Was macht eine „gute“ Stadt aus? Dazu gibt es wohl so viele verschiedene Ansätze wir Berlin Bürger zählt. Gerade als BerlinerIn ist die Frage schwer zu beantworten, aber von ungemeiner Virulenz. In keiner anderen deutschen Stadt liegen die Vor- und Nachteile des urbanen Miteinanders so nah beieinander. Und trotz der vielen Kritikpunkte, locken offenbar die Möglichkeiten des Standortes Berlin unzählige Utopisten in die Bundeshauptstadt. Es sind strukturelle, ästhetische und gesellschaftliche Verheißungen, welche Berlin so attraktiv machen. Berlin ist groß, international, gesegnet mit inspirierenden historischen Bauten, die neben architektonischen Innovationen stehen. Hier finden Politiker, Künstler, Musiker, Designer genauso ihr zu Hause, wie die moderne Familie, Studenten und Gesellschaftspessimisten; arm und reich prallt aufeinander, – jeder Kiez ein Mikrokosmos. Welches Versprechen einer „guten“ Stadt gibt Berlin und kann dieses gehalten werden?

Mara-Daria Cojocaru : Die Geschichte von der guten Stadt. Politische Philosophie zwischen urbaner Selbstverständigung und Utopie, Bielefeld 2012. 256 S., kart., 29,80 € ISBN 978-3-8376-2021-4 transcript: Reihe Edition Moderne Postmoderne.
Mara-Daria Cojocaru veröffentlichte unlängst Die Geschichte von der guten Stadt. Politische Philosophie zwischen urbaner Selbstverständigung und Utopie. Im Zentrum steht der Stadtbegriff, wobei Cojocaru sich dem Komplex nicht von städtebaulicher Seite aus nähert, sondern, wie der Titel klar macht, die philosophische Dimension der Stadt abtastet. Welche Zuschreibungen haben sich über die Vergangenheit tradiert, denen sich die Bewohner bisweilen unreflektiert fügen? Die Definitionen von Stadt und die daraus bedingten Formen gemeinsamen Lebens bedürfen einer Revision. Cojocaru führt dem Leser den normativen Charakter des Systems Stadt vor Augen und greift dabei auch auf die großen Stadttheorien, als auf die Überlegungen von „gutem“ Zusammenleben, von bspw. Platon, Le Corbusier und dergleichen zurück. Anhand der Analyse soll es möglich sein über ein „gutes“ und zeitgemäßes städtisches Miteinander nach zudenken, welches Raum für die individuelle Entfaltung bereitet (eine ausführliche Rezension finden Sie auf urbanophil.net).

Flyer: urbanoSALON #": DIE GESCHICHTE VON DER GUTEN STADT // Quelle: www.urbanophil.net
Anlässlich der Buchveröffentlichung hat der urbanoSALON für seine 2. Auflage Mara-Daria Cojocaru ins DAZ (Deutsches Architektur Zentrum) geladen, um ihre Publikation vorzustellen und um im Anschluss Positionen und Fragen zu erörtern.
urbanophil ist ein Verein, welcher den Austausch von Fachleuten fördert und die interessierte Öffentlichkeit an der Diskussion über urbane Themen teilhaben lässt. Neben weiteren Projekten organisiert der Verein das Veranstaltungsformat urbanoSALON. Dort werden aktuelle Bücher aus dem urbanophilen Themenbereich vorgestellt und mit Experten und dem Publikum diskutiert.
Zur Person:
Mara-Daria Cojocaru (Jahrgang 1980) studierte Politikwissenschaft, Theaterwissenschaft und Recht für Sozialwissenschaftler an der LMU München, Magister Artium im Juli 2006. Von Mai 2006 bis Januar 2008 war sie Hilfskraft am Lehrstuhl für Politische Theorie und Philosophie von Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, von Januar 2008 bis März 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin am selbigen. Cojocaru ist seit 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Philosophie der Ludwig-Maximilian-Universität München.
Dissertation: “Zur Normativität der Stadt – Rekonstruktion und Kritik des Zusammenhangs von Politischer Philosophie und der Geschichte von der guten Stadt”
Schwerpunkte:
Politische Philosophie, Theorien der Narrativität, Ästhetik, Pragmatismus
Mara-Daria Cojocaru an der LMU
Mara-Daria Cojocaru: Die Geschichte von der guten Stadt. Politische Philosophie zwischen urbaner Selbstverständigung und Utopie, Bielefeld 2012. 256 S., kart., 29,80 € ISBN 978-3-8376-2021-4 transcript: Reihe Edition Moderne Postmoderne.
URBANOSALON#2: DIE GESCHICHTE VON DER GUTEN STADT
11. Oktober 2012, 20:00 – 21:30
Deutsches Architektur Zentrum DAZ
Köpenicker Straße 48
10179 Berlin
Deutschland
www.daz.de
urbaonphil:
urbanophil.net – Netzwerk für urbane Kultur e.V.
c/o Verena Pfeiffer-Kloss
Bergmannstraße 18 10961 Berlin
Kontakt: info@urbanophil.net
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