Morgen (20. Oktober) eröffnet um 19 Uhr die Ausstellung Ars Viva 12/13 – Systeme mit Arbeiten von Simon Denny, Melvin Moti und des Künstlerduos Özlem Günyol & Mustafa Kunt im Neuen Museum Nürnberg.
Adresse: Neues Museum, Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg, Klarissenplatz, 90402 Nürnberg.
Öffnungszeiten: 20.10.2012 – 13.01.2013, Dienstag bis Sonntag: 10 – 18 Uhr, Donnerstag: 10 – 20 Uhr.
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Industrie (BDI) vergibt alljährlich Förderpreise an junge Künstler. Mit diesem Preis ist die Wanderausstellung ars viva verbunden, die in drei namhaften Museen im In- und Ausland eine Werkauswahl der jeweiligen Preisträger zeigt. Zudem werden ein zweisprachiger Katalog und eine Künstleredition herausgegeben, das Preisgeld ist je Künstler auf 5.000 Euro dotiert.
2012/13 geht der ars viva-Preis für Bildende Kunst an Simon Denny (geb. 1982), Melvin Moti (geb. 1977) und an das Künstlerduo Özlem Günyol & Mustafa Kunt (geb. 1977 und 1978).
Die Themen der ars viva wechseln jährlich und spiegeln aktuelle Tendenzen in der zeitgenössischen Kunst wieder. In diesem Jahr stand die Auslobung unter dem Begriff „Systeme“. Systeme strukturieren unser Leben, bieten die Möglichkeit des Vergleichs und sind Kriterium und Gegenstand jeder Wissenschaft. Kunst aber kann Systeme entlarven, überspitzen, in neue Modelle transformieren und unsere Wahrnehmung der Welt infrage stellen.
Der in Berlin lebende, neuseeländische Künstler Simon Denny untersucht mit seinen Videoarbeiten, Skulpturen und Installationen zeitgenössische Informationssysteme. Dabei geht er der Frage nach deren sozialen Implikationen und Wirkungsmechanismen nach und entwickelt eine Kunstform als Mischung aus Forschungsprojekt, Verkaufsdisplay und Marketingkampagne. Im Fokus steht dabei die Verbreitung, Streuung und Konsumierung von Bildern über verschiedene mediale Kanäle, insbesondere über das Fernsehen.
Melvin Moti, niederländischer Künstler und in Rotterdam und Berlin lebend, beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit optischen Phänomenen und der Frage, wie das menschliche Gehirn Informationen wahrnimmt und verarbeitet. In seinen Filmarbeiten, die stets im 35mm-Format entstehen, untersucht er zudem, wie wissenschaftliche und historische Prozesse unsere Bildkultur beeinflussen.

Melvin Moti, The Prisoner’s Cinema, 2008, 35mm film, color optical sound, 22 minutes / 900 meters; Quelle: http://www.meyer-riegger.de/de/index.php?cat=artist&artist_id=132&no=10

Özlem Günyol & Mustafa Kunt, Flag-s, 2009 Thermal transfer print, 105 x 150 cm; Quelle: http://www.gunyol-kunt.com/flag-s
Die Künstler Özlem Günyol und Mustafa Kunt, beide in der Türkei geboren und in Frankfurt/Main lebend, arbeiten seit 2005 als Duo zusammen. In ihren Videos, Skulpturen, Fotografien und Performances hinterfragen sie die Strukturen gesellschaftlicher und politischer Systeme und die damit verbundenen Konstruktionen von Identität. Repräsentationsformen von individueller und kollektiver Zugehörigkeit sowie die politische Machtinszenierung sind dabei Kernbereiche ihrer Arbeit.
Quelle: Pressetext Neues Museum Nürnberg; http://www.nmn.de/833.0.html





