
Betonskulptur "Marcel Duchamp. Le mystère de Munich" von Rudolf Herz, 2012 (Quelle: Architekturgalerie München, © Reinhard Matz)
Habt ihr euch schon einmal gefragt, was es mit dem Betongebilde auf der Südwiese vor der Alten Pinakothek auf sich hat? Es ist als Denkmal an den momentan vielseitig erinnerten Künstler Marcel Duchamp gedacht, über den – anlässlich seines Aufenthaltes in München vor genau 100 Jahren – kürzlich eine vielbesuchte Ausstellung im Kunstbau stattfand. Die Skulptur, die von dem Künstler Rudolf Herz entworfen wurde, bezieht sich dabei sehr stark auf Duchamps Zeit in der Stadt München. So stellt nämlich das Gebilde die Wohnung des französischen Künstlers in der Barerstraße 65, nicht weit vom Standort der Skulptur entfernt, dar. Aus Stahlbeton angefertigt, wurde die Skulptur im Maßstab 1:1 wiedergegeben und um 90 Grad gekippt. Duchamp lebte und arbeitete dort insgesamt drei Monate lang. Da in jener Zeit in seinem Werk grundlegende Veränderungen zu bemerken sind, kann die Analyse seines damaligen Umfeldes, und damit auch seiner Wohnung, sicherlich interessante Aufschlüsse liefern.
Die Platzierung der Skulptur auf der Wiese der Alten Pinakothek findet in diesen Tagen nun ein Ende und so stellt sich die Frage, was mit dem Denkmal weiterhin geschehen wird. Somit lädt die Architekturgalerie München am Dienstag, den 31.07.2012, um 20 Uhr zu einem Gespräch über die Zukunft der Skulptur ein. Daran teilnehmen werden der Künstler Rudolf Herz und der Architekt Peter Ottmann. Die Moderation führt Nicola Borgmann von der Architekturgalerie München.
ORT: Südwiese der Alten Pinakothek bei der Skulptur (Bei Regen im Vorhoelzer Forum der TU München)
Quellen: Architekturgalerie München | Architekturmuseum der TU München




