Am Samstag hat in der PSM Gallery die Ausstellung Manifold eröffnet, in der eine erlesene Auswahl der Werke Nathan Peters präsentiert wird.
Manifold, zu deutsch mannigfaltig, ist Titel der Ausstellung und deutet zugleich auf das breite Spektrum hin, in dem Peters malerische und räumliche Arbeiten angesiedelt sind.
Der Ausgangspunkt des 1978 in Minneapolis geborenen Künstlers ist zweifelsohne das Medium der Malerei, dessen Grenzen er konsequent zu hinterfragen sucht.
Peter bedient sich bei seiner Suche den grundlegenden Faktoren Farbe und Leinwand. So werden mittels der Farbigkeit Referenzen zum mittelalterlichen Goldgrund der Tafelmalerei sowie zur gedeckten Farbgebung traditioneller Stillebenmalerei hergestellt, wie es im Begleittext der Ausstellung heißt. Parallel zu dieser kunsthistorischen Eingliederung bergen die Werke jedoch gleichzeitig ein radikales Aufbrechen der zweidimensionalen Grenzen des Mediums in sich.
Peters Vorgehensweise bei der Entstehung der Arbeiten kann als subtraktiv bezeichnet werden. Im Prozess von Auftragen und Abziehen von Farbe wird die Leinwand selbst bewusst in Mitleidenschaft gezogen. Durch diese an keinem Punkt roh anmutende Form der Destruktion findet eine Transformation derselben vom bloßen Bildgrund zum selbstständigen Element der Werke statt. Der Emanzipationsprozess gipfelt im poetischen unravelled black and silver, einem dreidimensionalen Objekt, bei dem sich die Leinwand in einen zarten Schleier verwandelt hat.
Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Juli zu sehen.
Nathan Peter – Manifold
Laufzeit: 05.06. – 21.07.2012
PSM Gallery
Strassburger Strasse 6-8
10405 Berlin
Öffnungszeiten: DI – SA: 12:00 – 18:00
www.psm-gallery.com






