Ab dem 19. Oktober rückt das Medium Fotografie ins Zentrum der Aufmerksamkeit, denn an diesem Tag fällt der Startschuss zum 5. Europäischen Monat der Fotografie, der alle zwei Jahre an unterschiedlichen Schauplätzen in Berlin stattfindet.

Miachel Wesley, Abriss Palast der Republik, zu sehen in der Ausstellung "Langzeitaufnahmen" in der Galerie Fahnemann
Der Blick des Anderen – so lautet das diesjährige Thema des Festivals und deckt damit die Beschäftigung mit der Konstruktion von Identität ebenso ab wie die Verhandlung von Begriffen wie Exotisierung, Kolonialismus und Voyeurismus.
100 Institutionen, darunter Museen, Kulturinstitute, Galerien, Botschaften, Fotoschulen und Projekträume, wurden von einer versierten Jury unter der Leitung der Kuratorin Katia Reich ausgewählt, ihre Einreichungen zu zeigen. Das Statement der Jury bestätigt die Vielfältigkeit des Programms: “Der Blick des Anderen. Dabei wurde dem inhaltlich relevanten und künstlerisch prägnanten Umgang mit der Fotografie, aber auch den außergewöhnlichen historischen Facetten dieses Mediums ein besonderes Augenmerk geschenkt.”
So reichen die gezeigten Arbeiten zum Teil bis in die historischen Anfänge des Mediums zurück wie beispielsweise in der Ausstellung Das Koloniale Auge im Museum für Fotografie, in der ein Überblick über die Porträtfotografie des indischen Subkontinents im 19. Jahrhundert zu sehen ist.
Ebenso findet die bereits eröffnete Ausstellung Geschlossene Gesellschaft. Künstlerische Fotografie in der DDR in der Berlinischen Galerie große Beachtung, handelt es sich doch dabei um den ersten umfangreichen Versuch, die unterschiedlichen Strömungen der Fotografie dieser Zeit aufzuzeigen.
Das Programm erstreckt sich natürlich auch bis in gegenwärtige und junge Positionen, so beteiligen sich auch Fotoschulen wie beispielsweise der Lette-Verein oder die Ostkreuzschule für Fotografie am Festival.
5. Europäischer Monat der Fotografie
19. Oktober bis 25. November 2012
Homepage mit Veranstaltungskalender und Schauplätzen




