Am Mittwoch (04. Juli 2012) eröffnet um 19:00 Uhr die Ausstellung GEARTETE KUNST – Die Nürnberger Akademie im Nationalsozialismus.
Ort: Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Bayernstraße 110, 90478 Nürnberg.
Ausstellungsdauer: 05. Juli bis 16. September 2012

Josef Pöhlmann arbeitet am Schild für das „Gästehaus Reichsparteitag“, Blick ins Atelier, um 1936, Graphische Sammlung der Museen der Stadt Nürnberg; Quelle: Pressemitteilung der AdBK Nürnberg
Im April 1940 war die Staatsschule für angewandte Kunst in Nürnberg vom Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung wieder – wie bis 1833 – zu einer Akademie erhoben worden, obwohl Adolf Hitler die Zahl der Kunsthochschulen grundsätzlich einschränken wollte. Die Umstände, die zur Rangerhöhung führten, wurden erstmals umfassend erforscht und in der Ausstellung präsentiert. Inwieweit schlug sich die Ideologie des Regimes in der Akademie nieder und inwiefern war die Institution durch den besonderen Standort mit der Partei verflochten?
Im Jahr 2012 feiert die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg ihr 350-jähriges Bestehen und zahlreiche Veranstaltungen thematisieren Geschichte und Gegenwart der ältesten Kunsthochschule im deutschsprachigen Raum. Die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg hat sich entschieden, anlässlich ihres Jubiläums nicht nur Erfolge und Glanzpunkte der Hochschule zu präsentieren, sondern auch das „dunkle Kapitel“ der Institution in der NS-Zeit aufzuarbeiten. Mit dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände als einem historischen Lernort ersten Ranges konnte dafür der ideale Kooperationspartner gewonnen werden.
Quelle: Pressemitteilung der AdBK Nürnberg




