Nürnberg

GoGaTa – 2. Gostenhofer Galerietage

Dieses Wochenende (13. & 14. Oktober 2012) finden im Nürnberger Stadtviertel Gostenhof zum zweiten Mal die Gostenhofer Galerietage statt.

Adresse: 13 Ausstellungsorte, genau nachzulesen unter http://in-goho.de/index.php?id=70; auch Gostenhof selbst wird zum Ausstellungsort für einige Arbeiten.

Öffnungszeiten: 13. und 14. Oktober 2012, 14 – 18 Uhr.

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Flyer für GoGaTa 2012; Quelle: http://in-goho.de/index.php?id=70

Zum zweiten Mal laden die Gostenhofer Galerien und Projekträume zu einem spannenden Rundgang zu herbstlicher Zeit. Die GoGaTa 2 finden am 13. und 14. Oktober 2012 zwischen 14 und 18 Uhr statt und führen durch 13 Ausstellungsorte in Gostenhof, wo hautnah Gegenwartskunst zu erleben sein wird: von Malerei und Fotografie über Design und Installation bis zu Objektkunst.

Auch Gostenhof selbst wird erstmals zur Galerie, indem einzelne Künstler ihre Arbeiten direkt auf die Straße bringen und damit zeigen, dass die Kreativität überall in Gostenhof zu Hause ist. Verantwortlich für diese Kunstinszenierung ist Marco Wegfahrt, Kunsthistoriker aus Gostenhof. Eine spontane Aktion, die voraussichtlich am Petra-Kelly-Platz, Volksbad, in der Gostenhofer Hauptstraße/Ecke Leonhardtstraße und im Hof der Galerie Hafenrichter zu sehen sein wird.

Die GoGaTa möchte den Kontakt zwischen Kunstschaffenden und Kunstinteressierten intensivieren und als Kommunikationsplattform für alle Beteiligten dienen. (Quelle: http://in-goho.de/index.php?id=70)

Ausgewählt wurden deshalb der Platz der vielen Initiativen und Begehren am Nürnberger Volksbad, außerdem der Petra Kelly Platz mit der Tauschlitfasssäule und der ehemalige Taxistand an der pulsierenden Hauptstraße. An letzterem greifen Jacklin Leidner und Bert Löschner (AdBK) das zentrale Thema der Prozesshaftigkeit und den Faktor Mensch in ihrem gemeinsam entwickelten Projekt auf. Unter dem Titel: „The Faces of GoHo“ fertigt Jacklin Leidner, Initiatorin der Nürnberger Kunstschlacht, Porträts von Anwohnern, von ihren Freunden aus Gostenhof und Flaneuren an. Am Pavillon der Heilsarmee werden diese schließlich zu einer Skulptur des Stadtteils zusammengeführt.

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Quelle: GoGaTa-Pressemitteilung, o.T.

Bert Löschner wiederum interveniert mit seinen re-designten Gartenstühlen innerhalb des Taxistandes. Die Eingriffe des Künstlers in die ursprüngliche Funktionalität der gegossenen Plastik-Möbelstücke verwandeln diese in charakteristische, eigenständige Figuren. Gerade durch die verspielt wirkende Blume und dem zur Schaukel umfunktionierten ehemaligen Gartenstuhl wird die graue Trostlosigkeit des Raumes erst als Chance sichtbar und positiviert.

Im weiteren Verlauf öffnet sich die Straße am Petra-Kelly-Platz zum Wald aus bunten Regenschirmen. Beeindruckend an Michael Paulutz ist seine Offenheit in der Auswahl des Arbeitsmaterials. Außerdem bereist er keine Stadt ohne künstlerischen Austausch. So stammt von ihm die geniale Idee des weltweiten Kunsttausches, für den sich Künstler Pakete zuschicken, um die darin enthaltenen Arbeiten in der jeweiligen Stadt auszustellen. Die von Michael während der „GoGaTa“ bemalten Regenschirme ploppen als pointillistische Höhepunkte in den Bäumen am Petra-Kelly-Platz auf und verleihen diesem ein buntes und monumentales Ambiente. Den Platz am heiß umkämpften Volksbad teilen sich Eva Maria Kupfer und Holger Becker. Das Duo zielt mit ihren Arbeiten auf die dominante Schwere der geschlossenen Rustika-Architektur.

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Quelle: GoGaTa-Pressemitteilung, o. T.

„Evi“ Kupfer beweist in ihrem Schaffensprozess für die „GoGaTa“ an den Scheiben des Gostenhofer Ortsverbandes, einmal mehr ihre grafischen Fähigkeiten. Mit einfachem Isolier-Tape wird die Arbeit direkt auf das Fensterglas entstehen. Unter anderem ihre Arbeit „King Kong“, die kürzlich an der „Berliner Liste“ gezeigt wurde, lässt dabei klar den Detailreichtum ihrer Arbeiten erkennen. Teilweise als Linie, teilweise punktiert setzt sie das farbige Tape ein, um auf die Brüche zwischen Fensterfront und Fassade zu reagieren.

Demgegenüber präsentiert Holger Becker, dessen Atelier sich in der Petzoldstraße befindet, seine konzeptionelle Arbeit „FREE TV“. Wie der Titel bereits vermuten lässt, lässt sich seine Arbeit als Abwandlung der Begrifflichkeit des Kop#inos verstehen. Jedoch interpretiert Holger seinen „FREE TV“, entgegen des gängigen Verständnisses des Fernsehers als modernes Medium, aus dem Stile der arte povera heraus, indem er ihn mit Naturmaterialien imitiert. Mit dem aus Dachlatten gezimmerten Rahmen und dem Stativ aus Bambus lädt die Arbeit zu einem Michel Gondry „Science Of Sleep“ -ähnlichen Gedankenspiel des Was-Wäre-Wenns ein und mobilisiert auf diese Weise die Visualität des Verhältnisses zwischen Nah und Fernsicht und damit zwischen Subjekt und Objekt. Insbesondere dadurch bietet diese Arbeit hinsichtlich der Kontextualisierung der privaten und öffentlichen Leerstellen in Gostenhof eine gelungene Auseinandersetzung.

Quelle: GoGaTa – Pressemitteilung

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