffentliche Formen des Wissens vereint werden.

The Feverish Library
Laufzeit: 19. January – 23. February, 2013

Capitain Petzel
Karl-Marx-Allee 45
10178 Berlin
www.capitainpetzel.de

Quelle Text und Bild: Homepage Capitain Petzel

 

Nasan Tur, "Nekerman", 2008, zu sehen in der Ausstellung "Selected Artists 2012" in der NGBK

Der wöchentliche Gallerytalk Kunstgriff (15.01. – 21.01.2013)

Auch im neuen Jahr werden wieder viele spannende und sehenswerte Ereignisse auf uns kunstbegeisterte Berliner warten. Um der Vielzahl an Ausstellungseröffnungen, Vorträgen und anderen Veranstaltungen gerecht zu werden, wird das Berliner Gallerytalk Team ab heute neben den Reviews und Interviews jeden Dienstag eine erlesene Auswahl an Veranstaltungen für die laufende Woche zusammenstellen. Diese setzt sich aus persönlichen Empfehlungen sowie weiteren Events, die man nicht verpassen sollte, zusammen.

Los geht es am Donnerstag, 17.01. um 19 Uhr im Haus der Kulturen der Welt mit dem Vortrag „Das Bild hinter dem Bild“ – zur Lage der Kunst in China. Es ist die erste Veranstaltung der gleichnamigen Reihe. Die Universität der Künste wird zu diesem Zweck über den Zeitraum eines Jahres unterschiedliche Kulturschaffende aus China einladen, die versuchen werden im Rahmen von Lesungen, Diskussionen und Workshops hierzulande einen differenzierten Blick auf die chinesische Kunstlandschaft zu generieren.
Wie hoch die qualitative Messlatte angesetzt ist, lässt sich bereits am ersten Gast ablesen. So wird der Künstler und Kunstprofessor Qiu Zhijie, Kurator der diesjährigen 9. Shanghai Biennale den Auftakt bilden. Falls man es also an diesem Donnerstag nicht ins Haus der Kulturen schaffen sollte, darf man zumindest auf die Folgeveranstaltungen gespannt sein.
weiter zur Veranstaltung

Am Freitag , 18.01. wird der interessierte Vernissagenbesucher vor die Qual der Wahl gestellt, denn für diesen Abend sind einige spannende Ausstellungseröffnungen angesetzt. Hier das ein oder andere Highlight:
Die diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten des Arbeitsstipendiums Bildende Kunst des Berliner Senats werden in der Ausstellung Selected Artists 2012 ab 19.00 Uhr in der NGBK präsentiert. Beteiligte KünstlerInnen sind: Semir Alschausky, Erik Bünger, Libia Castro & Ólafur Ólafsson, Sunah Choi, Raphael Danke, Patrycja German, Erik Göngrich, Jan Peter Hammer, Alexandra Hopf, Claudia Kapp, Susanne Kriemann, Mirko Martin, Olivia Plender, Harry Sachs und Nasan Tur.
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nasan tur 300x219 Der wöchentliche Gallerytalk Kunstgriff (15.01.   21.01.2013)

Nasan Tur, "Nekerman", 2008, zu sehen in der Ausstellung "Selected Artists 2012" in der NGBK

Wer sich auf den Weg nach Kreuzberg ins Künstlerhaus Bethanien macht, hat von 19.00 – 22.00 Uhr die Gelegenheit der Eröffnung von fünf Einzelpräsentationen beizuwohnen. Gezeigt werden:
eine Retrospektive von Klaus Hähner-Springmühl, Sharon Houkema, Hyein Lee, Joris van de Moortel und Aiko Tezuka.
weiter zum Künstlerhaus Bethanien
Nordenhake zeigt eine Einzelpräsentation des isländischen Konzeptkünstlers Hreinn Friðfinnsson, dessen Arbeiten als poetische und philosophische Erkundungen alltäglicher menschlicher Erfahrung bezeichnet werden können. Eröffnung ab 18.00 – 20.30 Uhr.
weiter zur Galerie Nordenhake

Am Samstag, 19.01. wird es sich lohnen, bei Capitain Petzel vorbeizuschauen. Dort eröffnet von 18.00 – 20.30 Uhr der zweite Teil des Ausstellungsprojektes The feverish library. Eine Gruppenausstellung, deren Werke wie es der Titel vorwegnimmt, thematisch um das Buch als Gegenstand konzeptueller, psychologischer und kultureller Ansätze kreisen.
Beteiligte KünstlerInnen sind u.a. John Baldessari, Barbara Bloom, Candida Höfer, Hervé Humbert, Martin Kippenberger, John Latham, Robert Longo, Olaf Nicolai, Peter Piller, John Stezaker und Jeff Wall.
weiter zu Capitain Petzel

Bildquelle: Ausstellungsankündigung der NGBK